Der deutsche Speiseplan

Unzählige Ernährungspyramiden und der Import exotischer Früchte haben sich anscheinend mehr als gelohnt, vergleicht man den durchschnittlichen Speiseplan von 1900 und 2007.

Im Gegendsatz zu 1900 nehmen Kartoffeln und Brot keine übergeordnete Rolle als Hauptlebensmittel mehr ein. Zu Gunsten von Fleisch, Gemüse, Obst, Fisch, Südfrüchten, Eiern und leider auch Fett. Milcherzeugnisse sind immer noch Platz eins mit einem Verbrauch von 340 Kilogramm pro Jahr. Insgesamt sieht der Speiseplan von 2007 abwechslungsreicher als noch vor 100 Jahren aus. Das liegt nicht nur am Zugang zu anderen Märkten, sondern auch an der industriellen Lebensmittelproduktion im Inland.

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Die Kartoffel als Dauerbrenner des beginnenden 20. Jahrhunderts fristet dabei zunehmend das Dasein eines Ladenhüters. Frisch und unverarbeitet ist sie in jungen Haushalten kaum noch zu finden. Ich muss zugeben, dass es auch bei mir schon sehr lang her ist, dass ich einen Sack Kartoffeln gekauft hab. Außer im “Hotel Mama” bekommt man die Knollen nur noch selten auf den Teller. Im Jahr 1900 sah das anders aus: Ein Mensch nahm damals rund 400 Kilo Kartoffeln in einem Jahr zu sich. Das entspricht mindestens einem Kilo am Tag. Ihr Comeback versucht die Kartoffel über den Weg der Fertiggerichte. Pommes, Kartoffelsalat, Püree & Co. sind beliebt wie nie zuvor. Schälen dagegen ist out.

Pasta ist die neue Kartoffel. Ihr Siegeszug ist nicht mehr aufzuhalten und in ein paar Jahren denken wir bestimmt, dass es eine deutsche Erfindung war.

via foodmonitor und ZMP, Grafik: Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn, http://www.zmp.de


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