Bleich durchs Essen

Typisch für Skandinavier und Norddeutsche: Die sehr helle Hautfarbe. Komisch ist, dass Eskimos und Samen in Lappland deutlich dunkler sind, obwohl sie auf demselben bzw. höheren Breitengrad leben. Warum?

Historiker Frank Sweet beschreibt, dass der wärmende Einfluss des Golfstroms den Nordeuropäern die Umstellung ihrer Ernährung von Fleisch (Vitamin D-reich) auf Getreide (Vitamin D-arm) ermöglichte. Die folgende – ernährungsbedingte – Evolution lies die Haut der Nordeuropäer heller werden, damit diese sich mehr Vitamin D aus dem Sonnenlicht holen konnte. Lappen und Eskimos behielten ihre fleischreiche Küche und – so die Theorie – auch ihre dunkle Hautfarbe.

Dr. Loren Cordain (Befürworter der Steinzeiternährung) sah sich dies näher an. Er fand heraus, dass Weizen ein Protein – wheat germ agglutinin (WGA) – enthält, das die Vitamin D-Synthese in der Haut reduziert.

Kurz: essen wir zu viel Weizen, reduzieren wir die Vitamin D-Speicher und müssen diese mit Sonnenlicht wieder auffüllen. Was ja, auch nur begrenzt gesund ist, da zu viel Sonne Hautkrebs fördert. Führt viel Weizen und viel Schatten dann aber zum Vitamin D-mangelbedingten Exitus?

Damit es gar nicht erst so weit kommt: abwechslungsreich essen, öfter mal – wie bei den Eskimos – fettreichen Fisch (Lachs, Thunfisch, … die enthalten zudem gute Omega-3-Fette) und Sonne in Maßen.

Bild: ©1235194/iStock


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