Eiweißbrot – Wundermittel oder Luftblase

Der Hype der Eiweißbrote liegt am bekannten Schlank-im-Schlaf-Prinzip. Bei dieser Diät wird auf schnelle Energielieferanten verzichtet, so dass die Insulinausschüttung insbesondere in der Nacht niedrig gehalten wird.

Abnehmen mit Verzicht auf Kohlenhydrate. Eiweißbrote enthalten je nach Anbieter zwischen 5-8 Prozent Kohlenhydrate, dafür aber mehr als 20 Prozent Eiweiß.

Doch woraus werden die Brotsorten hergestellt?

Die Hauptzutaten sind Weizen, Soja, Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Sesam, Kleie oder Mandeln. Klingt gut, aber das Brot kann auch bis zu 17 Prozent mehr Fett enthalten.

Kritiker bemängeln die aufwendige Produktion und die notwendigen Zusatzstoffe und Hilfsmittel. Hier liegt ein hohes Potential für Allergien und Unverträglichkeiten. Zudem stellen sich viele immer noch die Frage, ob abnehmen mit mehr Fett wirklich die Lösung für Menschen mit Übergewicht ist.

Warum liefern Eiweißbrote mehr Kalorien?

Unser Körper zieht die Energie aus den 3 Grundnährstoffen Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett. Dabei liefert jeweils:

  • 1 Gramm Kohlenhydrate = 4,1 kcal
  • 1 Gramm Eiweiß = 4,1 kcal
  • 1 Gramm Fett = 9,3 kcal

Werden die Kohlenhydrate im Brot reduziert und mit eiweißreichen, pflanzlichen Zutaten ergänzt, ist dies positiv. Das Brot enthält mehr Eiweiß, Mineralien und ist reich an Ballaststoffen, was ebenfalls gut für die Verdauung ist. Wird dem Brot allerdings mehr Fett zugeführt, so hat das Brot an sich eben mehr Kalorien. Fakt ist, Fett ist Geschmacksträger und das Brot behält so seine Struktur.

Unser Fazit zum Eiweißbrot

Brot allein macht nicht dick, warum sollte es also schlank machen? Dennoch ist ein Eiweißbrot prinzipiell nicht zu verurteilen oder gar als ungesund abzustempeln. Sind Sie bereit mehr Geld auszugeben, weil Sie dies für sich als geeignet erachten oder es Ihnen schmeckt, dann spricht nichts dagegen.

Beachten Sie lediglich, dass Ihre Kilo vom Brot alleine nicht verschwinden. Was zählt ist die Gesamtkalorienbilanz. Das bedeutet, weniger Kalorien aufnehmen, als verbrauchen und bewegen. Wer mehr erfahren möchte, den verweisen wir auf die ZDF Wieso Redaktion.

Bild: © rangizzz/fotolia


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