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Fremde Gemüse: Holunderbeere

Was man mit den Blüten des Holunderbeeren-Strauchs anstellen kann, darüber haben wir zu dessen Blütezeit (April/Mai bis Juni) berichtet. Mittlerweile haben sich aus den hübschen kleinen weißen Blüten kugelrunde dunkelviolette - fast schwarze - Beeren entwickelt. Daher auch die Bezeichnung “Schwarzer Holunder”.

holunderbeereDie kleinen Beeren sind gesund: reich an Vitaminen - besonders Vitamin C, B1, B2 und A - und stärken damit das Immunsystems. In den Holunderbeeren finden sich aber auch antioxidativ wirkende Flavonoide und Gerbstoffe - vor allem das farbgebende Anthocyan.

Holunderbeersaft wird auch als Hausmittel gegen Rheuma, Ischias und Neuralgien eingesetzt. Saft, Tee, Sirup oder Suppe aus Holunderbeeren sollen dann auch gleich bei den ersten Anzeichen einer Erkältung genommen werden.

Holunderbeeren gibt es nicht in der Gemüseabteilung im Supermarkt - man muss sie selbst sammeln.  Besser gesagt die reifen Dolden vorsichtig von den Sträuchern abpflücken. Aber bitte auf keinen Fall die Holunderbeeren roh in den Mund stecken. Das schmeckt nicht und verursacht Brechreiz und Übelkeit.

Zu Großmutters Zeiten war Holunder ein populäres Volksheilmittel - darum auch als “Herrgottsapotheke” bezeichnet. Heute weiß kaum noch jemand etwas mit den Beeren anzufangen. Dabei lassen sich diese gut zu Saft, Suppen, Mus, Wein oder Marmelade verarbeiten. Ich kann mich noch sehr gut an die überaus leckere Holunder-Beeren-Suppe meiner Großmutter erinnern. Und die geht so:

Zutaten:

  • 1 kg Holunderbeeren
  • 1 L Wasser
  • 2 EL Speisestärke oder Guarkernmehl
  • 5 EL Zucker
  • 1 Zimtstange oder loser Zimt
  • 2 Nelken
  • Zitronensaft
  • 1 Prise Salz

Die Holunderbeeren vorsichtig (am besten mit einer Gabel) von den Dolden abstreifen. Die Beeren mit etwas Wasser weich kochen und durch ein Sieb passieren. Das passierte Holunderbeeren-Fruchtmark mit Wasser auffüllen und mit Zucker, Zimtstange und Nelken in einem Topf zum Kochen bringen. Äpfel schälen und klein schneiden oder raspeln und mit in die Suppe geben. Die Speisestärke mit kaltem Wasser anrühren (oder Guarkernmehl verwenden) und die Suppe damit binden. Mit Zitronensaft und einer Prise Salz abschmecken und heiß servieren.

Als besonders “i-Tupfl” setzte meine Großmutter der Holunderbeeren-Suppe immer noch kleine “Häubchen” aus steif geschlagenem, leicht mit Vanillezucker gesüßtem, Eiweiß auf.

Bild: beekeeper/pixelio.de

Verfasst von Marion am 29. August 2008 um 10:21 | Kommentare (1)

Große Wirkung: 100 Kalorien weniger

Schon ein Artikel in Science (Vol 299, Februar 2003, James O. Hill / John C. Peters) zeigte, dass kleine Veränderungen bereits eine Menge bewirken. Bei einem Großteil der US-Bevölkerung könnte eine Gewichtszunahme verhindert werden: entweder durch weniger essen (täglich -100kcal) oder durch mehr Bewegung (täglich + 2.000 Schritte).

Denn die Meisten nehmen nicht sofort, sondern langsam zu – durchschnittlich ca. 1-2 Kilo pro Jahr. Das liegt an Kleinigkeiten die wir „extra“ essen – z.B. jeden Tag eine unnötige Handvoll Gummibärchen oder ein Riegel Schokolade, macht nach einem Jahr 2,5 Kilo mehr. Ungünstig beeinflusst wird das von der Tatsache, dass wir – je älter wir werden – täglich immer weniger Kalorien benötigen:

kalorienverbrauch-alter

Isst man nun täglich rund 100 Kalorien weniger, macht das im Laufe der gesamten Woche bereits eine Kaloriendifferenz von 700 kcal weniger aus. Diese kleinen Einsparungen sind gar nicht so kompliziert und leicht umzusetzen. In loser Folge stellen wir kleine tägliche Kalorien-Spar-Tipps vor.

Und hier kommen die ersten Kalorienspar-Ideen:

Bisher verzehrt kcal-Spar-Alternative Eingesparte Kalorien
Tasse Kaffee mit 50 ml Vollmilch (3,5% Fett)
33 kcal
Tasse Kaffee mit 50 ml fettarmer Milch (1,5% Fett)
24 kcal

9 kcal

250 ml Apfelsaft
118 kcal
250 ml Apfelsaft Schorle (1:3)
39 kcal

79 kcal

1 Becher (150 g) Erdbeer-Joghurt (3,5%)
141 kcal
150g Naturjoghurt (1,5%) mit frischen (50 g) Erdbeeren
106 kcal

35 kcal

1 Flasche Jever (330 ml)
119 kcal
1 Flasche Jever Fun (330 ml)
60 kcal

59 kcal

Gesamtersparnis

182 kcal

Verfasst von Peggy am 28. August 2008 um 13:50 | Kommentare (0)

Esst mehr Tiefkühlgemüse!

Immer mehr Menschen greifen tief in die kalte Truhe: zu Tiefkühlprodukten. Der Verbrauch von Tiefkühlgemüse in Deutschland stieg 2007 auf 3,5 Kilo pro Kopf. Die Rangliste der TK-Gemüse-Gerichte:

  • Platz 1: Naturbelassenes Gemüse
  • Platz 2: Gemüsezubereitungen (Pfannen- und Buttergemüse)
  • Platz 3: Blatt- und Rahmspinat
  • Platz 4: Tiefgekühlte Kräuter (Schnittlauch, Petersilie, Dill und Knoblauch)

Viel sind die knapp 4 Kilo meiner Meinung nach nicht – hält man dagegen bspw. die 86 kg Brot die Deutsche pro Jahr essen. Darum an dieser Stelle etwas „Werbung“ für Tiefkühlprodukte – speziell Tiefkühlgemüse.

tk-gemueseTK-Gemüse – das geht natürlich zu Lasten von frischem Gemüse. Darum taucht in diesem Zusammenhang auch immer wieder die Frage auf: Ist frisches Gemüse nicht besser als Tiefkühlgemüse? Ganz klar: Nein. Denn Gemüse das nach langem Transport endlich im Supermarkt angekommen ist, hat schon deutlich an Vitalstoffgehalt eingebüßt.

Tiefkühlgemüse hat gegenüber dem Gemüse aus dem Supermarkt den Frische-Vorteil. Wertvolle Vitamine und Nährstoffe werden über einen längeren Zeitraum bewahrt: z.B. Kämpferol in Bohnen (sekundärer Pflanzenstoff der die körpereigene Abwehr stärkt und das Krebsrisiko verringert) ist in Tiefkühlbohnen – die bei mind. -18 Grad Celsius gelagert werden – monatelang noch nahezu vollständig vorhanden. In frischen Bohnen – die bei 4 Grad Celsius im Kühlschrank gelagert werden – ist nach einer Woche 30% weniger Kämpferol enthalten.

Grund ist die Schockfrostung: nur wenige Stunden nach der Ernte, nach kurzem Blanchieren wird Tiefkühlgemüse bei sehr tiefen Temperaturen (nur industriell möglich) tiefgefroren und so die Zellstrukturen des Gemüses erhalten.

Fazit: Tiefkühlprodukte sind schnell zubereitet und hervorragende Vitaminlieferanten. Es empfiehlt sich die puren Varianten den mit Rahm und Käse verfeinerten Gerichten vorzuziehen.

tiefkuehlvergleich

Das gilt auch für andere TK-Gerichten: ein einfaches Fischfilet statt panierter Fischstäbchen oder Fertig-Schnitzel. Ideal - besonders für Kleinhaushalte - sind die portionierbar abgepackten Tiefkühlgerichte wie zum Beispiel Spinat-Würfel.

via foodmonitor.de
Bild: tiefkuehlkost.de

Verfasst von Peggy am 27. August 2008 um 14:39 | Kommentare (1)

Abnehmen durch weniger Alkohol

alkoholWer ab und an gern ein oder mehrere Glas Wein oder Bier trinkt wird es kennen. Diese meist abendliche Gemütlichkeits-Sünde hinterlässt auf Dauer einige zusätzliche Pfunde. Kein Wunder, dass wer dem abendlichen Alkohol für einige Zeit abschwört, auch meist vom damit einhergehenden Gewichtsverlust berichtet.

Wer also – egal ob schon nach oder noch vor dem Urlaub – ein paar Kilo abnehmen möchte, sollte zuerst den Alkohol vom Getränkeplan streichen oder zumindest den Konsum einschränken. Denn:

  • Alkohol enthält viele Kalorien: Alkohol liefert einen Brennwert von 7 kcal pro Gramm.
  • Alkohol bremst die Fettverbrennung und steigert bei vielen den Appetit. Befindet sich Alkohol im Körper, wird kein Fett verbrannt, da zuerst der Alkohol abgebaut wird. Die Leber baut pro Stunde und pro kg Körpergewicht 0,1 g Alkohol ab. (also z.B. 70 kg = 7 g Alkohol pro Stunde = 200 ml Bier oder 75 ml Wein).

Abnehmen heißt grundsätzlich alte Ess- und Trinkgewohnheiten zu ändern bzw. sich neue Angewohnheiten zuzulegen. Das Schwierigste beim Alkohol-Genuss ist genau das Thema Gewohnheit. Nach einem anstrengenden Tag das gewohnte Glas Wein nicht mehr zu trinken, in der entspannten Runde mit Freunden auf den Prosecco oder am Wochenende auf die Entspannungs-Bier(e) zu verzichten, benötigt einiges an Willenskraft. Wir haben darum ein paar Tipps, die den Alkoholverzicht (-reduktion) erleichtern können:

  • Auf die gewohnten Drinks (nach der Arbeit, am Wochenende) nicht verzichten, aber deutlich reduzieren: z.B. statt 2 Glas Rotwein nur eine Weißweinschorle
  • Alkoholfreie Varianten der Getränke: alkoholfreies Bier ist mittlerweile recht bekannt – aber es gibt inzwischen auch alkoholfreie Weine und Prosecco
  • Maßvoll trinken (wird meist mit 1 Drink pro Tag für Frauen, 2 für Männer umschrieben)
  • Alkoholfreie Woche oder Monat: vielen fällt es leichter, für einen fest gesetzten Zeitraum komplett auf Alkohol zu verzichten.
  • Alkohol nicht mit Wasser pur ersetzen – sondern in der Runde mit Freunden einen zuckerfreien alkoholfreien Cocktail oder einen frisch gepressten Fruchtsaft – idealerweise mit Mineralwasser verdünnt - wählen.

Habt Ihr noch weitere Tipps? Wie geht ihr mit der Kalorienbombe Alkohol um?

Bild: Sebastian Schulz/Hüttenhilfe

Verfasst von Peggy am 26. August 2008 um 15:13 | Kommentare (0)

Nährwertverwirrung

Man sollte sich nie auf Verpackungsangaben verlassen. Riesenmaschine hat eine Packung Seegras-Muffins - wie auch immer die schmecken mögen - in die Hand bekommen und sich die Mühe gemacht, die Übersetzungen der Nährwertangaben mal auf Logik zu überprüfen:

Auf der Verpackung der Seegras-Muffins der Firma Monchongloong erfolgt die Angabe der Nutrition Facts dreimal, wobei jedesmal andere Teile in chinesischen Zeichen gesetzt sind, darüberhinaus sind die Zahlenwerte auf kundenfreundliche Art sehr unterschiedlich. Die gesamte Hundert-Gramm-Packung enthält Portionen zu je 25 g, und zwar je nach Tabelle etwa 3,5 bis 4 davon.

Eine der Tabellen ist offenbar gedacht für Menschen auf krasser Diät: pro Portion nur 88 kcal, 0,57 g Fett (davon gesättigt 1 g), 0,1 g Protein, 0,9 mg Kohlenhydrate (davon 2 g Zucker), 0,3 mg Salz. Was in den restlichen circa 23 g ist, erfährt man leider nicht.

Die zweite Tabelle ist nur für Arktisreisende und Sahelzonenbewohner zu empfehlen: 352 kcal pro 25 g, in denen sich plötzlich auch fünfmal mehr Fett (2,26 g), zigmal so viel Zucker und viermal so viel Salz befinden. Wer diese Tabelle liest, wird endlich richtig satt.

Die dritte Liste liegt energiemässig irgendwo in der Mitte zwischen den Extremen, mit etwa 100 kcal, aber total überraschend dann volle 8g Fett und 12g Zucker. Mathematisch macht das zum ersten Mal etwas Sinn, weswegen davon auszugehen ist, dass es sich hierbei um so was wie die Wahrheit handelt. Für die 2 Prozent nicht ernährungsgestörten Menschen auf dem Planeten. Monchongloong – hier isst jeder, was er sich selbst vorstellt. Und hier erlebt die Arithmetik ihre erste post-Riemannsche Renaissance.

via riesenmaschine.de

Verfasst von Peggy am 25. August 2008 um 12:41 | Kommentare (0)

Fremde Gemüse: Aubergine

Sie hat eine schöne dunkellila Farbe. Auch ihre inneren Werte machen einiges her:

  • kaum gesättigte Fette, Cholesterin und Salz
  • dafür eine gute Quelle für Vitamin C, Vitamin K, Thiamin, Niacin, Vitamin B6, Pantothensäure, Magnesium, Phosphor und Kupfer
  • reich an Ballaststoffen, Folsäure, Kalium und Mangan

Auberginen sind v.a. bekannt aus fettigen griechischen Aufläufen oder als in Olivenöl eingelegte Anti-Pasti. Fazit: schmeckt, aber recht fett. Das muss nicht sein.

Das Fruchtfleisch der Auberginen neigt zwar dazu, sich schnell mit Fett voll zu saugen. Mit der richtigen Zubereitung geht es jedoch auch fettarm, denn mit 18 kcal pro 100 Gramm ist die Aubergine von Natur aus ein kalorienarmes Gemüse.

auberginen

Wichtig ist, die Aubergine nach dem Aufschneiden mit einem Messer aus rostfreien Stahl (verhindert das Verfärben) sofort zu salzen. Das Salz entwässert das Fruchtfleisch, die Poren ziehen sich zusammen und es nimmt später weniger Öl auf. Nach ca. 20 Minuten das Salz abspülen und die Aubergine mit Küchenpapier trocken tupfen.

Gefüllte Aubergine: Die halbierte, ausgehöhlte Aubergine mit Gemüse, Hackfleisch oder Beidem füllen. In eine gefettete Auflaufform setzen und im Ofen circa 35 Minuten backen.

Gekochte Aubergine: Eine ganze Aubergine ca. 10 Minuten in heißem Wasser kochen. Danach halbieren, aushöhlen und in Würfel schneiden. Lässt sich hervorragend mit anderem Gemüse (z.B. Tomaten, Paprika) als Gemüsebeilage kombinieren.

Aubergine aus dem Ofen: Aubergine in Scheiben schneiden und auf ein Backblech legen. Hauchdünn mit Olivenöl bepinseln, würzen (Pfeffer, Salz, Kräuter) und im Ofen ca. 15 Minuten backen, bis die Auberginenscheiben goldbraun sind.

Grillspieß: Aubergine würfeln und mit anderem Gemüse auf einen Grillspieß stecken und grillen.

Jede Menge leckerer Rezepte mit Aubergine gibt es bei der Hüttenhilfe. Und - einen Asiatischer Nudelsalat mit Aubergine - demonstriert von Tim Mälzer.

Bilder Sebastian Schulz / foodbilder.huettenhilfe.de

Verfasst von Peggy am 22. August 2008 um 16:01 | Kommentare (3)

Brotsorten im Kalorienvergleich

Deutschland ist die Brotnation der Welt. Jährlich ganze 86 Kilo pro Kopf. Morgens Brötchen oder Toastbrot, mittags ein Sandwich oder ein Brot zu Suppe und Salat und abends belegte Schnittchen oder die Brotkorbplünderung im Restaurant. Bei so viel Brot ist es interessant zu wissen, wie viel Kalorien man da so Scheibe um Scheibe aufnimmt.

Brotsorten

  • Toastbrot (weiß)

Zwei bis drei Toastbrotscheiben sind schnell verputzt, aber so richtig gesättigt isst man nicht. Beim Toastbrot sollte man lieber zur Vollkornvariante greifen, denn die hat bei ungefähr gleichem Kaloriengehalt ca. 4-5 g Ballaststoffe pro 100 g. Bereits zugesetzte Schrotanteile erhöhen den Ballaststoffanteil auf ca. 3,3 g.

Toastbrot

100 g = 259 kcal = ca. 250 kcal, Ballaststoffe = 2,8 g

  • Baguette Brötchen

Kalorisch gleich auf mit dem Toastbrot, mit ein paar Kommastellen mehr Ballaststoffen. Im Endeffekt macht es nicht wirklich einen Unterschied, ob man zu Toastbrot oder Brötchen greift. Ein Baguette sind grob 250kcal. Kommen noch 2 Scheiben Käse, Mayonnaise, etwas Tomate und Salat dazu - den Standard-Belag beim Bäcker - dann ist man schnell bei 600 kcal pro belegtem Baguette-Brötchen!

baguette-broetchen

100 g = 248 kcal = ca. 250 kcal, Ballaststoffe = 3,2 g

  • Toasties

Gefühlt sättigen sie - zumindest mich - mehr als Toastbrot. Etwas weniger Kalorien haben sie auch. Mittlerweile gibt es auch Toastis Mehrkorn, die haben etwas mehr Kalorien (245 kcal / 100g) - was durch 4,5 g Fett, statt in der Weizenvariante 1,5 g Fett kommt - und etwas mehr Ballaststoffe (5,2 g).

Toasties

100 g = 218 kcal, 250 kcal = 115 g, Ballaststoffe = 3,0 g

  • Pumpernickel

Die wenigsten Kalorien und einen sehr hohen Ballaststoffanteil von 8 Gramm. “Schuld” ist die fettarme Zubereitung - dank dieser enthalten Pumpernickel nur ein Drittel so viel Fett wie z.B. Toastbrot. Neben Roggenvollkornschrot und Wasser besteht das Pumpernickel noch aus Rübensirup und etwas Salz. Es gibt nur 3 1/3 Scheiben, denn eine einzelne Scheibe ist ganz schön schwer.

Pumpernickel

100 g = 184 kcal, 250 kcal = 136 g, Ballaststoffe = 8,0 g

  • Graubrot

Die klassische deutsche Stulle. Für 250 kcal kann man 2 plus eine kleine Ecke verspeisen. Davon wird man ja schon ganz gut satt. Und nicht vergessen - Belag zählt extra. Zwei belegte Salami-Schnitten addieren sich schnell auf 500 kcal.

graubrot

100 g = 210 kcal, 250 kcal = 119 g, Ballaststoffe = 4,7 g

  • Roggenvollkornbrot

Ganz klar der Favorit in Sachen Ballaststoffe. Aber auch beim Kaloriengehalt liegt das Roggen-Vollkornbrot sehr gut. Bei den drei Scheiben kann man ganz sicher davon ausgehen, dass sie eine Weile sättigen. Unser Sieger im Brot-Vergleich.

Roggenbrot

100 g = 188 kcal, 250 kcal = 133 g, Ballaststoffe = 8,7 g

Auf einen Nenner gebracht:
pro 100 Gramm haben fast alle Brotsorten ungefähr den gleichen Brennwert. Bei der Entscheidung, zu welcher Brotsorte man greift, hilft das also nicht unbedingt weiter. Insofern empfehlen wir, sich am Ballaststoffgehalt zu orientieren. Denn Vollkornbrot sättigt länger als labbriges Weißbrot-Toast und liefert auch mehr Vitamine und Mineralien.

Verfasst von Peggy am 21. August 2008 um 14:44 | Kommentare (4)

Dürfen Kinder naschen?

naschenSüßigkeiten und fette Snacks braucht keiner. Besonders nicht Kinder. Denn Süßigkeiten liefern nur so genannte leere Kalorien – Kalorien ohne Nährwert, ohne Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe.

Hinzu kommt, dass dies meist auf Kosten anderer – wesentlich wertvollerer – Lebensmittel geht. Wer sich den Bauch mit Keksen, Gummibären und Schaumküssen voll schlägt, bei dem wird kaum noch ein Joghurt oder ein Apfel rein passen.

Besonders gefährlich wird es, wenn Kinder Süßigkeiten als Belohnung oder zum Trost erhalten. Über diesen Wirkmechanismus wird häufig eine Essstörung – Kummerspeck – bis weit ins Erwachsenenalter ausgelöst.

Darum wird von vielen gesundheitsbewussten Eltern das Naschen komplett verboten. Das ist aber auch nicht ideal, denn Kinder haben eine natürliche Vorliebe für den Süßgeschmack – vor allem durch die süße Muttermilch. Die angeborene „Süßliebe“ bot und bietet Kleinkindern zudem einen Schutz gegen das Essen bitterer – häufig giftiger – Substanzen.

Ein Verbot bewirkt zudem meist das Gegenteil. Es macht die Süßigkeiten nur noch interessanter. Effektiver ist es, dem Kind gesundes Essen nahe zu bringen und schmackhaft zu machen. Einige Regeln, wie man Süßigkeiten optimal dosiert:

  • Süßigkeiten und Snacks im gesunden Mittelmaß
  • Klare Spielregeln aufstellen: nie vor dem Essen naschen, nur eine kleine festgelegte Menge naschen
  • Süßigkeiten oder Fast-Food nie als Belohnung, Trostpflaster oder zur Beruhigung des elterlichen schlechten Gewissens
  • Süßigkeiten außer Sicht und Reichweite der Kinder aufbewahren – am besten gar nichts vorrätig haben
  • Nach Süßigkeiten quengelnde Kinder ablenken und gesundes Essen positiv betonen: „von den Apfel-Stückchen darfst Du so viel nehmen wie Du magst.“
  • Spaß und Geschmack an gesundem Essen wecken: z.B. durch gemeinsames Einkaufen und Kochen
  • Gesundes Essen kann bunt und lustig sein – wie diese bunten Pausen-Snacks zeigen – denn, das Auge isst mit.
Verfasst von Peggy am 20. August 2008 um 13:53 | Kommentare (3)

Plädoyer für Magerquark

quarkspeiseQuark ist mein Lieblings-Lebensmittel. Ein Becher Quark steht darum immer auf Vorrat in meinem Kühlschrank.

Warum? 3 schlagende Argumente für Quark:

  • Kalorienarm
  • Vielseitig
  • Praktisch

1. Quark macht schlank und stark
Magerquark ist kalorienarm und sättigt zudem aufgrund des hohen Eiweißanteils auch über längere Zeit. 100 Gramm Quark haben:

  • Nur 75 kcal: 0,2 g Fett, 4 g Kohlenhydrate und 14 g Eiweiß
  • Einen hohen Anteil an Kalzium: 120 mg
  • Das Sauermilcherzeugnis Quark ist meist auch für Laktoseintoleranz-Geplagte verträglich: 100 g Joghurt = 4 g Milchzucker, 100 g Magerquark = 0,7 g Milchzucker.

quark-tomaten-brot2. Quark ist vielseitig einsetzbar:
Pur, herzhaft, als Brotbelag, zum Verfeinern – hier ein paar meiner Lieblings-„Quark-Anwendungen“.

  • Quark als Brotbelag: darauf passt Herzhaftes wie Tomaten, Kresse, Gurken, Tomatenmark, Radieschen – aber auch Süßes wie Honig, Erdbeer-Marmelade oder Nutella
  • Verfeinern mit Quark: statt saurer Sahne zum Verfeinern von Suppen und Saucen
  • Shakes mit Quark:  2-3 EL Magerquark, Früchte nach Belieben (Banane, Erdbeeren, Pfirsiche, Pflaumen, …) und Wasser - alles in den Standmixer und cremig mischen.
  • Quark-Speise: Etwas Magerquark (cremig gerührt mit etwas Mineralwasser) – dazu klein geschnittenes Obst nach Belieben. Wer es etwas süßer mag, gibt einen Teelöffel Honig dazu. Fertig ist ein Frühstück oder eine Zwischenmahlzeit. Durch die Fruchtsäuren aus dem Obst kann der Körper zudem das enthaltene Kalzium noch besser aufnehmen.
  • Pellkartoffeln mit Quark: Hausmannskost, Arme-Leute-Essen – und absolut lecker. Wer mag kann dazu Fisch (Hering, Lachs) oder ein kleines Stückchen Leberwurst essen. Die Kombination von Kartoffel und Quark schlägt zudem selbst das Hühnerei in Punkto Biologische Wertigkeit. Während das Ei auf 100 kommt, ergänzt sich die Kartoffel-Quark-Kombi auf einen Wert von 130.
  • Käsekuchen: den bisher besten selbst gemachten Käsekuchen (hoffe das liest meine Mama nicht…) habe ich in Potsdam im Café Guam gegessen.

pellkartoffeln-quark

3. Quark kann praktische Hilfe leisten:

  • bei Sonnenbrand einfach Quark (etwas Buttermilch darunter mischen, dann trocknet er nicht so schnell) auf die verbrannte Hautstelle streichen.
  • bei Entzündungskrankheiten werden Quarkwickel als altes Hausmittel eingesetzt (schmerzlindernd, senkt Fieber und kühlt)

So - nun ab in den Supermarkt und Kühlschrank mit Magerquark bestücken!

Verfasst von Peggy am 19. August 2008 um 13:28 | Kommentare (2)

Abnehmen nur mit Sport?

abnehmen-sportKlar, Sport ist zum Abnehmen wichtig und auch, um seine Gewicht zu halten. Aber ohne begleitende Kalorienreduktion wird es mit dem Abnehmen schwierig.

Wissenschaftler der Universität Pittsburgh haben im Rahmen einer Studie errechnet, dass ein Sportpensum von – mindestens – 55 Minuten an 5 Tagen in der Woche nötig ist, um einen Gewichtsverlust von 10% beizubehalten. In der Studie – die über einen Zeitraum von 4 Jahren lief – schafften das 50 der 200 teilnehmenden Frauen.

Wer sich täglich zu 30 Minuten Sport aufrafft, tut damit auf jeden Fall seiner Gesundheit etwas Gutes – aber wer nur mit Sport abnehmen möchte, muss deutlich mehr tun.

Professor Paul Gately von der Metropolitan Universiät in Leeds bestätigt die Ergebnisse.

“Thirty minutes a day is good for general health, but if you want to lose weight, you need to be doing more, and if you want to sustain weight loss, you need to be doing even more than that.”

Nach Prof. Gately gehört zum Abnehmen ein Bewegungspensum von 60 bis 90 Minuten pro Tag. Dazu zählt er alle Bewegungsaktivitäten, die einen leicht außer Atem bringen – vom flotten Spaziergang bis zur intensiven Gartenarbeit.

Wer die 60-90 Minuten pro Tag nicht aufbringen kann, dem bleibt immer noch, die tägliche Kalorienzufuhr zu reduzieren. Denn eine Mischung aus Kalorienreduktion und Sport ist die erfolgreichste Kombination zum Abnehmen. Also, weniger essen als man verbraucht. Wie viel das ist, kann man leicht mit einem Kalorienrechner herausfinden.

via BBCNews, Bild: Mark Pierce/istockphoto.com

Verfasst von Peggy am 18. August 2008 um 13:28 | Kommentare (7)
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