» 90-60-90 » Der amapur Blog - Gesund abnehmen und Kalorien beachten -

Wieder mal: Männer und Abnehmen

Dieses Jahr scheinen die Männer mal beim Abnehmen im Fokus zu stehen. Nach Studien von Nestlé und Mens Health, die zeigten, dass es immer mehr junge Männer gibt die sich zu dick fühlen, ergibt nun eine Studie des New Yorker Brookhaven National Laboratory, dass Männer den Verlockungen und Hungergefühlen während einer Diät besser widerstehen können.

Frauen fällt es, so ergab die Messung der Hirnströme der 23 Probanden, schwerer den Hunger gedanklich zu unterdrücken. Dies soll ein Grund dafür sein, dass Männer während einer Diät schneller abnehmen als die Damen. Alle Frauen, die schon einmal gemeinsam mit ihrem Partner Diät gemacht haben, kennen diese sehr frustrierende Erfahrung.

Verfasst von Peggy am 21. Januar 2009 um 16:26 | Kommentare (0)

Frühes Schlafengehen zum abnehmen

Wer früher schlafen geht und somit länger schläft, ist am nächsten Tag nicht nur fitter und kann sich besser konzentrieren. Das frühe Zubettgehen und der ausgiebige Schlaf können auch den Heißhunger stoppen.

Plamen Penevund seine Kollegen der University of Chicago untersuchten in einer kleinen Studie 11 Probanten in einem Schlaflabor. Im ersten Teil der Studie durften die Teilnehmer nur 5,5 Stunden pro Nacht schlafen. Und das ganze zwei Wochen lang.

Im zweiten Teil der Studie, drei Monate später, sollten dieselben Kandidaten 8,5 Stunden schlafen, ebenfalls für zwei Wochen. Während beider Studienphasen hatten die Probanten freien Zugang zu Essen und Snacks.

Die Studienteilnehmer aßen im Durchschnitt 200 Kalorien pro Tag mehr, während der 5,5-stündigen Schlafphasen. Vorwiegend aßen die Teilnehmer Kohlenhydrate, also Süßigkeiten oder stärkehaltige Lebensmittel. Währen der 8,5-stündigen Schlafphasen sparten sich die Probanten den Abend-Snack.

Weniger Schlaf bedeutet also auch: mehr Zeit zum Naschen und für Heißhunger. Hinzu kommt die Müdigkeit und Trägheit nach drei oder mehr Nächten leichtem Schlafentzug. Und das ließ die Probanten wohlmöglich häufiger zu Süßigkeiten und Snacks greifen, als Putsch oder Nervennahrung.

Wer abnehmen will sollte also früh zu Bett gehen, noch bevor abendlicher Heißhunger aufkommt. Ausgeruht und fit lässt sich auch eine Diät viel besser durchhalten. Hier ein Tipp zum besseren Einschlafen.

via worldhealth.net, Bild: © pixelio.de/Hartmut910

Verfasst von Claudia am 16. Januar 2009 um 14:08 | Kommentare (1)

Junge Männer fühlen sich zu dick

Die armen Männer. Wurde jüngst in einer großen Ernährungsstudie von Nestlé (aktuelle Ausgabe Focus) nachgewiesen, dass sich Männer ohne die Hilfe von Frauen sehr ungesund ernähren und prinzipiell dicker sind. Bei den 35-jährigen Männern sind die Normalgewichtigen sogar bereits in der Unterzahl. Bei diesen Männern im besten Alter sind also mehr als 50 Prozent übergewichtig.

Bestätigt wird das auch mit einer Umfrage der Zeitschrift Men’s Health. Die Umfrage kam zu dem Ergebnis: Nicht nur Frauen, sondern auch Männer fühlen sich oft zu dick. Ganze 91 Prozent der Befragten finden sich zu fett. Doch wollen die Herren der Schöpfung abnehmen und was für ihre Gesundheit tun?

Men’s Health-Leser bestimmt, aber der Trend der Nestlé-Studie zeigt das Paradoxe: Während die Männer immer dicker werden, gerade die zwischen 25 und 35 Jahren, wollen sie immer seltener abnehmen. Dick und hoffnungslos-willenlos? Die Nestlé-Studie zeigt, dass vor allem die Frauen ihre Männer zum gesunden Essen motivieren. Bei den Single-Männern dagegen, stehen oft kalorienreiches Fast Food und Fertiggerichte auf dem Tisch.

Bei der Men’s Health Umfrage unter 2.088 Männer ergab sich etwas mehr Wille zum Abnehmen: 76 Prozent wollen zwischen 5 und 10 Kilogramm abnehmen. Der Rest sogar 25 bis 50 Kilogramm. Die Ziele beim Abnehmen sind den Zielen der Frauen ähnlich: besser aussehen, sich gesünder fühlen, nicht mehr gemobbt werden und mehr Erfolg bei der Partner- und Jobsuche.

Ein amapur-Apell an alle bequemen, allein stehenden Mittdreißiger, die nur den Discounter um die Ecke kennen und für die Kochen “aufmachen, Herd an, Besteck in die Hand” bedeutet: Strengt euch etwas an, damit ihr bald eure eigene gesundheitsbewusste Ernährungsberatung zu Hause habt: eine Frau.

Mehr Infos: Nestlé Ernährungsstudio, Bild: © istockphoto.com/Ljupco

Verfasst von Claudia am 14. Januar 2009 um 15:35 | Kommentare (2)

Was ist der Glykämische Index?

Ob als Methode zum Abnehmen (Glyx-Diät) oder im Rahmen einer gesunden Ernährung, er taucht immer wieder auf: der Glykämische Index, kurz Glyx. Zeit aufzuklären, wofür er steht:

Der Glyx zeigt an, wie stark der Blutzuckerspiegel nach dem Essen eines Lebensmittels ansteigt. Daraus lässt sich die Höhe des entstehenden Insulinspiegels ableiten. Je höher der Glyx, desto stärker schwankt der Blutzucker.

Zuckerreiche Lebensmittel haben einen hohen Glyx, ebenso wie stark verarbeitete Produkte aus Weißmehl oder Stärke. Je mehr Ballaststoffe ein Lebensmittel enthält, desto niedriger ist der Glyx und desto besser sättigt es.

blutzucker-verlauf

Grafikquelle: stundendiaet.de

Nun gibt es jede Menge Tabellen und Webseiten, die Lebensmittel nach dem Glyx kategorisieren. Bevor Ihr diese Tabellen jetzt jedoch auswendig lernt: stopp.

Der Glykämische Index ist zwar grundsätzlich ein guter Indikator, wenn es um den gesundheitlichen Nutzen eines Lebensmittels geht. Jedoch werden bei der Bestimmung des Glyx viele Faktoren nicht berücksichtigt, die den glykämischen Wert eines Lebensmittels ebenfalls beeinflussen, zum Beispiel die Art der Zubereitung und die Kombination einzelner Lebensmittel.

tomaten-shrimpsAus diesemGrund wird häufig auf die Glykämische Last zurück gegriffen, deren Anwendung aber auch nicht wirklich praxistauglich ist.

Für den täglichen Ernährungsgebrauch, egal ob zum Abnehmen oder einfach nur zum gesunden Essen, reicht es vollkommen aus zu wissen, dass Vollkornprodukte, Obst & Gemüse sowie die Kombination von Kohlenhydraten mit Eiweißen zu einer Mahlzeit (wie Gemüse, Hühnchen mit Vollkornreis) eine sehr gute Daumenregel sind, um den Blutzuckerspiegel im gesunden Bereich zu halten.

Übrigens: die amapur-Diätprodukte haben alle, unter anderem durch das enthaltene Guar, einen sehr niedrigen Glyx.

Verfasst von Peggy am 6. Januar 2009 um 11:26 | Kommentare (1)

Gehirn kontrolliert Übergewicht

Wissenschaftler entdeckten jetzt sieben neue Genvarianten, die nahe legen, dass Übergewicht stark vom Kopf aus gesteuert wird. Schuld am Übergewicht tragen demnach nicht nur allein Störungen im Stoffwechsel. Das Gehirn spielt vor allem eine sehr große Rolle bei der Kontrolle des Appetits.

Dass Gene eine wichtige Rolle dabei spielen, dass der eine dicker ist als der andere, wird den Wissenschaftlern immer klarer. Aber natürlich tragen nicht nur die Gene und nicht nur allein das Gehirn die Schuld an der zunehmend dicker werdenden Weltbevölkerung. Wie auch Professor Weissberg von der Britischen Herzstiftung feststellt:

“However, this cannot be the explanation for the current epidemic of obesity since these genes have been present for centuries and the obesity epidemic is a relatively new phenomenon.”

Da keiner nachträglich etwas an seinen Genen oder seinem Gehirn ändern kann, bleibt leider nur ein Rückschluss: alle, die eine genetische Veranlagung zum dick werden haben, müssen leider mehr auf eine kalorienbewusste Ernährung und ausreichend Bewegung achten, als die, denen diese Gen-Kombinationen fehlen. Die Natur ist eben leider nicht immer gerecht.
Für die Behandlung von Übergewicht und damit Diäten heißt dies, dass die Kontrolle und Regulierung des Appetits, neben der reinen Kalorienreduktion, eine stärkere Beachtung finden muss.

via bbc

Verfasst von Peggy am 16. Dezember 2008 um 19:02 | Kommentare (1)

Stars & Diäten: Jojo Oprah

Sie haben einen Personal Trainer, eigene Köche - ihr Job ist es schlank und gut auszusehen: die Stars. Aber auch ihnen fällt es nicht immer leicht, rank und schlank zu werden und vor allen zu bleiben. Das macht sie natürlich gleich wieder menschlicher.

Ein lebendes Beispiel für den Jojo-Effekt ist die US-Entertainerin Oprah Winfrey. Erfolgreich, reich, berühmt, smart. Nach ihrem letzten Diätversuch, 2006 verschlankte eine Diät sie auf 80 kg, soll sie nun wieder bei ca. 100 Kilo sein.

“I’m mad at myself… I’m embarrassed,” schreibt sie. “I can’t believe that after all these years, all the things I know how to do, I’m still talking about my weight. I look at my thinner self and think, ‘How did I let this happen again?’”

Unter anderem unterstützte sie der amerikanische Personal Trainer und Diätbuchautor Bob Greene beim Abnehmen. Neben Sport standen komplexe Kohlenhydrate, moderate Mengen gesunder Fette und mageres Eiweiß auf dem Speiseplan.

Warum aber hat sie wieder zugenommen? Oprah kann schließlich auf alle möglichen Diätgurus und -mittelchen zugreifen. Für etwas Publicity in ihrer Show würde sie jeder voll und kostenlos unterstützen. Interessant und sehr weise ist der Rückschluss den sie selber zieht:

“My greatest failure was in believing that the weight issue was just about the weight,” sagte Oprah Winfrey dem People Magazine bereits 1991. “It’s about not handling stress properly.”

Stress, emotionale oder andere ungelöste Probleme sind häufig einer der Auslöser für Essstörungen. Und vor denen können leider auch Ruhm und ein Milliardenvermögen nicht schützen.

via dietsinreview

Verfasst von Peggy am 12. Dezember 2008 um 12:28 | Kommentare (2)

Mediterrane Diät mit Nüssen

Heute schon mal ein Tipp für die Zeit nach den weihnachtlichen Schlemmereien: nach einer gerade veröffentlichten Studie der Universidad Rovira i Virgili  in Reus/Katalonien ist eine Ernährung (und auch eine Diät) aus einer Kombination von Mediterraner oder Kreta Diät und Nüssen besonders wirkungsvoll. Nicht unbedingt hinsichtlich des Gewichtsverlusts (die Studienteilnehmer bekamen keine Vorgaben hinsichtlich der Kalorienmengen), sondern besonders in Bezug auf die Verbesserung der Metabolischen Risikofaktoren der Studienteilnehmen, wie Blutdruck, Bluttfett, Blutzucker und Fettverteilung.

Bei der Mittelmeer oder auch kurz Med-Diät gibt es reichlich Obst und Gemüse, mehr Fisch statt Fleisch und es werden pflanzliche Öle mit einem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren verwendet, wie zum Beispiel Olivenöl.

WalnuesseWarum hat nun aber gerade die Zugabe der recht fettigen Nüsse einen gesünderen Effekt als die Zugabe von Olivenöl? Nüsse sind reich an ungesättigten Fettsäuren, Antioxidanzien und Phytosterolen. All diese Vorzüge hat aber auch das Olivenöl.

Im Gegensatz zum Olivenöl enthalten die Nüsse aber auch noch Ballaststoffe, Arginin (eine Aminosäure mitBlutdrucksenkenden Eigenschaften) und Mineralien wie Kalium, Kalzium und Magnesium. Walnüsse enthalten zudem einen hohen Anteil an Alpha-Linolensäure, der pflanzlichen Variante zur Omega-3-Fettsäure.

Aber Vorsicht mit der Nussmenge. Da Nüsse viel, wenn auch gesundes, Fett enthalten, machen große Nuss-Mengen dick. In der Studie erhielt die “Nussgruppe” 30 Gramm Nussmischung täglich. Das entspricht ungefähr einer Handvoll Walnüsse, hat knapp 200 kcal und 19 g Fett.

Verfasst von Peggy am 10. Dezember 2008 um 11:33 | Kommentare (0)

Kalorien versus Insulin

Alle die abnehmen möchten, beschäftigen sich mit Kalorien zählen, abwiegen und Kalorien kontrollieren (oder sie machen es sich mit einer Formula-Diät wie der amapur Diät ganz einfach).

Ist es aber sinnvoll, Kalorien zu zählen? Gibt es nicht andere Faktoren, wie z. B. den Blutzuckerspiegel, die das Gewicht und unsere schlanke Linie weit mehr beeinflussen? Was ist also der wirkliche Feind beim Abnehmen: Kalorien oder Insulin?

Das Insulin

InsulinkristalleUnser Blut enthält Traubenzucker, genau wie ein Auto-Tank Benzin und ein Stromkabel Strom enthält. Die Traubenzuckerdosierung im Blut wird hauptsächlich über zwei Hormone gesteuert: Insulin und Glucagon. Insulin senkt den Traubenzuckergehalt im Blut, auch Blutzucker genannt, und Glucagon steigert (wie auch die Hormone Adrenalin und Kortisol) die Traubenzuckerkonzentration im Blut. Wenn die Hormone harmonisch zusammenarbeiten wird der Körper optimal über den Blutkreislauf mit Energie versorgt. Nix schwappt über und es herrscht auch keine Dürre.

Die Dosierung der Hormone Insulin und Glucagon wird durch unsere Nahrungsaufnahme bestimmt. Die Zellen der Bauchspeicheldrüse messen den Insulingehalt im Blut und schütten, wenn zu viel Zucker im Blut ist, Insulin zur Senkung des Blutzuckerspiegels aus. Der Blutzuckerspiegel steigt immer dann, wenn wir gegessen und verdaut haben und die Energie der Nahrung ins Blut abgegeben wurde.

ZuckerwuerfelWenn viel Zucker im Blut rumschwirrt, schüttet der Körper also Insulin aus. Das ist an sich  gu. Doch wird während der Insulinausschüttung kein Fett verbrannt, weil der Körper eben mit dem Blutzuckerspiegel beschäftigt ist.

Ergo: Herrscht im Körper oft ein hoher Blutzuckerspiegel und wird häufig oder lang Insulin ausgeschüttet, denn wird mehr Fett eingelagert bzw. weniger Fett verbrannt.

Deshalb gilt: Lebensmittel bevorzugen, die den Blutzuckerspiegel nicht so stark ansteigen lassen. Das sind vor allem Lebensmittel aus Vollkorngetreide, mit hohem Eiweißanteil und fast jedes Gemüse. Die Kalorien spielen für den Anstieg des Blutzuckerspiegels eher eine untergeordnete Rolle. Käsetortellini haben z. B.  allerhand Kalorien, lassen den Blutzuckerspiegel aber nicht so stark ansteigen und verhindern damit eine lange Insulinausschüttung.

Donuts-Kette

Kalorien

Hier ist der wesentliche Faktor: Energie. Wie viel Energie aus einem Lebensmittel gewonnen werden kann, entscheidet der Anteil dieser Nährstoffe: Alkohol, Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß. Aus 1 Gramm Fett kann der menschliche Körper z. B. 9 Kalorien gewinnen, aus 1 Gramm Alkohol ganze 7 Kalorien und aus 1 Gramm Eiweiß oder Kohlenhydrate 4 Kalorien.

Der Körper braucht indes nur eine bestimmte Menge an Energie. Wenn man zu wenig Energie aufnimmt, muss der Körper auf Fettreserven zurückgreifen und man kann abnehmen. Wenn man anders herum zu viel Energie zu sich nimmt, lagert der Körper alles schön in den Fettzellen ein.

DGE ErnaehrungskreisWie viel Kalorien ein menschlicher Körper am Tag braucht hängt davon ab, ob er weiblich oder männlich, schwer oder leicht, sportlich oder unsportlich, vom Beruf Bauarbeiter oder Büroangestellter ist.

Diese Faktoren sagen schon voraus, dass jeder Stoffwechsel höchst verschieden ist und die Kalorien eines Käsebrötchens für den einen bereits viel, für den anderen nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein können.

Deshalb gilt: Den Tagesbedarf genau berechnen, zum Beispiel mit dem amapur-Kalorienrechner. Wer abnehmen will sollte weniger essen als er verbraucht und gerade mit fettigen Speisen oder Alkohol sparsam sein. Wichtig auch: Anstatt zu wenig zu essen, sollte man den Energieverbrauch erhöhen indem man sich mehr bewegt und beim Sport Kalorien verbrennt.

Fazit: Die Ausschüttung von Insulin und damit auch die Fettverbrennung sind nur eine Seite einer kalorienbewussten  Ernährung. Wer auf seinen Blutzuckerspiegel achtet, kann seinem Körper beim Abnehmen behilflich sein. Doch der Körper kann nur genügend Fett verbrennen, wenn der Kalorienverbrauch höher ist als die Kalorienaufnahme. Eine kalorienarme Ernährung begünstigt meist auch den Blutzuckerspiegel und Sport sowieso.

Es steht also knapp 1 zu 0 für die Kalorien als wesentlichen Faktor beim Abnehmen. Wobei es bei der Kalorienmenge nicht nur auf das Einsparen in der Nahrung, sondern auch auf das Verbrennen durch Sport und Bewegung ankommt.

Bild Insulinkristalle: wikipedia, Bild Donuts: © istockphoto/YinYang,
Bild Ernährungskreis: © DGE

Verfasst von Claudia am 8. Dezember 2008 um 13:14 | Kommentare (0)

Die Geschichte der Diät

Ganz und gar kein Neuzeit-Phänomen ist die Diät. Auch in früheren Epochen wollten die Leute schon abnehmen und sich mit Schonkost und Mittelchen zu einer schlanken Figur verhelfen.

Diaet mit Apfel und MassbandDas Wort Diät beschreibt nicht unbedingt eine Schlankheitskur. Der Begriff Diät stammt vom griechischen „diaita“, was so viel heißt wie „Lebensweise“. Im englischen benutzt man das Wort „diet“ dem entsprechend und verbindet es nicht, wie wir hierzulande, immer mit dem Abnehmen.

Die Wissenschaft zu diesem Bereich der Medizin nennt sich „Diätik“ und forscht schon seit langem nach der richtigen und gesunden Weise abzunehmen und gesund zu leben. Zurück geht das Ganze auf den berühmten griechischen Arzt Hippokrates von Kos. Selbiger gilt überhaupt als Begründer der Wissenschaft und Medizin (Siehe: hippokratischer Eid).

HippokratesSchon im Altertum waren Ernährung und Gesundheit wichtige Themen. Die hoch entwickelte Kultur der Antike legte Wert auf einen athletischen, schlanken Körper. Das äußerte sich auch in der Verehrung von Sportlern während der ersten Wettkämpfe am Fuße des Olymps.

Hippokrates gehörte damals im Altertum der „koischen“ Ärzteschule an. Die  vertrat damals den Glauben, dass alle Krankheiten und Beschwerden ein Ungleichgewicht der Körpersäfte als Ursache haben und man dies u. a. mit Änderung der Lebensweise, „diaita“ genannt, ändern konnte. Auch Operationen und Arzneimittel wurden schon zur Therapie genutzt.

Die Diät bezog sich dabei nicht nur auf eine Ernährungsumstellung, in Form von weniger essen und abnehmen. Es wurden schon damals psychische Aspekte wie Stress und Trauer einbezogen und die Ernährungsumstellung bezog sich keineswegs nur auf den Gewichtsverlust. Vielmehr ging es darum Unverträglichkeiten auf Lebensmittel ausfindig zu machen. In der traditionellen chinesischen Medizin, die auch schon 2000 Jahre zurück reicht, hat die Ernährung einen wichtigen Einfluss auf unsere Körperkräfte (das Qui).

Die Empfehlungen waren im Altertum natürlich nicht unfehlbar. Viele Denkweisen zum Abnehmen und zu gesunder Ernährung können wir heute nicht mehr nachvollziehen. Doch der Zusammenhang von Übergewicht als Krankheitsauslöser wurde den Menschen auch damals schon bewusst.

Wein statt EssenIm Laufe der Geschichte entwickelte sich die Diät zum Synonym für Ernährung die zum Abnehmen dient. Der Aspekt Gesundheit kam meist zu kurz: Fastenkuren, Entwässerungen, Bandwurm, Verzicht auf wichtige Lebensmittelgruppen oder andere Abnehm-Methoden waren radikal aber zu ihrer Zeit schwer in Mode.

William der Eroberer von England, passte mit seiner Diät bald wieder in den Reiter-Sattel. Statt zu essen soll er nur noch Wein getrunken haben. Das half ihm wieder zu seiner Bestform auf dem Roß. Ein Novum für seine Zeit (1027-1087), denn damals galt dick als chic. Aber William wollte England nicht schwerfällig, schnaufend in Besitz nehmen. Er erkannte, dass sein Übergewicht ihn beeinträchtigte. Über die Methode mit dem Wein lässt sich allerdings streiten…

Heute geht es da zum Glück (meist) moderater zu und die ganzheitliche Gesundheit steht beim Abnehmen, und damit auch während einer Diät, im Vordergrund.

Bild Apfel-Hanteln: © istockphoto.com/Liliboas, Bild Hippokrates: wikipedia, Bild Wein: © istockphoto.com/didyk

Verfasst von Claudia am 13. November 2008 um 15:36 | Kommentare (1)

Abnehmen: Rotwein oder Wunderpillen?

Essen ohne auf die Kalorien oder das Fett zu achten. Abnehmen ohne Diät? Das alles soll bald möglich sein. Mal wieder eine Wunderpille schaffte das Unmögliche…allerdings bei Mäusen.

Eine Studie der Universität Louis Pasteur in Illkirch in Frankreich testete das neue Diät-Wunder an Labormäusen. Das Abnehm-Wunderwasser nennt sich nüchtern “SRT1720″ und sorgte bei den Mäusen für eine schlanke Linie. Die kleinen Nager wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe bekam das “SRT1720″ und fettreiche Kost, die andere Gruppe nur Letzteres.

KaeseDie Mäuschen mit dem Wirkstoff nahmen nicht zu, denn das “SRT1720″ simulierte im Gehirn trotz genügend Nahrung einen Nährstoffmangel, so dass der Körper vermehrt Fett verbrannte. Die Mäuse aßen wurden aber nicht dicker. Die andere Mäusegruppe ärgerte sich dagegen mit Übergewicht rum (ein paar Gramm dürften sie wohl zugenommen haben).

Die Mäuse der ersten Gruppe nahmen nicht nur nicht zu, sie waren auch noch aktiver und rannten im Laufrad doppelt soviel wie ihre Kollegen aus Gruppe 2. Kein Wunder: Fett macht auch Mäuse träge. Gegen Diabetes waren die aktiven Mäuse ebenfalls resistent.

Eine ähnliche Wirkung wie mit “SRT1720″ erreicht man übrigens mit Rotwein, denn der enthält den Stoff Reservatol. Der Mensch müsste aber ein paar Liter trinken, um seinen Fettstoffwechsel anzukurbeln. Das dürfte dann andere, unangenehme Nebenwirkungen haben, ähnlich der Bier-Diät.

via mens-health.de

Verfasst von Claudia am 6. November 2008 um 14:28 | Kommentare (1)
Nächste Seite »