Energieverbrauch bei Hitze

Die Kalorien sind ja eine Wärmeeinheit. Sie drücken aus wie viel Energie der Körper braucht, um seine Körpertemperatur  von 37° C  zu erhalten und Prozesse wie Zellerneuerung und Bluttransport zu verrichten. Nun verbraucht der Körper nicht nur Energie um sich “warm zu halten”, sondern auch wenn er sich bewegt. Dann produziert er Wärmeenergie. Und um nicht zu überhitzen schwitzen wir die überflüssige Wärme heraus.

Nun fragen sich viele ob man nun bei Kälte oder bei Hitze mehr Energie verbraucht. Die Antwort: beide Extrem-Wetterbedingungen sorgen für einen gesteigerten Kalorienverbrauch. Bei Kälte muss mehr Energie her, um die Körpertemperatur trotz frostigen Temperaturen zu erhalten.

Bei Hitze steigt unsere Herzfrequenz schneller an, der Puls rast eher in die Höhe und wir müssen auch unsere Körpertemperatur regulieren – nur eben nach unten.

Rechnerisch sieht das dann so aus:

Der Grundumsatz eines Mannes von 80 Kilo liegt bei ca. 2.000 kcal, bei einer 65 Kilo schweren Frau bei ca. 1.500 kcal.

  • Bei starker Kälte (ca. -10 ° C) steigt der Grundumsatz um ca. 5%. Der Mann würde im Ruhezustand also ca. 2.100 kcal verbrauchen, die Frau 1.650 kcal.
  • Bei aktuellen Temperaturen von ca. 32° C steigt der Grundumsatz nur um 1%. Der Mann würde im Ruhezustand ca. 2.020 kcal verbrauchen, die Frau 1.515 kcal. Ein verschwindend geringer Mehrverbrauch.
  • Bei extremer Hitze (ab 40 °C) steigt der Grundumsatz aber auch – wie bei extremer Kälte – um 5% an.

Man fühlt sich an heißen Tagen trotz gering steigendem Energiebedarf oft müde und schlapp. Das liegt nicht an 1% fehlender Energie, sondern an der Kreislaufbelastung. Schon bei den kleinsten Tätigkeiten gerät die Körpertemperatur an die Grenzen. Wir schwitzen, der Puls steigt. Am Ende des Tages fallen wir wegen der “Herzfrequenz-Achterbahn” erschöpft ins Bett. Auch die durch Schweiß ausgespülten Mikronährstoffe (Salze, Spurenelemente, Mineralstoffe) sorgen für Müdigkeit und Trägheit. Hohe Temperaturen machen also mehr schlapp als schlank.

Die Wohlfühltemperatur des Menschen liegt übrigens zwischen 22 und 24 °C. Wer das Glück hat am Tag an diese Temperaturen heran zukommen (mit Klimaanlage, Sonnenschutz, Ventilator, etc.) bleibt leistungsfähiger und ist auch nicht so schnell müde. Auch regelmäßiges Trinken hält wach: 2-3 Liter Wasser oder Tee. Am besten lauwarm, denn dann muss der Körper nicht an zwei Fronten kämpfen (außen Hitze, innen Kälte).

via kalorien.de, Bild: © Joujou/pixelio.de


1 Kommentar

  1. Ich habe noch nicht gewusst, dass hohe Temperaturen auch mehr Kalorienbedarf erzeugen. Ist aber eigentlich logisch, so wie du das beschreibst.
    Ich hätte aber erwartet, dass der Bedarf bei niedrigen Temperaturen deutlich stärker ansteigt. 100kcal ist ja fast nen Witz für derart niedrige Temperaturen. Das hat man ja selbst mit einer Banane wieder drinne… Doof…

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