Die Geschichte des Kochbuchs

Jeder hat mindestens ein Kochbuch zu Hause, sei es “Kochen für Blondinen” oder “Le Creuset”. Doch wer hat damit angefangen sich a) Rezepte zu merken und b) diese auch noch aufzuschreiben? Ein sizilianischer Grieche namens Archestratus war es. Er schrieb 350 v. Chr. das erste Kochbuch namens “Hedypatheia” was soviel heißt wie angenehmes Leben oder Leben und Luxus. Wie auch immer, die Idee kam wahrscheinlich über die Medizin. Schon dort trug man im alten Griechenland Rezepte für Medizin und Diäten in Büchern zusammen.

In Deutschland bekam man von solchen Sachen damals noch nichts mit. Die deutsche Kochgeschichte lässt sich in zwei Abschnitte unterteilen. Im Mittelalter wurden die meisten Zutaten zerkocht und stark gewürzt, so dass vom ursprünglichen Geschmack nichts übrig blieb. Da mag man es kaum glauben, dass zu dieser Zeit der medizinische Aspekt von Speisen im Vordergrund stand: das “Buch von guter Speise” ist die erste Rezeptsammlung und befand sich in einem Tierarzneibuch. Zu der Zeit gab es kaum aufgeschriebene Rezepte. Zum einen weil der Rohstoff Pergament zu teuer war. Zum anderen weil die meisten Köche gar nicht schreiben konnten.

Ende des 17. Jahrhunderts waren französische und italienische Einflüsse dafür verantwortlich, dass die deutsche Küche naturbelassener wurde. In den, nun vermehrt verfassten, Kochbüchern wurde über die Gestaltung einer Tafel, Menüfolgen für besondere Anlässe sowie Tranchieren, Parfümieren und Soucen informiert.

Im 19. Jahrhundert begannen viele Hausfrauen Kochbücher zu schreiben. Um sich von anderen zu unterscheiden wurde immer aufwändiger illustriert. Zu dieser Zeit waren Kochbücher fast schon Massenware. Die Flut von Kochratgebern heute, ist kaum mehr überschaubar.

Der einleitende Spruch “Man nehme” stammt übrigens von der berühmtesten Kochbuchautorin Deutschlands: Henriette Davidis, im Mittelalter hieß es “Wiltu machen”…

via wikipedia und neatorma, Bild: wikipedia


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