Fremde Gemüse: Mangold
Nein, kein neues Trendgemüse, sondern ein sehr Altes, das ich aber gern in Erinnerung bringen möchte.
Mangold wurde früher fast in jedem Garten angebaut. Irgendwann überholte der Spinat das Mangold auf der Beliebheitsskala - vielleicht wegen seines irrtümlich hohen Eisengehalts. Mangold ist - genau wie Spinat - gesund und ein guter Vitaminlieferant.
Vitamin K, Vitamin A und Vitamin E, dazu die Mineralstoffe und Spurenelemente Natrium, Magnesium, Kalium und Eisen. Die Mangoldblätter haben einen recht hohen Oxalsäuregehalt: das sollten vor allem Nierenkranke (Oxalatsteine) beachten und deshalb dürfen auch Gesunde Mangold nicht roh essen.
Mangold ist ein Blattgemüse, das botanisch zur Familie der Rüben gehört. Es werden aber nicht die Wurzeln gegessen, sondern die großen Blätter und die langen robusten Stielen. Dabei werden die Blätter ähnlich wie Spinat zubereitet, die festen Stiele ähnlich wie Spargel.
Man kann der Einfachheit halber aber auch alles gemeinsam kochen und Blätter & Stiele vorher einfach nur entsprechend klein schneiden bzw. klein hacken.
Vielfältig verwendbar
Ähnlich dem Spinat kann man aus Mangold eine ganze Menge zaubern: Als Gemüse-Beilage zu Fleisch, als Auflauf, als Zugabe zur Gemüsepfanne.
Rezept Mangoldauflauf (Quelle cma.de)
Zutaten:
1 Kg Mangold
100 g geriebener Emmentaler
1 Zwiebel
1 EL Mehl
1/4 l Milch
Pfeffer, Salz
Zubereitung:
Mangold waschen und in kochendem Salzwasser kurz blanchieren (Blätter ca. 5 Minuten, Stiele etwas länger). Abtropfen lassen und fein hacken. Gewürfelte Zwiebel in etwas Butter oder Rapsöl hellbraun werden lassen, etwas Mehl überstäuben, 5 Minuten anschwitzen lassen. Milch aufgießen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Anschließend das Gemüse in eine gefettete Auflaufform geben, den Emmentaler darüber streuen, Butterflöckchen aufsetzen und im Backofen bei 240 °C 10 Minuten überbacken.
Wer jetzt Lust auf Mangold bekommen hat, muss sich leider noch etwas gedulden: das Gemüse hat seine Hauptsaison ca. von April bis Juli.
Bilder: Mangold-Pflanze (pixelio.de/albinger1), Mangold (pixelio.de/wrw)





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Maroni-Risotto

Ich kenne die Quitte noch aus meiner Kindheit, da unsere Nachbarn einen Quittenbaum hatten. Die guten Quitten lieferten wir zu Hause für die Marmeladenproduktion ab, die Schlechteren dienten als Munition für die Quittenschlacht.
Die Pastinake hört auch auf die Namen Balsternak, Moorwurzel oder Germanenwurzel. Sie ist ein Wurzelgemüse und gehört zur Familie der Karotten, ist genauso alt wie die Möhre, jedoch weit weniger bekannt. Vielleicht deswegen, weil sie eher blass – die Farbe von Sellerie – und nicht aufregend Orange wie die Möhre daher kommt. Ein wenig erinnert sie an eine gigantische Petersilienwurzel.
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