Die Würze macht’s

Gewürze begleiten den Menschen seit eh und je. Es gibt Hinweise, dass schon in der Jungsteinzeit Speisen mit Kümmel und Kerbel zubereitet wurden. In späteren Epochen waren Gewürze wie Nelken und Muskatnüsse in Europa kostbarer als Gold und dienten zeitweise als Zahlungsmittel.

Gewürze fanden sich nicht nur im Kochtopf wieder– Jahrtausende lang waren sie Hauptbestandteil wichtiger Arzneien. Manchen kann heute noch eine stärker heilende Wirkung als chemischen Medikamenten nachgewiesen werden. Ein Grund mehr, nicht nur Pfeffer und Salz im Schrank stehen zu haben.

Aromatische Geschmackstuner und ihre Wirkung

  • Vanille: hellt die Stimmung auf (besonders in Verbindung mit Kakao) und ist, laut indianischer Lehre, herzstärkend. Der Schote wird außerdem eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.
  • Ingwer: ist ein Multitalent. Er wirkt vorbeugend bei Husten und Halsschmerz dank seiner ätherischen Öle. Diese sorgen auch für seine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung. Stoffwechselanregende Inhaltsstoffe helfen Magen und Darm bei der Verdauung. Außerdem bringt er den Kreislauf in Schwung.
  • Kümmel: mindert Blähungen und Bauchkrämpfe. Nach einem fettigen Essen kann ein Teelöffel Kümmel, aufgrund seiner verdauungsfördernden Inhaltsstoffe, den Magen entlasten.
  • Kardamom: zerkaut frischt er den Atem auf und soll für eine angenehme Stimme sorgen. Nach einer durchgezechten Nacht wirkt er dem Kater entgegen.
  • Nelken: können bei Zahnbeschwerden zerkaut werden und wirken da entzündungshemmend, schmerzstillend und desinfizierend.gewuerze2
  • Thymian: und Rosmarin sind durchblutungsfördernd und regen den Speichelfluss an.
  • Bockshornklee: kaum bekannt, doch senkt dieses Gewürz den Blutzucker- und Cholesterinspiegel.
  • Gelbwurz: das chinesische Aspirin hilft bei Magen-, Leber- und Gallenbeschwerden.
  • Muskat: wirkt anregend und entkrampfend. Bei Blähungen und sonstigen Verdauungstörungen hilft die Nuss und stärkt den Magen. Aber Vorsicht: Zu viel des Guten und es können sich unangenehme Nebenwirkungen wie Halluzinationen, Krämpfe und Schwindelanfälle einstellen.

Gewürze, als gesunde Geschmacksverstärker, kann man unterschiedlich in den Speiseplan einbauen. Ein vorsichtiges Ausprobieren ist zu Anfang ratsam. Rezepte gibt es z.B. bei netdoktor.de.

Gewürze, wie Kümmel, Ingwer, Nelken und Gelbwurz, in kleinen Mengen bedenkenlos raspeln oder schneiden und mit heißem Wasser zu einem wohltuenden Tee aufgießen.

Beim Kauf, vor allem bei Safran und Vanille, auf Qualität achten und lieber zum Markenprodukt greifen. Wurzeln, Blüten und Blätter werden gern dunkel gelagert und möglichst nicht nah am Herd.

Bilder von pixelio


1 Kommentar

  1. Hallo Claudia,

    ich muss zugeben, ich habe wieder was gelernt. Zwar haben wir einen gut gefüllten Gewürzschrank, dessen Inhalt auch regelmäßig undgut variiert zum Einsatz kommt, aber irgendwie habe ich mir darüber jenseits der Geschmacksomponente noch nei Gedanken gemacht.

    Gruß
    Tom

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