Essen ohne Eile

Als Kind musste man sich noch anhören, dass man beim Essen nicht trödeln soll. Langsames Essen ist zwar für manche Tischnachbarn Nerven-raubend, für unseren Körper gibt es jedoch nichts Besseres als beim Essen zu trödeln:

Gut für die Verdauung

Wer genüsslich und ohne Hektik isst, tut auch dem Magen etwas Gutes. Denn dort kommt die Nahrung schon “vorgekaut” an. Wer ordentlich kaut, bereitet mit seinem Speichel die Nahrung im Mund gut verdaulich vor. Der Speichelfluss, der beim Kauen angeregt wird, gibt auch dem Magen schon das Zeichen “Hey, jetzt kommt gleich Arbeit”. Der Magen reagiert auf den Vorboten Speichel mit erhöhter Produktion von Magensaft. Wenn davon genug vorhanden ist, kann der Magen ohne Grummeln und Kneifen mit der Verdauung beginnen.

Schneller satt

Wer schlingt, isst automatisch mehr. Das Sättigungssignal braucht eine Weile bis es von uns wahrgenommen wird. Der Magen muss dem Gehirn, durch den Grad seiner Ausdehnung melden, dass er voll ist. Dieser Prozess nimmt ca. 20 Minuten in Anspruch. Wer sich für eine Mahlzeit weniger als 20 Minuten Zeit nimmt, läuft Gefahr das Sattgefühl zu überhören und mehr zu essen als nötig wäre.

Langsames Essen bedeutet mehr Genuss

Wer richtig kaut und jeden Bissen bewusst wahrnimmt, schmeckt auch länger und intensiver. Ein Stück Schokolade schluckt man auch nicht einfach herunter. Dann sollte man es bei der nächsten Pasta Bolognese auch nicht tun. Man erschmeckt die Gewürze und die Kombination der Lebensmittel viel besser. Kurz: In der Ruhe liegt der Genuss.

Wem das langsame Essen und Genießen schwer fällt, der sollte sich einzig und allein auf die Mahlzeit konzentrieren: Kein Fernseher, kein Computer, keine Zeitung. Und hier noch zwei Tipps wie man automatisch langsamer isst:

So oft es geht das Besteck benutzen

Schnell ein Sandwich unterwegs fördert Hektik und schnelles Essen. Versucht man aber jede Mahlzeit mit Besteck zu verzehren, muss man sich Zeit nehmen. Erstens, weil Besteck nicht an jeder Ecke herum liegt und man so auf das Croissant oder die Bratwurst zwischendurch verzichten muss (außer man spielt an der Imbiss-Bude gern den Exoten). Zweitens braucht man zu Besteck-fähigen Essen häufig auch Teller, Stuhl und Tisch. Das verlangt alles in allem viel mehr Aufmerksamkeit. Und aufmerksames Essen ist mit Ruhe und Genuss verbunden.

Plaudern statt Arbeiten beim Essen

Gesellschaft beim Essen ist gut. Wir pausieren zwangsläufig zwischen den Bissen, um zu reden. Die Mahlzeit verlangsamt sich. Statt uns am Esstisch mit Arbeitsunterlagen die Zeit zu vertreiben, sollten wir lieber die gute Freundin oder den netten Bekannten zum Essen begleiten. Soziale Kontakte pflegen plus Mahlzeit einnehmen spart nämlich auch Zeit.

via diet-blog.com, Bild: © istockphoto.com/Yuri_Arcurs


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  2. Webnews.de - Essen ohne Eile Wer langsam isst, kann das Essen nicht nur bewußter genießen - er tut damit auch gleichzeitig etwa

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