Aterien-Gefahr durch Atkins-Diät
Wieder mal setzten sich Forscher mit der Frage auseinander: Ist eine Low-Fat Diät (fettarm) oder eine Low-Carb Diät (kohlehydratarm) die bessere Alternative? Genauer gesagt: wie beeinflussen beide Ernährungsformen das Risiko, an Arteriosklerose (Auslöser für Herzinfarkt und Schlaganfall) zu erkranken?
20 Übergewichtige wurden nach dem Zufallsprinzip in 2 Gruppen geteilt:
- Gruppe A: Low-Fat Diät der American Heart Association (30% der Kalorien von Fett)
- Gruppe B: Low-Carb Diät á la Atkins (20 g Kohlenhydrate)
Beide Gruppen wurden 6 Wochen auf die jeweilige Diät gesetzt. Neben Veränderungen bei Gewicht, Cholesterin- und Blutdruckwerten galt das Interesse der Forscher vor allem der Elastizität der Arm-Arterie. Letztere wurde mittels Ultraschall gemessen.
Das Studienergebnis nach 6 Wochen
- Ungefähr gleicher Gewichtsverlust von 4 Kilo
- Ungefähr gleiche Senkung der Blutdruckwerte
- Arterienelastizität: Verbesserung mit Low-Fat-Diät, Verschlechterung mit Low-Carb-Diät
Fazit: Die Studie zeigt keinen signifikanten Unterschied beim Gewichtsverlust, jedoch eine negative Verengung der Arterien durch die fettreiche, kohlenhydratarme Diät. Low-Carb wie z.B. die Atkins-Diät erhöht den Ergebnissen zur Folge das Risiko, an Arteriosklerose zu erkranken. Schuld daran ist offenbar der hohe Fettanteil sowie der geringe Folsäure-Gehalt der Nahrung.
Klar wird, wem die Gesundheit seines Herz-Kreislauf-Systems am Herzen liegt, sollte sicherheitshalber lieber auf Low-Fett anstatt auf Low-Carb setzen.
via welt.de, Illustration: Nanda Naumann