Burger-Marketing
Die Fast-Food Ketten haben es nach Weihnachten schwer. Jeder will abnehmen, sich gesund ernähren und viel bewegen. Bei so viel Sportsgeist und Diät-Wille denkt eben keiner an Burger, Fritten und Cola. Wäre da nicht die TV-Werbung, die uns immer wieder in Versuchung führt.
Die neue “McMenü mit Kaffee ganz günstig”-Werbung präsentiert einen leckeren, kaloriengewaltigen Big Mäc. Bei der Konkurrenz wird da teils subtiler, teils auch viel aufdringlicher geworben. Die Marketing-Strategien der Fast Food Kette Burger King lässt keinen Mund trocken - oder vielleicht doch?
Irgendwie geschmacklos: Der Hersteller von Whopper & Co. machte sich mit der Kamera auf die Suche nach Burger-Jungfrauen, also Menschen, die noch nie in ihrem Leben mit Fast Food in Berührung kamen. Einige von ihnen müssen für den Preis eines Whoppers viele Stunden hart arbeiten. Hier das Video zur U.S.-Kampagne Whopper Virgins noch einmal:
In Deutschland versucht es der Burger-Hersteller im TV mit stereotyper Macho-Männer-Masche und will Weicheier in der “Mancademy” zu richtigen, Burger-essenden Kerlen machen. Im Internet nutzt Burger King das Freunde-Netzwerk facebook.com für Werbung. Man kann seine Freunde dort für einen Whopper an den Hersteller “verkaufen”.
Virtuell kann man Freunde aus seiner Freundesliste für einen Whopper anbieten. Insgesamt muss man 10 Freunde bloßstellen um eine Kalorienbombe zu bekommen. Dafür muss man ein kleines Programm installieren, damit Burger King zu allen Freundesdaten Zugang bekommt. Die Armen werden dann Marketing-Gut des Burger-Braters. Der Wert pro Freund liegt also bei ca. 0,33 € und 61 Kalorien. So billig bekommt Burger-King sonst keine Personendaten.

Das Ganze nennt sich “Whopper Sacrifice” und trägt den Slogan “You love your Friends, but you love the Whopper!”. Aja. Ich hoffe meine Freunde verkaufen mich und meine Daten nicht für ein Stück Fleisch und eine Portion Extra-Kalorien.
Bild: © Burger King