Appetit ist Kopfsache

Hunger und Appetit sind zwei unterschiedliche Empfindungen die sich auch in unterschiedlichen Teilen des Gehirns abspielen.

Britische Wissenschaftler vom University College London fanden heraus, dass zwei Regionen für die Menge der Nahrungsaufnahme zuständig sind. Mit einer Magnetresonanztomogtaphie untersuchten sie 8 Testpersonen darauf, welche Regionen im Gehirn bei Sättigung und bei Hunger aktiv sind. Parallel dazu beobachteten sie, wie viel Nahrung die Testpersonen zu sich nahmen. Einmal verabreichten Sie ein Hormon, welches Sättigung simuliert, ein anders mal nicht. Wenn das Hormon verabreicht wurde, aßen die Testpersonen 25 Prozent weniger.

Grund dafür: Wenn ein Sättigungshormon freigesetzt wird, ändern sich die neuronalen Aktivitäten und das Großhirn wird aktiv. Bei Testpersonen, denen das Hormon nicht verabreicht wurde, zeigte der Hypothalamus stärkere Aktivität. Das heißt, ohne das Sättigungsgefühl arbeitet unser Gehirn im Überlebens-Modus (Hypothalamus) und nimmt mehr Nahrung zu sich als im Appetit-Modus (Großhirn). Das Sättigungshormon reguliert die Nahrungsaufnahme.

Die Forscher wollen nun testen, ob das Hormon bei Übergewichtigen schwächer dosiert ist. Das Fehlen eines solchen Hormons kann eventuell eine Ursache für Übergewicht sein.

via Medical Tribune


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