Exotische Früchte (14): Granadilla

Die Granadilla gehört zur Art der Passionsfrüchte. Sie wachsen an der Passionsblume, genauer an deren Untergattung Passiflora. Die Früchte sind biologisch gesehen Beeren. Diese hier ist eine “Süße Granadilla” und der Name ist Programm! Sie sind in Mittelamerika beheimatet. Ihre orange bis rot braune Schale sollte nicht zu stark gedrückt werden, denn sie ist zwar hart aber bricht sehr leicht.

Die exotische Frucht enthält Flavonoide und Alkaloide. Dies sind, für den menschlichen Körper sehr gesunde, Pflanzenstoffe. Sie beugen der Zellalterung und der Bildung freier Radikale vor. Die Granadilla enthält bis zu 100 Kalorien pro 100 Gramm.

Passionsfrüchte sind allgemein reich an Vitamin C, Eiweiß und Niacin. Außerdem enthält die Granadilla Kalium, Phosphor, Eisen sowie Provitamin A, B1 und B2. Granadillas schmecken sehr aromatisch und exotisch. Das Fruchtfleisch umhüllt sehr knusprige Kerne, die mitgegessen werden können. Die Kerne bildet einen sehr überraschenden Kontrast zu dem etwas glibberigen Gelee. Isst man die Granadilla mit dem Löffel wird man feststellen, dass das gar nicht so einfach ist. Wie beim rohen Ei klebt das kernige Fruchtfleisch zusammen und macht es dem Löffel schwer.

Granadilla_halb_offen_1

Aber es gibt zum Glück noch andere Möglichkeiten die Granadilla zu essen. Zum Beispiel über einem Obstsalat oder einem Gemüseteller. Der intensiv süße Geschmack passt perfekt zu rohem Gemüse (Gurken, Salat, Chicoree) und Obst. (Äpfel, Orangen, Bananen, Ananas). Verrührt mit einem Joghurt oder Quark sind sie der ideale Snack für nachmittägliche “Süß-Laune”. Die Kerne kann man auch getrocknet knabbern. Sie sind leicht salzig und erinnern etwas an bekannte Sonnenblumenkerne.

Wer seinen Gästen im Sommer mal etwas Besonderes servieren möchte, kann auch Limonade aus der Frucht machen. Das Fruchtfleisch dafür durch ein Sieb drücken und mit Mineralwasser auffüllen. Sehr erfrischend und 1000-mal besser als Multivitamin-Nektar aus dem Supermarkt, der viel zu viel Zucker enthält. Auch für Eis und Cocktails ist die Süße der Granadilla bestens geeignet. Und wer sich wagt, kann sie auch mit Käse kombinieren.

Granadilla_Fruchtfleisch

Granadillas werden reif geerntet und halten sich im Kühlfach zu Hause auch noch einige Tage, da sie langsam nachreifen. Erhältlich sind sie von September bis Mai. Da hatten wir Glück, denn es ist ja schon Juni. Die Grenadilla ist auf jeden Fall einen Kauf wert. Ihr exotischer Geschmack ist unvergleichlich. Wer das Fruchtfleisch nicht sehen kann (es sieht wirklich allein etwas unappetitlich aus) greift zur Maracuja oder Passionsfrucht. Die sehen etwas bunter und hübscher aus, doch die süßeste Frucht der Passiflora bleibt eben die unscheinbare Schwester Granadilla.

via wikipedia.de


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