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Brotsorten im Kalorienvergleich

Deutschland ist die Brotnation der Welt. Jährlich ganze 86 Kilo pro Kopf. Morgens Brötchen oder Toastbrot, mittags ein Sandwich oder ein Brot zu Suppe und Salat und abends belegte Schnittchen oder die Brotkorbplünderung im Restaurant. Bei so viel Brot ist es interessant zu wissen, wie viel Kalorien man da so Scheibe um Scheibe aufnimmt.

Brotsorten

  • Toastbrot (weiß)

Zwei bis drei Toastbrotscheiben sind schnell verputzt, aber so richtig gesättigt isst man nicht. Beim Toastbrot sollte man lieber zur Vollkornvariante greifen, denn die hat bei ungefähr gleichem Kaloriengehalt ca. 4-5 g Ballaststoffe pro 100 g. Bereits zugesetzte Schrotanteile erhöhen den Ballaststoffanteil auf ca. 3,3 g.

Toastbrot

100 g = 259 kcal = ca. 250 kcal, Ballaststoffe = 2,8 g

  • Baguette Brötchen

Kalorisch gleich auf mit dem Toastbrot, mit ein paar Kommastellen mehr Ballaststoffen. Im Endeffekt macht es nicht wirklich einen Unterschied, ob man zu Toastbrot oder Brötchen greift. Ein Baguette sind grob 250kcal. Kommen noch 2 Scheiben Käse, Mayonnaise, etwas Tomate und Salat dazu - den Standard-Belag beim Bäcker - dann ist man schnell bei 600 kcal pro belegtem Baguette-Brötchen!

baguette-broetchen

100 g = 248 kcal = ca. 250 kcal, Ballaststoffe = 3,2 g

  • Toasties

Gefühlt sättigen sie - zumindest mich - mehr als Toastbrot. Etwas weniger Kalorien haben sie auch. Mittlerweile gibt es auch Toastis Mehrkorn, die haben etwas mehr Kalorien (245 kcal / 100g) - was durch 4,5 g Fett, statt in der Weizenvariante 1,5 g Fett kommt - und etwas mehr Ballaststoffe (5,2 g).

Toasties

100 g = 218 kcal, 250 kcal = 115 g, Ballaststoffe = 3,0 g

  • Pumpernickel

Die wenigsten Kalorien und einen sehr hohen Ballaststoffanteil von 8 Gramm. “Schuld” ist die fettarme Zubereitung - dank dieser enthalten Pumpernickel nur ein Drittel so viel Fett wie z.B. Toastbrot. Neben Roggenvollkornschrot und Wasser besteht das Pumpernickel noch aus Rübensirup und etwas Salz. Es gibt nur 3 1/3 Scheiben, denn eine einzelne Scheibe ist ganz schön schwer.

Pumpernickel

100 g = 184 kcal, 250 kcal = 136 g, Ballaststoffe = 8,0 g

  • Graubrot

Die klassische deutsche Stulle. Für 250 kcal kann man 2 plus eine kleine Ecke verspeisen. Davon wird man ja schon ganz gut satt. Und nicht vergessen - Belag zählt extra. Zwei belegte Salami-Schnitten addieren sich schnell auf 500 kcal.

graubrot

100 g = 210 kcal, 250 kcal = 119 g, Ballaststoffe = 4,7 g

  • Roggenvollkornbrot

Ganz klar der Favorit in Sachen Ballaststoffe. Aber auch beim Kaloriengehalt liegt das Roggen-Vollkornbrot sehr gut. Bei den drei Scheiben kann man ganz sicher davon ausgehen, dass sie eine Weile sättigen. Unser Sieger im Brot-Vergleich.

Roggenbrot

100 g = 188 kcal, 250 kcal = 133 g, Ballaststoffe = 8,7 g

Auf einen Nenner gebracht:
pro 100 Gramm haben fast alle Brotsorten ungefähr den gleichen Brennwert. Bei der Entscheidung, zu welcher Brotsorte man greift, hilft das also nicht unbedingt weiter. Insofern empfehlen wir, sich am Ballaststoffgehalt zu orientieren. Denn Vollkornbrot sättigt länger als labbriges Weißbrot-Toast und liefert auch mehr Vitamine und Mineralien.

Verfasst von Peggy am 21. August 2008 um 14:44 |

4 Kommentare

Svea am 22. August 2008 um 11:50

Wenn man hier so die Brote vor sich “liegen” sieht, könnte man direkt noch mal frühstücken. Mich würde interessieren, wie viel Ballaststoffe in einer Scheibe Dinkelbrot stecken. Habt Ihr dazu Angaben? Das ist nämlich derzeit bei mir der Renne zu Möhren-Ingwer-Suppe.

Peggy am 22. August 2008 um 12:01

Dinkelbrot hat pro 100 g ca. 7 g Ballaststoffe (etwas weniger als Roggen). Das sind in einer Scheibe (je nach Größe / Dicke ca. 40 g) dann ca. 2,8 g.

Mehr zum Ballaststoffgehalt der verschiedenen Getreidesorten kannst Du hier lesen: http://www.amapur.de/blog/dies-das/das-roggt/

Tom (Purzelpfund.de) am 22. August 2008 um 12:16

Das mit den nahezu identischen Brennwerten hätte ich jetzt nicht gedacht. Die Bilder von den BRoten fand ich jedenfalls sehr appetitanregend. Das einzige, was mir damals bei meinen neun Monaten Irland wirklich gefehlt hat, war diese Brotauswahl - obwohl ich auch die englischen / irischen Brotvarianten mag. Meine Eltern haben mir dann immer Vollkornbrot in der Dose geschickt.

antoine am 23. August 2008 um 17:17

Es gibt keine richtige oder falsche Brotsorte. Es gibt lediglich die gegenwärtig passende Brotsorte.
Auf einer langen Wanderung braucht es ein anderes Brot als beim Frühstück bevor man für einen ganzen Tag ins Büro muss.
Weisses Brot wird vom Körper schneller als Dunkels verarbeitet und aufgeschlossen. Bei starker körperlicher Anstrengung ist eher weisse Brot und vor einem langen Office-Tag eher dunkles Brot angesagt.
Ob Sauerteig, Ferment oder Hefe als Triebmittel verwendet wurde ist genauso wichtig wie die Getreidesorte selber. Der Mensch ist keine Maschine der Stoffe die Kalorien umsetzt. Die Begleitsubstanzen (Mineralstoffe, Vitaminen) sind genauso wichtig wie die Kalorie oder das Fett selber.

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