Esst mehr Tiefkühlgemüse!

Immer mehr Menschen greifen tief in die kalte Truhe: zu Tiefkühlprodukten. Der Verbrauch von Tiefkühlgemüse in Deutschland stieg 2007 auf 3,5 Kilo pro Kopf. Die Rangliste der TK-Gemüse-Gerichte:

  • Platz 1: Naturbelassenes Gemüse
  • Platz 2: Gemüsezubereitungen (Pfannen- und Buttergemüse)
  • Platz 3: Blatt- und Rahmspinat
  • Platz 4: Tiefgekühlte Kräuter (Schnittlauch, Petersilie, Dill und Knoblauch)

Viel sind die knapp 4 Kilo meiner Meinung nach nicht – hält man dagegen bspw. die 86 kg Brot die Deutsche pro Jahr essen. Darum an dieser Stelle etwas „Werbung“ für Tiefkühlprodukte – speziell Tiefkühlgemüse.

TK-Gemüse – das geht natürlich zu Lasten von frischem Gemüse. Darum taucht in diesem Zusammenhang auch immer wieder die Frage auf: Ist frisches Gemüse nicht besser als Tiefkühlgemüse? Ganz klar: Nein. Denn Gemüse das nach langem Transport endlich im Supermarkt angekommen ist, hat schon deutlich an Vitalstoffgehalt eingebüßt.

Tiefkühlgemüse hat gegenüber dem Gemüse aus dem Supermarkt den Frische-Vorteil. Wertvolle Vitamine und Nährstoffe werden über einen längeren Zeitraum bewahrt: z.B. Kämpferol in Bohnen (sekundärer Pflanzenstoff der die körpereigene Abwehr stärkt und das Krebsrisiko verringert) ist in Tiefkühlbohnen – die bei mind. -18 Grad Celsius gelagert werden – monatelang noch nahezu vollständig vorhanden. In frischen Bohnen – die bei 4 Grad Celsius im Kühlschrank gelagert werden – ist nach einer Woche 30% weniger Kämpferol enthalten.

Grund ist die Schockfrostung: nur wenige Stunden nach der Ernte, nach kurzem Blanchieren wird Tiefkühlgemüse bei sehr tiefen Temperaturen (nur industriell möglich) tiefgefroren und so die Zellstrukturen des Gemüses erhalten.

Fazit: Tiefkühlprodukte sind schnell zubereitet und hervorragende Vitaminlieferanten. Es empfiehlt sich die puren Varianten den mit Rahm und Käse verfeinerten Gerichten vorzuziehen.

tiefkuehlvergleich

Das gilt auch für andere TK-Gerichten: ein einfaches Fischfilet statt panierter Fischstäbchen oder Fertig-Schnitzel. Ideal – besonders für Kleinhaushalte – sind die portionierbar abgepackten Tiefkühlgerichte wie zum Beispiel Spinat-Würfel.

via foodmonitor.de
Bild: tiefkuehlkost.de


1 Kommentar

  1. Ich habe mir sagen lassen, dass man frisches Gemüse nicht unbedingt im Supermarkt kaufen muss oder sollte ich mich irren und es gibt nirgends mehr Wochenmärkte oder Bioläden oder Gemüsehändler. Dann lebe ich wohl noch auf einer Insel der Seligen.

Trackbacks/Pingbacks

  1. Fremdes Gemüse: Mangold | amapur Diät Blog - Die besten Abnehmtipps und Diät Rezepte - [...] irrtümlich hohen Eisengehalts. Mangold ist – genau wie Spinat – gesund und ein guter Vitaminlieferant. Vitamin K, Vitamin A …

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>