Aufbrauchen statt wegwerfen

Da hat man sich einen schönen Vorrat an Obst & Gemüse gekauft und kann doch nicht alles aufessen. Der verschrumpelte Apfel landet im Müll. Passiert. Erstaunlich ist, wie häufig und welche Massen an so weggeworfenen Lebensmitteln zusammen kommen. Die UK Regierung hat nachgezählt und kommt auf erschreckende Zahlen. Das landet in Großbritannien jeden Tag im Müll:

  • 4,4 Mio. Äpfel
  • 5,1 Mio. Kartoffeln
  • 2,8 Mio. Tomaten
  • 1,6 Mio. Bananen
  • 1,2 Mio. Orangen

Das wird in Deutschland sicher nicht viel anders sein. Unnötig ausgegebenes Geld, unnötige Umwelt- und Ressourcenbelastung. diet-blog hilft mit einfachen Tipps – für einen bewussten mit Obst & Gemüse:

  • Obst & Gemüse nur in kleinen Menge kaufen

Besser nur 1-2 Äpfel, als den riesigen 1 Kilo Sparbeutel. Wer die Äpfel am Ende wegwirft spart gar nichts. Zudem gilt: je frischer desto besser – mehr Vitamine und Mineralien. Lieber alle 1 bis 2 Tage frisches Obst kaufen.

  • Obst & Gemüse im Kühlschrank aufbewahren

Sicher sieht eine opulente Obstschale auf dem Tisch sehr schick aus. Aber so verdirbt das Obst schneller. Lieber kühl und dunkel im Gemüsefach des Kühlschranks lagern.

  • Bananen extra lagern

Bananen geben Ethylen-Gas ab, was die Bananenschale braun werden lässt und auch bei anderen Früchten den Reifeprozess beschleunigt.

  • Regional kaufen

Obst und Gemüse aus der Region wird eher in den wirklich benötigten Mengen gekauft und schmeckt meist besser und ist frischer, da es keine langen Transport- oder Lagerzeiten hinter sich hat.

  • Auch schrumpeliges Gemüse aufbrauchen

Die Tomaten sind nicht mehr frisch genug für den Salat? Dann einfach zum Kochen verwenden. In eine Tomatensauce zur Pasta schneiden oder zu einer Gemüsepfanne oder -auflauf verarbeiten. Auch schrumpelige Kartoffeln eignen sich z.B. noch für Kartoffelsalat, Auflauf, Kartoffelpüree. Die nicht mehr knackige Karotte? Kochen, pürieren und eine Möhren-Suppe zaubern – geht auch mit fast allen anderem Gemüse.

  • Planen

Entweder eine Einkaufsliste schreiben oder genau überlegen, was auch wirklich gegessen wird. Wenn ich die nächsten 2 Abende nicht zu Hause esse, macht es keinen Sinn einen frischen Salat zu kaufen.

Noch jemand weitere Tipps oder Erfahrungen?

Bild hofschlaeger / pixelio


4 Kommentare

  1. Ein Viertel des Restmülls in Wien besteht aus unverbrauchten Lebensmitteln, der Großteil davon wäre noch für den Verzehr geeignet.

    Quelle: http://www.wefeedtheworld.at/facts2.htm

  2. Den Film “Feed the world” habe ich auch gesehen… fantastisch. Dank Horst für den Link!

  3. Dann lieber zweimal in der Woche einkaufen gehen und nichts Wegschmeißen müssen. Das ist immer noch die bessere Alternative als das ganze Geld im Biomüll wandern zulassen. Und nur weil das Obst oder Gemüse etwas schrumpelig ist, ist es trotzdem noch genießbar.

  4. Ich kann es auch nur empfehlen, lieber öfters mal frisches Obst zu kaufen, sei es beim Türken um die Ecke oder auf dem Markt. Das ist gute Qualität und man kann genau die Menge bestimmen. Denn Spartpakete aus dem Supermarkt sind alles andere als sparsam, wenn man es danach wegwirft. :-(

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