Die größten Abnehm-Mythen

…und was wirklich wahr ist

Abnehm-Mythen zirkulieren massenhaft durch Medien und Internet. Kein Wunder: Kaum ein Thema ist in der Gesellschaft so dauerpräsent wie das ewige Bemühen um die Traumfigur.

Wo viele Menschen über die gleiche Sache diskutieren, verbreiten sich ja stets im Stille Post-Prinzip Halbwahrheiten. Wir widerlegen heute 5 Mythen, die sich besonders hartnäckig festgesetzt haben.

 

Abnehm-Mythos Nr. 1: Wer fastet, nimmt ab

Vielleicht kommt Ihnen auch der folgende Tagesablauf einer Diät bekannt vor: Morgens ein schwarzer Kaffee, vormittags ein Apfel, mittags ein Salat (ohne Dressing), abends eine Pizza, eine Tafel Schokolade und zwei Stück Torte – die klassische Heißhungerattacke eben.

Fakt ist: Wer versucht, durch täglich mehrstündiges Fasten abzunehmen, demoralisiert sich nicht nur selbst – Er versagt seinem Körper auch Energie und Nährstoffe, die sich dieser früher oder später zurückholt. Der gefürchtete Heißhunger ist ein Hilferuf des Organismus. Besser: Regelmäßige, ausgewogene Mahlzeiten, die den Vitalstoff-Bedarf decken. Das ist nicht nur gesünder, sondern spart gegenüber unkontrollierten “Fressattacken” letztlich doch Kalorien.

 

Abnehm-Mythos Nr. 2: Durch Sport nimmt man automatisch ab

Der Abnehm-Mythos, Sport führe unweigerlich zur Traumfigur, ist ebenso falsch wie die Annahme, eine Diät funktioniere nur mit Training.

Der Schlüssel zum Diäterfolg liegt in der negativen Kalorienbilanz. Und die verpassen die meisten aufgrund fehlerhafter Ernährung. Oft ist Sport sogar kontraproduktiv, da viele Menschen “zur Belohnung” erst recht herzhaft zulangen und den Kalorienverbrauch ihres Trainings überschätzen. Leider sind Kalorien immer schneller aufgenommen als verbrannt. Die gute Nachricht: Wer diszipliniert isst und bewusst mehr Aktivität in den Alltag integriert (z.B. einfach mal eine Busstation früher aussteigen und laufen), kann auch ohne Fitnessstudio erfolgreich abnehmen.

 

Abnehm-Mythos Nr. 3: Light-Produkte machen schlank

Sie sind der vermeintliche Hoffnungsschimmer am Horizont strapaziöser Diäten: Light-Produkte finden sich in den Supermarktregalen zuhauf, vom Klassiker Cola light bis zur Schokolade. Viele Verbraucher greifen hier allzu bedenkenlos zu. Dabei würde ein Blick auf die Zutatenliste und Nährwertangaben reichen, um zu sehen, dass eine Fettreduktion zumeist durch Zucker kompensiert wird.

Doch Zucker ist keinesfalls die bessere Alternative zu Fett. Er lässt den Insulinspiegel ansteigen, bremst die Fettverbrennung aus und führt sogar zu Abhängigkeitserscheinungen. Was erschwerend hinzu kommt: Light-Produkte verleiten zu mehr Konsum und gefährden deswegen das so essenzielle Kaloriendefizit. Der bessere Weg führt über ausgewogene Mahlzeiten und Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte und anhaltendem Sättigungseffekt.

 

Abnehm-Mythos Nr. 4: Obst ist ein tolles Lebensmittel zum Abnehmen

Zu diesem Abnehm-Mythos eins vorweg: Obst enthält viele Vitamine und andere wertvolle Vitalstoffe, auf die der Körper gerade in der Diät angewiesen ist. Auch ist Obst immer die bessere Alternative zu Schokoriegel & Co., wenn die Lust auf Süßes erwacht.

Dennoch sollte insbesondere bei einer kohlenhydratreduzierten Ernährung der Zuckergehalt im Auge behalten werden. Sorten wie Weintrauben, Apfel, Banane (enthält viel Stärke) oder Feigen sind mit Vorsicht zu genießen. Dies gilt auch und in besonderen Maße für Säfte und Trockenfrüchte. Diätfreundlicher hingegen sind die wasserreiche Melone oder alle Beerensorten. Was immer geht: Grünes Gemüse wie Salat oder Brokkoli.

 

Abnehm-Mythos Nr. 5: FDH ist ein Erfolgsgarant

Der Mythos von der Friss-die-Hälfte-Diät lässt sich nicht unterkriegen. Und eigentlich klingt das Prinzip ja auch logisch: Eine halbierte Nahrungsaufnahme führt zu halbierter Kalorienzufuhr und somit fast unweigerlich zum Gewichtsverlust.

FDH scheitert aber zumeist aus zweierlei Gründen: Entweder basiert die Ernährung häufig auf groben Schätzungen à la “Ich esse jetzt eine Tüte Chips, da ich normalerweise bestimmt zwei gegessen hätte” – das ist natürlich zum Scheitern verurteilt. Tatsächlich kennen die wenigsten Menschen “das Ganze” gut genug, um “die Hälfte” definieren zu können.

Oder aber, die Kalorienzufuhr wird tatsächlich so dramatisch gedrosselt, dass es zu Mangelerscheinungen kommt und der Stoffwechsel auf Sparflamme schaltet. Die Folge sind eine Stagnation in der Gewichtsreduktion und danach der gefürchtete Jojo-Effekt. Wir empfehlen generell: Finger weg von Crashdiäten. Ihr Körper hat besseres verdient als FDH. Ein leckerer Diät Shake Vanille eignet sich zum Beispiel hervorragend, um eine leichte Mahlzeit zu ergänzen und den Körper fit zu halten. 

 

Fazit: Jeder Körper ist verschieden, und viele vermeintliche Weisheiten sind weniger in Stein gemeißelt, als bislang angenommen. Wichtig ist, den für sich passenden Diät-Rhythmus zu finden. So bleibt das schlankere Ich auch garantiert langfristig erhalten.

Copyright: 1. Bild auf dieser Seite: ©iStock/esolla


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