Low-Carb oder Low-Fat?

Viel Fett, wenig Fett, mit Eiweiß, ohne Kohlenhydrate, doch lieber getrennt oder gemischt? Die Frage nach der optimalen Nährstoffzusammensetzung beschäftigt die Wissenschaft seit Jahrzehnten (wird es wohl auch weiterhin).

Neue Erkenntnisse brachten Wissenschaftler der Universität Göttingen zu Tage (Proceedings of the German Nutrition Society 2007, 10: 23). Sie nahmen sich übergewichtigen Frauen und drei Diätvarianten vor und schauten neben dem Abnehmerfolg eines Jahres vor allem auf die langfristigen Erfolge:

  • Low-Carb-Diät (wenig Kohlenhydrate)
  • Low-Fat-Variante
  • Low-Fat mit reduzierter glykämischer Last (reduzierter Fettanteil und weniger Kohlenhydraten)

Kurzfristig nahmen die low-carb Diäter am meisten ab, aber sie nahmen auch am stärksten wieder zu. Langfristig am Besten war die kombinierte Variante aus low-fat und Kohlenhydraten mit niedriger glykämischer Last. Der reine Fettverzicht schnitt am Schlechtesten bei der Gewichtsreduktion ab.

Wer nach Lammbraten, Osterhasen, Krokant-Schokoeiern und vor drohendem Frühling ein paar Kilo abspecken will, ist mit einer gesunden Mischkost-Diät gut beraten. Heißt:

  • Viel frisches Obst und Gemüse
  • Vorzug bekommen Früchten mit einem niedrigen glykämischen Index , wie Äpfel, Aprikosen, Ananas, Birnen, Beeren (keine Blaubeeren), Mango, Pfirsich, frische Feigen, Kirschen, Erdbeeren, Melonen (Honigmelone, Cantaloupe), Kiwis, Mangos, Pflaumen, Zitrusfrüchte
  • Zum Kochen und Braten Olivenöl oder Rapsöl, die sind reich an gesunden einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren
  • Mehrmals in der Woche Fisch essen, vor allem die fetthaltigen Sorten wie Lachs, Thunfisch, Makrele oder Sardine (enthalten wertvolle Omega-3-Fettsäuren)
  • Täglich 2-3 Liter Wasser trinken
  • Langsam essen, der Körper reagiert erst nach ca. 20 min. mit Sättigungsgefühl
  • Satt essen, jedoch ohne Völlegefühl (man sollte nach dem Essen weder hungrig noch zu voll zu sein)
  • Möglichst die Finger weg von: Alkohol, zuckerhaltigen Getränken, industriell behandelten Lebensmitteln, Weißmehlprodukten, Junkfood in allen Formen (auch das belegte Baguette vom Bäcker an der Ecke), Schokolade, Kekse

Via medical tribune


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