Diät nach Maß – Wie die Gene den Diätplan gestalten: Teil 2

Dieses Wissen um die genetische Veranlagung kann nun dazu genutzt werden, die Speisen während der Diät anzupassen. So können Menschen, die empfindlich auf gesättigte Fette oder Kohlenhydrate (manchmal auch beides) sind, reagieren und diese Nahrungsbestandteile vom täglichen Speiseplan reduzieren.

Die Wechselwirkungen zwischen der Ernährung und der genetischen Veranlagung zeigen uns, dass manche Menschen sensibler auf gesättigte Fette reagieren, als der Durchschnitt. Ebenso gibt es Menschen, die empfindlicher auf unterschiedliche Mengen an raffinierten Kohlenhydraten reagieren oder eben auch beides.

Was sagen uns die Gene nun wirklich in Bezug auf die Ernährung?

Es stimmt nicht, dass die Kontrolle des Gewichts von der DNA abhängt. Denn an diesem Prozess sind noch viele Faktoren beteiligt.

Allerdings zeigt sich, dass die Gene einen hilfreichen Aufschluss darüber geben können, warum verschiedene Menschen auf verschiedene Ernährungsweisen jeweils unterschiedlich ansprechen. Es gibt 3 Aspekte deren Variabilität wir messen können und mit Hilfe derer wir erklären können, warum die Aussage “Eine Kalorie ist eine Kalorie” nicht stimmt:

1) Sensibilität auf raffinierte Kohlenhydrate:

Je höher die Sensibilität ist, desto höher kann die Gewichtszunahme erfolgen. Dies liegt daran, dass der Blutzuckeranstieg bei einer Einheit Kohlenhydrate besonders hoch ist.

2) Sensibilität auf gesättigte Fettsäuren:

Die genetische Variabilität steuert hierbei, dass Menschen Fett unterschiedlich abbauen und lagern. Personen, die Fett besser verarbeiten und einlagern haben zwar in der Notsituation immer einen Vorrat, dies macht sie aber auch dicker.

3) Wirkung von körperlichen Aktivitäten:

Die Gene können einen Einfluss darauf haben, welche Sportarten und in welcher Intensität sie betrieben werden sollen, um die erwünschten Ziele bei der Fettverbrennung oder Gewichtsreduktion zu erreichen.

Fazit: die Genetik und der Lebensstil gemeinsam beeinflussen, ob wir zunehmen –  abnehmen oder das Gewicht halten. Es erklärt aber zudem warum Menschen, die zum Beispiel eine Mediterrane Kost einhalten, keinen Erfolg haben.  Weil ihre Gene diese unter Umständen gar nicht gut verarbeiten können. Die Menschen am Mittelmeer dagegen haben sich in mehr als 1000 Jahren an die Ernährung angepasst.

Bilder: Fotolia © Ray / istockphoto  © Iconogenic


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