Dürfen Kinder naschen?

Süßigkeiten und fette Snacks braucht keiner. Besonders nicht Kinder. Denn Süßigkeiten liefern nur so genannte leere Kalorien – Kalorien ohne Nährwert, ohne Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe.

Hinzu kommt, dass dies meist auf Kosten anderer – wesentlich wertvollerer – Lebensmittel geht. Wer sich den Bauch mit Keksen, Gummibären und Schaumküssen voll schlägt, bei dem wird kaum noch ein Joghurt oder ein Apfel rein passen.

Besonders gefährlich wird es, wenn Kinder Süßigkeiten als Belohnung oder zum Trost erhalten. Über diesen Wirkmechanismus wird häufig eine Essstörung – Kummerspeck – bis weit ins Erwachsenenalter ausgelöst.

Darum wird von vielen gesundheitsbewussten Eltern das Naschen komplett verboten. Das ist aber auch nicht ideal, denn Kinder haben eine natürliche Vorliebe für den Süßgeschmack – vor allem durch die süße Muttermilch. Die angeborene „Süßliebe“ bot und bietet Kleinkindern zudem einen Schutz gegen das Essen bitterer – häufig giftiger – Substanzen.

Ein Verbot bewirkt zudem meist das Gegenteil. Es macht die Süßigkeiten nur noch interessanter. Effektiver ist es, dem Kind gesundes Essen nahe zu bringen und schmackhaft zu machen. Einige Regeln, wie man Süßigkeiten optimal dosiert:

  • Süßigkeiten und Snacks im gesunden Mittelmaß
  • Klare Spielregeln aufstellen: nie vor dem Essen naschen, nur eine kleine festgelegte Menge naschen
  • Süßigkeiten oder Fast-Food nie als Belohnung, Trostpflaster oder zur Beruhigung des elterlichen schlechten Gewissens
  • Süßigkeiten außer Sicht und Reichweite der Kinder aufbewahren – am besten gar nichts vorrätig haben
  • Nach Süßigkeiten quengelnde Kinder ablenken und gesundes Essen positiv betonen: „von den Apfel-Stückchen darfst Du so viel nehmen wie Du magst.“
  • Spaß und Geschmack an gesundem Essen wecken: z.B. durch gemeinsames Einkaufen und Kochen
  • Gesundes Essen kann bunt und lustig sein – wie diese bunten Pausen-Snacks zeigen – denn, das Auge isst mit.

3 Kommentare

  1. Exzellente Seite – ist ab sofort gebookmarkt und wird regelmäßig besucht ab heute!

    Gruss
    Marc

  2. Liebe Peggy,

    als Mutter von drei Kindern sehe ich tagtäglich, dass Kinder ein sehr natürliches Essverhalten haben, auch in Bezug auf Süßigkeiten.

    Bei uns ist immer Süßes und Knabberkram im Haus und in Reich- und Sichtweite von den Kindern. Die Regel dazu ist: genascht wird nur im Esszimmer. Und zu jeder Regel gibt es auch eine Ausnahme: ein Mal im Monat gibt es Chips zum Abendfilm. Sicher versuchen meinen Kleinen, diese Regeln ab und zu umgehen (“Mamaaaa, bekommen wir heute bitte bitte Chips”). Ein klares Nein von mir reicht aber aus.

    Der freie Zugang zeigt z.B. folgendes erstaunliche Verhalten. Zu Ostern bekommt jeder seine Kiste mit (aus allen Geschenken gesammelten) Süßigkeiten an seinen Platz im Esszimmer. Zur Weihnachtszeit ist noch immer Osterkram in den Kisten drin.

    Ich habe also sehr positive Erfahrungen damit gemacht, den Kindern diesbezüglich etwas freie Hand zu lassen. Alle drei sind schlank und wahre Energiebündel. Allerdings achte ich ansonsten schon auf gesunde Ernährung, koche immer mit frischen Zutaten (keine Fertigkost) und die Kinder helfen oft in der Küche mit.

    Liebe Grüße nach Berlin
    Anett

  3. Hmm, wörtlich dieselbe Nachricht hat “Naturheilverfahren-Marc” in unserem Blog auch hinterlassen. Egal…

    Und das mit dem verantwortlichen Umgehen kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Süßigkeiten waren bei mir früher knapp bemessen, wenn überhaupt existent – bis ich dann zum Taschengeld auch den nötigen Bewegungsspielraum hatte… Und dann stand da meist ein Glas Nutella hinter / unter dem Bett….

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