Die Geschichte der Diät

Ganz und gar kein Neuzeit-Phänomen ist die Diät. Auch in früheren Epochen wollten die Leute schon abnehmen und sich mit Schonkost und Mittelchen zu einer schlanken Figur verhelfen.

Das Wort Diät beschreibt nicht unbedingt eine Schlankheitskur. Der Begriff Diät stammt vom griechischen „diaita“, was so viel heißt wie „Lebensweise“. Im englischen benutzt man das Wort „diet“ dem entsprechend und verbindet es nicht, wie wir hierzulande, immer mit dem Abnehmen.

Die Wissenschaft zu diesem Bereich der Medizin nennt sich „Diätik“ und forscht schon seit langem nach der richtigen und gesunden Weise abzunehmen und gesund zu leben. Zurück geht das Ganze auf den berühmten griechischen Arzt Hippokrates von Kos. Selbiger gilt überhaupt als Begründer der Wissenschaft und Medizin (Siehe: hippokratischer Eid).

HippokratesSchon im Altertum waren Ernährung und Gesundheit wichtige Themen. Die hoch entwickelte Kultur der Antike legte Wert auf einen athletischen, schlanken Körper. Das äußerte sich auch in der Verehrung von Sportlern während der ersten Wettkämpfe am Fuße des Olymps.

Hippokrates gehörte damals im Altertum der „koischen“ Ärzteschule an. Die  vertrat damals den Glauben, dass alle Krankheiten und Beschwerden ein Ungleichgewicht der Körpersäfte als Ursache haben und man dies u. a. mit Änderung der Lebensweise, „diaita“ genannt, ändern konnte. Auch Operationen und Arzneimittel wurden schon zur Therapie genutzt.

Die Diät bezog sich dabei nicht nur auf eine Ernährungsumstellung, in Form von weniger essen und abnehmen. Es wurden schon damals psychische Aspekte wie Stress und Trauer einbezogen und die Ernährungsumstellung bezog sich keineswegs nur auf den Gewichtsverlust. Vielmehr ging es darum Unverträglichkeiten auf Lebensmittel ausfindig zu machen. In der traditionellen chinesischen Medizin, die auch schon 2000 Jahre zurück reicht, hat die Ernährung einen wichtigen Einfluss auf unsere Körperkräfte (das Qui).

Die Empfehlungen waren im Altertum natürlich nicht unfehlbar. Viele Denkweisen zum Abnehmen und zu gesunder Ernährung können wir heute nicht mehr nachvollziehen. Doch der Zusammenhang von Übergewicht als Krankheitsauslöser wurde den Menschen auch damals schon bewusst.

Wein statt EssenIm Laufe der Geschichte entwickelte sich die Diät zum Synonym für Ernährung die zum Abnehmen dient. Der Aspekt Gesundheit kam meist zu kurz: Fastenkuren, Entwässerungen, Bandwurm, Verzicht auf wichtige Lebensmittelgruppen oder andere Abnehm-Methoden waren radikal aber zu ihrer Zeit schwer in Mode.

William der Eroberer von England, passte mit seiner Diät bald wieder in den Reiter-Sattel. Statt zu essen soll er nur noch Wein getrunken haben. Das half ihm wieder zu seiner Bestform auf dem Roß. Ein Novum für seine Zeit (1027-1087), denn damals galt dick als chic. Aber William wollte England nicht schwerfällig, schnaufend in Besitz nehmen. Er erkannte, dass sein Übergewicht ihn beeinträchtigte. Über die Methode mit dem Wein lässt sich allerdings streiten…

Heute geht es da zum Glück (meist) moderater zu und die ganzheitliche Gesundheit steht beim Abnehmen, und damit auch während einer Diät (Tipps auf www.diaet.org), im Vordergrund.

Bild Apfel-Hanteln: © istockphoto.com/Liliboas, Bild Hippokrates: wikipedia, Bild Wein: © istockphoto.com/didyk


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