Am Londoner Imperial College wird ein Kaugummi zum Abnehmen entwickelt. Basis soll das Hormon Pankreatisches Polypeptid (PP, pancreatic polypeptide) sein.
Laut Wiki: “Das pankreatische Polypeptid ist ein 36 Aminosäuren großes Peptid aus den PP- oder auch F-Zellen der Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse, dessen Konzentration im Blut nach eiweißreicher Nahrung ansteigt. Es handelt sich dabei um ein gastrointestinales Hormon, das die Enzym- und Hydrogencarbonat-Produktion der Bauchspeicheldrüse, die Motilität des Darms und den Gallefluss hemmt.”
PP simuliert das Sättigungsgefühl. Es gibt dem Körper das „voll“-Zeichen nach dem Essen. Erste Menschenversuche gab es schon: Von 35 leicht Übergewichtigen (ansonsten aber Gesunden) bekam die Hälfte das Hormon PP gespritzt, die Kontrollgruppe eine inaktive Salzlösung. Danach wurden sie auf ein riesiges „All-you-can-eat“ Büfett losgelassen und parallel zu ihrem Hungergefühl befragt. Die PP-Gespritzen waren weniger hungrig und aßen 15%-25% weniger.
Klingt gut. Nur muss das Ganze noch ausführlich getestet werden. Hormone sind hinsichtlich der langfristigen Aus- und Nebenwirkungen im menschlichen Körper besonders unberechenbar. Aber dafür haben die Londoner Forscher £2.2m zur Verfügung.
Und warum ausgerechnet als Kaugummi?
Oft wird Selbigem nachgesagt, dass er die Bauchspeicheldrüse anregt, vermehrt Verdauungsenzyme zu produzieren und damit Hungergefühl zu stimulieren. Studienleiter Professor Steve Bloom: “We hit on the idea of a chewing gum because obese people like chewing.”
Bleibt zu hoffen, dass das Diät-Mittel des Londoner Teams seriöser ist als dieses, das auf “Kalzium” zum Abnehmen setzt.