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Fremde Gemüse: Mangold

MangoldNein, kein neues Trendgemüse, sondern ein sehr Altes, das ich aber gern in Erinnerung bringen möchte.

Mangold wurde früher fast in jedem Garten angebaut. Irgendwann überholte der Spinat das Mangold auf der Beliebheitsskala - vielleicht wegen seines irrtümlich hohen Eisengehalts. Mangold ist - genau wie Spinat - gesund und ein guter Vitaminlieferant.
Vitamin K, Vitamin A und Vitamin E, dazu die Mineralstoffe und Spurenelemente Natrium, Magnesium, Kalium und Eisen. Die Mangoldblätter haben einen recht hohen Oxalsäuregehalt: das sollten vor allem Nierenkranke (Oxalatsteine) beachten und deshalb dürfen auch Gesunde Mangold nicht roh essen.

Mangold ist ein Blattgemüse, das botanisch zur Familie der Rüben gehört. Es werden aber nicht die Wurzeln gegessen, sondern die großen Blätter und die langen robusten Stielen. Dabei werden die Blätter ähnlich wie Spinat zubereitet, die festen Stiele ähnlich wie Spargel. Mangold-GemüseMan kann der Einfachheit halber aber auch alles gemeinsam kochen und Blätter & Stiele vorher einfach nur entsprechend klein schneiden bzw. klein hacken.

Vielfältig verwendbar
Ähnlich dem Spinat kann man aus Mangold eine ganze Menge zaubern: Als Gemüse-Beilage zu Fleisch, als Auflauf, als Zugabe zur Gemüsepfanne.

Rezept Mangoldauflauf (Quelle cma.de)
Zutaten:
1 Kg Mangold
100 g geriebener Emmentaler
1 Zwiebel
1 EL Mehl
1/4 l Milch
Pfeffer, Salz

Zubereitung:
Mangold waschen und in kochendem Salzwasser kurz blanchieren (Blätter ca. 5 Minuten, Stiele etwas länger). Abtropfen lassen und fein hacken. Gewürfelte Zwiebel in etwas Butter oder Rapsöl hellbraun werden lassen, etwas Mehl überstäuben, 5 Minuten anschwitzen lassen. Milch aufgießen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Anschließend das Gemüse in eine gefettete Auflaufform geben, den Emmentaler darüber streuen, Butterflöckchen aufsetzen und im Backofen bei 240 °C 10 Minuten überbacken.

Wer jetzt Lust auf Mangold bekommen hat, muss sich leider noch etwas gedulden: das Gemüse hat seine Hauptsaison ca. von April bis Juli.

Bilder: Mangold-Pflanze (pixelio.de/albinger1), Mangold (pixelio.de/wrw)

Verfasst von Peggy am 15. Dezember 2008 um 15:45 | Kommentare (0)

Exotische Früchte (17): Cranberries

Jetzt ist Cranberry-Zeit: Das habt Ihr noch nicht mitbekommen? Kein Problem, wir wussten vor 24 Stunden auch noch nicht recht was man mit diesem Beeren anfangen kann. Ganz zu schweigen davon, dass sie in Deutschland “Großfrüchtige Moosbeere” heißen. Wir haben sie erst einmal gekauft und probiert.

Cranberries zusammen

Ziemlich bitter die kleinen Beeren. Von der Konsistenz her wie ein Apfel: das Fruchtfleisch ist ebenso bissfest und leicht grisselig. Die kleinen Kerne im Inneren sind ganz weich und man kann sie mitessen… wäre das Ganze, wie gesagt, nicht so bitter. Gar nicht zu glauben, dass diese Beere zur Gattung der Heidelbeeren gehört.

Die Beeren haben ihren Namen vom Kranich. Das Blütenwachstum der Pflanze erinnert an einen Kranich-Schnabel. Die Cranberries sind unbedingter Bestandteil des Amerikanischen Thanksgiving-Menüs, welches diesen Donnerstag stattfindet. Dort werden sie zu Chutneys (fruchtige Sauce), Muffins oder Kompott verarbeitet und zum Truthahn gereicht. Die Kranichbeere wird hauptsächlich in Nordamerika angebaut, wo jedes Jahr die spektakulären Ernten der Cranberries stattfinden.

Cranberries offen

Die Cranberries sind wahre Arznei-Beeren. Sie enthalten haufenweise Antioxidantien, die freie Radikale bekämpfen. Sie schützen außerdem vor Mund-, Magen- und Harnwegsinfektionen, weil zahlreiche Inhaltsstoffe im Cranberriesaft die Absetzung von Bakterien, besser ausgedrückt das Anhaften von Bakterien im Körper, verhindern. Das Trinken des Saftes sorgt deshalb auch für weniger Zahnbelag. Wie praktisch!

100 Gramm Cranberrys bringen es auf schlanke 52 Kalorien und enthalten 2 mg Natrium, 56 mg Kalium, 6 mg Phosphor sowie ca. 8,5 mg Vitamin C. Dazu kommen sekundäre Pflanzenstoffe wie Farb- und Faserstoffe, die auch die Antioxidantien beherbergen.

Wir haben nach bitterer Kostprobe entschieden, die Cranberries in die interne Weiterverarbeitung zu geben. Wir sind bei chefkoch.de auf ein tolles “Cranberry-Tomaten-Marmelade” Rezept gestoßen und haben das sogleich ausprobiert.

Zutaten Tomaten-Cranberrie-Marmelade

Das ging auch recht einfach:

Tomaten_blanchieren_Freuchte_kochen

Tomaten blanchieren (kurz in heißes Wasser werfen), häuten und stückeln. Ab in einen großen Topf, Cranberries und Gewürze dazu…

Fruchtbrei_kochen_und_in_Glaeser_abfuellen

… mit reichlich Gelierzucker aufkochen und ca. 5-10 Minuten einkochen lassen. Dann den Pürierstab zücken und das ganze zu Brei verarbeiten. Die heiß köchelnde Fruchtmasse in ausgekochte Gläser (Vorsicht heiß!) füllen und fest verschließen. Fertig ist das Mitbringsel zum Nikolaus. Damit kann man Mama mal mächtig beeindrucken…

Marmelade hat zwar nicht wenig Kalorien, ist aber zum Abnehmen besser geeignet als Nutella. Sie enthält kaum Fett und hat durch die Früchte viele Ballaststoffe. Eine Diät-Marmelade kann man übrigens auch machen, indem man statt Gelierzucker zu Süßstoff und Gelatine (oder fertiges Gelier-Fix für Marmelade) greift. Dann ist es auch für Diabetiker und ganz Figurbewusste geeignet.

Verfasst von Claudia am 25. November 2008 um 14:35 | Kommentare (1)

Fremdes Gemüse: Maronen

Maronen sind Nüsse und kein Gemüse, das wissen wir auch. Trotzdem finden sie hier Platz, denn sie schmecken und stecken voller gesunder Aminosäuren, die unser Organismus braucht um körpereigene Proteine, also auch Muskeln, aufzubauen.

Maronen mit Schale 2Der Schusseligkeit der kleinen Waldbewohner verdanken wir die leckeren Esskastanien. Die Verbreitung des Edelkastanienbaums kommt nämlich durch Eichhörnchen, Siebenschläfer und Krähen zu Stande. Die verstecken die Früchte, die Maroni, als Vorrat im Erdreich und vergessen sie dann.

Ende des 19. Jahrhunderts waren deshalb nicht Kartoffeln, sondern Maronen Hauptnahrungsmittel in den Bergregionen Südeuropas. Die Bäume der Edelkastanie werden dabei über 100 Jahre alt. Maronen haben im Herbst und Winter Saison und werden auch gern auf dem Weihnachtsmarkt angeboten.

Die Früchte der Edelkastanie enthalten im Gegensatz zu ihren Verwandten Haselnuss, Walnuss & Co. kaum Fett und Eiweiß. Sie haben dafür einen hohen Stärke-Anteil und sind reich an Kalium und Magnesium. In der Marone ist ein hoher Anteil essentieller Aminosäuren aber sie enthalten kaum nennenswerte Mengen Vitamine: nur Vitamin B1 und Vitamin B2.

Maronen sind frei von Prolamin und Glutenin. Daher ist die Frucht für Menschen mit Gluten-Allergie geeignet. Sie enthalten 8-9 Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm. Der Wassergehalt liegt bei ca. 50 Prozent.

100 Gramm Maronen haben ca. 200 Kalorien. Aber die 100 Gramm sättigen auch sehr lang. Hier ein schnelles Maronen-Rezept:

Maronen ohne SchaleMaroni-Risotto

Zutaten für 2-3 Portionen:

200 g Risottoreis, 1/2 Liter Gemüsebrühe, 100 ml Weißwein, 100 g Maronen (luftdicht verpackt), 1 Knoblauchzehe, 1/2 Zwiebel, 40g Parmesan, Salz und Pfeffer, Petersilie, Olivenöl

Zubereitung:

Die Maronen und die halbe Zwiebel in feine Würfel schneiden. Den Knoblauch klein hacken. Gemüsebrühe in einem Topf zum Sieden bringen. Zwiebel und Knoblauch in einem anderen Topf in etwas Olivenöl anbraten, den Risottoreis dazugeben und mit andünsten. Nach ca. 3-5 Minuten den Risottoreis mit Wein ablöschen. Den Wein einkochen lassen. Danach wird die Gemüsebrühe Schluck für Schluck dazugeben (dabei Rühren nicht vergessen!). Dann die Maronen-Stücke hinzufügen und mit köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Wenn das Risotto schön gar ist (etwas pappig kann es sein) nimmt man es vom Herd und gibt die Petersilie und den frisch geriebenen Parmesan darüber. Fertig.

Eine Portion hat ca. 500 Kalorien.

Bild Marone mit Schale: wikipedia

Verfasst von Claudia am 19. November 2008 um 14:02 | Kommentare (0)

Fremde Gemüse: Topinambur

Sie sieht etwas seltsam aus. Knuppelig, unförmig, etwas wie Ingwer, nur größer. Kartoffelgroß in etwa. Die Topinambur Wurzelknolle wird auch als Erdbirne, Erdapfel, Indianerkartoffel, Knollensonnenblume oder Erdschocke bezeichnet. Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, brachten Seefahrer sie im 17. Jhd. nach Frankreich wo sie der Kartoffel vorgezogen wurde. Schwer anzubauen ist sie nicht, wer sie einmal im Garten hat, sagt sie wachse wie Unkraut. Das winterfeste Gemüse wird zwischen Oktober und April geerntet. Im Gegensatz zu Kartoffeln kann man Topinambur nicht lange lagern: kühl (Kühlschrank oder Keller) für ca. 2 Wochen.

Topinambur

Die inneren Werte der Topinambur können sich sehen lassen: Sie enthält viel Inulin und ist damit ideal als Kartoffelersatz für Diabetiker. Mit reichlich Eisen, Kalium, Kupfer, Magnesium und Vitamin B1 ist sie zudem ein guter Vitamin- und Mineralien-Lieferant.

Und die Knolle ist im Vergleich zu ihren Artgenossen sehr schlank, hat nur wenig Kohlenhydrate (damit auch ein Kartoffelersatz für Low-Carb-Fans), aber viele gesunde Ballaststoffe:

  • Topinambur: 100 g = 31 kcal, 4 g Kohlenhydrate, 12.5 g Ballaststoffe
  • Kartoffel: 100 g = 111 kcal, 24 g Kohlenhydrate, 3.1 g Ballaststoffe
  • Süßkartoffel: 100 g = 71 kcal, 15 g Kohlenhydrate, 2.2 g Ballaststoffe

Vom Geschmack her ist Topinambur leicht süßlich und erinnert etwas an Artischocken. Topinambur-Knollen können roh oder gegart gegessen werden. Sogar die Schale kann man mitessen.

  • Roh kann man aus Topinambur zum Beispiel mit Möhren und Sellerie einen Rohkostsalat bereiten.
  • Gekocht wird Topinambur ähnlich wie die Kartoffel: geschält oder ungeschält in Salzwasser garen.
  • Man kann aus der Wurzelknolle u.a. Püree, Suppen, Gemüse / Beilagen zaubern
  • Topinambur-Rezeptideen und noch mehr Topinambur-Chefkoch-Rezepte
  • Bekannt auch als Alkohol: Topinambur-Destillat, im Badischen Rossler genannt

Bild pixelio.de/Stihl024

Verfasst von Peggy am 7. November 2008 um 13:33 | Kommentare (3)

Exotische Früchte (16): Quitte

Zugegeben: Die Quitte ist nun wirklich keine exotische Frucht, sondern eine Einheimische. Wir möchten sie aber trotzdem in dieser Serie vorstellen, weil sie vielen kein Begriff ist. Dabei hat die Quitte so einiges zu bieten. Vor allem jede Menge Ballaststoffe, Kalium, Vitamin C und Quercetin, einen sekundären Pflanzenstoff. Letztere unterstützen die Stärkung des Immunsystems - und davon kann man in dieser Jahreszeit ja gar nicht genug bekommen.

quitten

Die Quitte wird jetzt (Sep bis Nov) geerntet und sieht aus wie eine Mischung aus Apfel und Birne. Quitten liefern etwas weniger Kalorien (39 kcal / 100 g) als Äpfel und Birnen (ca. 52 kcal / 100 g). Viele Quittensorten (weltweit gibt es ca. 200 Sorten) sind mit einem leicht abreibbarem Flaum überzogen. Die bei uns erhältlichen Apfel- und Birnenquitten unterscheiden sich in Form, Festigkeit des Fruchtfleisches und Geschmack. Wie der Name suggeriert: die Birnenquitten sind milder und weicher, die Apfelquitten aromatischer und trockener / härter.

quittengeleeIch kenne die Quitte noch aus meiner Kindheit, da unsere Nachbarn einen Quittenbaum hatten. Die guten Quitten lieferten wir zu Hause für die Marmeladenproduktion ab, die Schlechteren dienten als Munition für die Quittenschlacht.

Quitten-Gelee ist dann auch die bekannteste Zubereitungsform der Quitte - weil sie aufgrund ihres hohen Pektingehalts gut geliert. Aber sie kann noch mehr:

  • Apfel-Quitten Kompott
  • Chutneys mit Quitten
  • Gebackene Quitten (ähnlich dem Bratapfel)
  • gedünstete oder gedämpfte Quitten
  • Quitten Gemüse (mit Schwarzwurzeln in einer Rote-Beete-Sauce)
  • Quitten-Fleisch-Gerichte
  • Quitten-Kartoffel-Currygericht
  • Quitten-Ingwer-Butter
  • Quitten-Kuchen
  • Quitten-Auflauf
  • Quitten Gelees oder Marmeladen

Noch ein schönes Argument für die Quitten: sie gelten als Symbol für Liebe, Glück, Fruchtbarkeit, Klugheit, Schönheit, Beständigkeit und Unvergänglichkeit. Klingt doch gut! Einfach am Wochenende auf dem Markt schauen, ob Ihr Quitten findet und dann ausprobieren.

Bilder: pixelio.de/Johna, pixelio.de/Janina Scholz

Verfasst von Peggy am 10. Oktober 2008 um 15:18 | Kommentare (2)

Fremde Gemüse: Pastinaken

PastinakeDie Pastinake hört auch auf die Namen Balsternak, Moorwurzel oder Germanenwurzel. Sie ist ein Wurzelgemüse und gehört zur Familie der Karotten, ist genauso alt wie die Möhre, jedoch weit weniger bekannt. Vielleicht deswegen, weil sie eher blass – die Farbe von Sellerie – und nicht aufregend Orange wie die Möhre daher kommt. Ein wenig erinnert sie an eine gigantische Petersilienwurzel.

Die Wurzel wird circa 20 bis 30 cm lang. Wahrscheinlich weil ihr Anbau schwieriger als der der Möhre ist, trifft man sie seltener im Supermarkt an. Eher im Bioladen oder auf dem Bio-Markt.

Geernet wird sie meist nach dem ersten Frost, den der Frost gibt der Pastinake – ähnlich wie beim Grünkohl – ihren intensiven Geschmack. Dieser ist aromatisch und leicht süßlich. Und das bei gerade mal 23 kcal / 100 g (die Möhre hat 26 kcal / 100g).

Pastinaken-BreiDer hohe Anteil komplexer Kohlenhydrate und Ballaststoffe sättigt, ebenso wie das enthaltene Eiweiß. Pastinaken sind zudem reich an Kalzium und gut verträglich. Geschmack und Nährwert qualifizieren sie so zum idealen Gemüse für Kleinkinder. Das weiß auch Herr Hipp – darum gibt’s einen „Reine Pastinake“ Babybrei.

Sich an die Zubereitung der Pastinaken heran zu wagen, lohnt sich also durchaus. Sie wird dünn – am besten mit einem Sparschäler – geschält. Man kann sie danach kochen, frittieren, dünsten oder backen. Ich persönlich mag die Pastinake am liebsten als Püree oder als Suppe.

Pastinaken Püree: Geschälte und in Stücken geschnittene Pastinaken ca. 20 Minuten in Salzwasser kochen. Wasser abgießen, pürieren, mit Pfeffer und Salz sowie etwas geschmolzener Butter abschmecken.

Pastinaken-Suppe: Pastinaken und Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Zusmmen mit einer klein geschnittenen Zwiebel kurz andünsten (die Zwiebel nicht braun werden lassen). Mit Gemüsebrühe übergießen und kochen lassen bis das Gemüse weich ist. Pürieren, mit Pfeffer, Salz, Natur-Joghurt und etwas Butter abschmecken. Mit frischer Petersilie überstreut servieren.

Noch mehr Rezeptideen unter anderem für gebackene Pastinaken, Pastinaken in Sahnesoße, Pastinaken-Gemüse, Pastinaken-Puffer, Pastinaken-Hirse-Auflauf, Würzigen Pastinakensalat, Pastinaken-Kartoffel-Gratin gibt es bei der Gemüsekiste.

Bild Pastinake: CMA, Bild Brei: Hipp, Bild Gemüse: pixelio.de/nature.picture

Wurzelgemüse-Pastinaken

Verfasst von Peggy am 9. Oktober 2008 um 16:06 | Kommentare (2)

Jasmin - Tee aus Blüten

Nicht nur sensorisch, sondern vor allem optisch ein Genuss: Tee aus Jasminblüten. Je nach Blüte und nach verwendetem Grünen Tee variiert der Geschmack von mild bis kräftig. Und wir haben mal unsere bunte, Original-Chinesische Jasminblütenmischung durchgetestet:

jasminbluetentee

Man nehme nun eine dieser Blüten und platziere sie in einem Glasgefäß.

jasminbluete-teeperlejasminperle-teekanne

teezubereitung

Denn darin entfaltet sich die Teeperle besonders hübsch und man kann sie in ihrer vollen Pracht bewundern.jasminbluetentee-fast-fertig

Wir haben über eine Teeperle circa einen Liter heißes (nicht kochendes) Wasser gegossen. Man kann den Jasminblütentee - wie auch jeden anderen Grünen Tee - mehrmals aufgießen. Einfach die Blüte im Gefäß lassen und erneut heißes Wasser drüber gießen.jasmintee

Nachdem die Blüte nun so wunderschön in unserer Kanne herumschwimmt, kam natürlich die Frage auf: Wie werden die Perlen für den Jasminblütentee hergestellt? Dank youtube wissen wir es nun: in äußerst aufwendiger Handarbeit. Was auch erklärt, warum der Preis für die Jasmintee-Perlen recht hoch ist.

Zum Abschluss noch eine Impression der Blüte, die sich nach einiger Zeit am Boden der Kanne absetzt.

jasmin

Verfasst von Peggy am 2. Oktober 2008 um 16:17 | Kommentare (5)

Fremde Gemüse: Schwarzwurzel

Man nennt sie auch “Spargel für Arme” dabei ist diese Wurzel dem Spargel um Einiges voraus: in diesem Korbblüter sind die Vitamine und Mineralstoffe hoch dosiert (Vitamin A, C, E und B1, Phosphor, Eisen und Calcium). Außerdem enthält die Schwarzwurzel Inulin- eine Zuckerart die auch Diabetikern wohl bekommt.

Deswegen sollte die Schwarzwurzel nicht nur als “Winterspargel” auf dem Teller landen. Zum Beispiel als Spätsommer-Salat mit Sauerrahm und frischen Kräutern. Oder auch als Schwarzwurzel-Möhren-Salat (amapur-Tipp).

schwarzwurzel

Schwarzwurzeln werden ähnlich wie Spargel zubereitet. Zuerst schälen, dann kochen. Beim Schälen empfiehlt es sich Handschuhe zu tragen, da der Saft hartnäckige gelblich-braune Flecken hinterlässt die sich nur schwer entfernen lassen.  Die austretende Milchsäure verfärbt nicht nur die Hände, sondern gibt auch den Schwarzwurzelstücken selbst eine unschöne bräunliche Färbung. Wen das stört der kann die geschälten, gestückelten Wurzeln vorher in etwas Wasser mit Mehl tauchen.

Die Schwarzwurzel-Stücke dann für ca. 20 Minuten in kochendem Wasser mit etwas Essig und Mehl gar kochen. Es geht wohl auch anders herum (habe ich noch nie gemacht): erst kochen, dann schälen. Mit der gekochten Schwarzwurzel kann man gegart Einiges anstellen:

  • Gemüse: Salz, Pfeffer, Olivenöl, etwas Butter drüber geben und als Gemüse (ganze Stangen oder in Stücke geschnitten) servieren oder die oben genannten Salat-Varianten probieren.

Also ich persönlich habe jetzt einen riesigen Appetit auf Schwarzwurzel und werde mir heute Abend Handschuhe und Wurzelwerk besorgen. Guten Appetit!

Bild: Sebastian Schulz / foodbilder.huettenhilfe.de

Verfasst von Peggy am 2. September 2008 um 14:45 | Kommentare (0)

Fremde Gemüse: Holunderbeere

Was man mit den Blüten des Holunderbeeren-Strauchs anstellen kann, darüber haben wir zu dessen Blütezeit (April/Mai bis Juni) berichtet. Mittlerweile haben sich aus den hübschen kleinen weißen Blüten kugelrunde dunkelviolette - fast schwarze - Beeren entwickelt. Daher auch die Bezeichnung “Schwarzer Holunder”.

holunderbeereDie kleinen Beeren sind gesund: reich an Vitaminen - besonders Vitamin C, B1, B2 und A - und stärken damit das Immunsystems. In den Holunderbeeren finden sich aber auch antioxidativ wirkende Flavonoide und Gerbstoffe - vor allem das farbgebende Anthocyan.

Holunderbeersaft wird auch als Hausmittel gegen Rheuma, Ischias und Neuralgien eingesetzt. Saft, Tee, Sirup oder Suppe aus Holunderbeeren sollen dann auch gleich bei den ersten Anzeichen einer Erkältung genommen werden.

Holunderbeeren gibt es nicht in der Gemüseabteilung im Supermarkt - man muss sie selbst sammeln.  Besser gesagt die reifen Dolden vorsichtig von den Sträuchern abpflücken. Aber bitte auf keinen Fall die Holunderbeeren roh in den Mund stecken. Das schmeckt nicht und verursacht Brechreiz und Übelkeit.

Zu Großmutters Zeiten war Holunder ein populäres Volksheilmittel - darum auch als “Herrgottsapotheke” bezeichnet. Heute weiß kaum noch jemand etwas mit den Beeren anzufangen. Dabei lassen sich diese gut zu Saft, Suppen, Mus, Wein oder Marmelade verarbeiten. Ich kann mich noch sehr gut an die überaus leckere Holunder-Beeren-Suppe meiner Großmutter erinnern. Und die geht so:

Zutaten:

  • 1 kg Holunderbeeren
  • 1 L Wasser
  • 2 EL Speisestärke oder Guarkernmehl
  • 5 EL Zucker
  • 1 Zimtstange oder loser Zimt
  • 2 Nelken
  • Zitronensaft
  • 1 Prise Salz

Die Holunderbeeren vorsichtig (am besten mit einer Gabel) von den Dolden abstreifen. Die Beeren mit etwas Wasser weich kochen und durch ein Sieb passieren. Das passierte Holunderbeeren-Fruchtmark mit Wasser auffüllen und mit Zucker, Zimtstange und Nelken in einem Topf zum Kochen bringen. Äpfel schälen und klein schneiden oder raspeln und mit in die Suppe geben. Die Speisestärke mit kaltem Wasser anrühren (oder Guarkernmehl verwenden) und die Suppe damit binden. Mit Zitronensaft und einer Prise Salz abschmecken und heiß servieren.

Als besonders “i-Tupfl” setzte meine Großmutter der Holunderbeeren-Suppe immer noch kleine “Häubchen” aus steif geschlagenem, leicht mit Vanillezucker gesüßtem, Eiweiß auf.

Bild: beekeeper/pixelio.de

Verfasst von Marion am 29. August 2008 um 10:21 | Kommentare (1)

Fremde Gemüse: Aubergine

Sie hat eine schöne dunkellila Farbe. Auch ihre inneren Werte machen einiges her:

  • kaum gesättigte Fette, Cholesterin und Salz
  • dafür eine gute Quelle für Vitamin C, Vitamin K, Thiamin, Niacin, Vitamin B6, Pantothensäure, Magnesium, Phosphor und Kupfer
  • reich an Ballaststoffen, Folsäure, Kalium und Mangan

Auberginen sind v.a. bekannt aus fettigen griechischen Aufläufen oder als in Olivenöl eingelegte Anti-Pasti. Fazit: schmeckt, aber recht fett. Das muss nicht sein.

Das Fruchtfleisch der Auberginen neigt zwar dazu, sich schnell mit Fett voll zu saugen. Mit der richtigen Zubereitung geht es jedoch auch fettarm, denn mit 18 kcal pro 100 Gramm ist die Aubergine von Natur aus ein kalorienarmes Gemüse.

auberginen

Wichtig ist, die Aubergine nach dem Aufschneiden mit einem Messer aus rostfreien Stahl (verhindert das Verfärben) sofort zu salzen. Das Salz entwässert das Fruchtfleisch, die Poren ziehen sich zusammen und es nimmt später weniger Öl auf. Nach ca. 20 Minuten das Salz abspülen und die Aubergine mit Küchenpapier trocken tupfen.

Gefüllte Aubergine: Die halbierte, ausgehöhlte Aubergine mit Gemüse, Hackfleisch oder Beidem füllen. In eine gefettete Auflaufform setzen und im Ofen circa 35 Minuten backen.

Gekochte Aubergine: Eine ganze Aubergine ca. 10 Minuten in heißem Wasser kochen. Danach halbieren, aushöhlen und in Würfel schneiden. Lässt sich hervorragend mit anderem Gemüse (z.B. Tomaten, Paprika) als Gemüsebeilage kombinieren.

Aubergine aus dem Ofen: Aubergine in Scheiben schneiden und auf ein Backblech legen. Hauchdünn mit Olivenöl bepinseln, würzen (Pfeffer, Salz, Kräuter) und im Ofen ca. 15 Minuten backen, bis die Auberginenscheiben goldbraun sind.

Grillspieß: Aubergine würfeln und mit anderem Gemüse auf einen Grillspieß stecken und grillen.

Jede Menge leckerer Rezepte mit Aubergine gibt es bei der Hüttenhilfe. Und - einen Asiatischer Nudelsalat mit Aubergine - demonstriert von Tim Mälzer.

Bilder Sebastian Schulz / foodbilder.huettenhilfe.de

Verfasst von Peggy am 22. August 2008 um 16:01 | Kommentare (3)
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