Fast Food verursacht Leberschäden
Wer den Film “Super Size Me” schon gesehen hat, weiß dass regelmäßiger Fast-Food Konsum dem ganzen Körper Schaden zufügt. Nicht nur das Gewicht steigt, sondern auch das Risiko auf Leberversagen. Ähnlich wie bei Alkoholikern, kann die Leber Giftstoffe bei einer Überbelastung nicht mehr abbauen. Was im Film gezeigt wurde, konnte jetzt in einer Studie nachgewiesen werden.

Ein Forscherteam um Stergios Kechagias an der Linköping-Universität in Schweden nahm einen ähnlichen Versuch vor, wie bereits Filmemacher Morgan Spurlock: 18 gesunde Menschen ernährten sich 4 Wochen lang fast ausschließlich von Fast Food.
Ergebnis: 11 Probanten wiesen bereits vor Ablauf der 4 Wochen, erhöhte Werte des Enzyms Alanin-Aminotransferase (ALT) auf. Dieses Enzym bildet sich in der Leber beim Stoffwechsel und greift, wenn der Anteil zu hoch ist, die Funktionen der Leber an. Bei regelmäßig zu hoher Belastung durch dieses Enzym können die Leberfunktionen irgendwann versage.
So hohe ALT-Werte sind für Alkoholiker normal, deswegen erkranken sie oft an den Folgen des exzessiven Konsums - die Leber versagt, Giftstoffe können nicht abtransportiert werden und Stück für Stück werden andere lebenswichtige Organe angegriffen. Dass Fast Food eine ähnlich hohe Ausschüttung des Enzyms ALT wie Alkohol hervorrufen kann, ist neu und hört sich äußerst bedenklich an.
Der Leber - und natürlich auch der Figur - zu liebe sollte man lieber auf kleinere Portionen zurück greifen.
via wissenschaft.de, Bild: © ikesmen/iStockPhoto