Federweißer: Prickelnder Herbstbote

Auch wenn wir gerade die letzten Sommertage genießen, die ersten Herbstboten sind fast da. Einen äußerst leckeren und mittlerweile populären Boten haben wir uns deshalb einmal näher angeschaut: Den Federweißer.

Bereits Ende August werden erste Trauben geerntet, den eigentlichen „Sauser“ gibt es aber erst von September bis Mitte Oktober. Federweißer ist ein Nebenprodukt der Weinherstellung. Genauer gesagt ein Traubenmost, der zu gären begonnen hat. Und da aus jeder Traube Federweißer hergestellt werden kann, gibt es auch einen Federroter. Die enthaltene bzw. zugesetzte Hefe sorgt dafür, dass Zucker in Kohlensäure und Alkohol umgewandelt wird.

Der Federweißer verliert immer mehr an Süße und schmeckt zunehmend nach Wein. Auf „halbem Weg“ vom Traubensaft zum Wein schmeckt er, mit ca. 4-5 Prozent Alkohol, am besten. Getrunken wird der Federweißer leicht gekühlt.

Ein Glas Federweißer ist nicht nur etwas für die Geschmacksnerven, sondern auch für die Gesundheit. Mediziner loben die blutreinigende und entschlackende Wirkung. Die Kombination aus Hefe, Milchsäurebakterien und Trübstoffen aktivieren den Magen-Darm-Trakt. Auch die Vitamine B1, B2 und B6 sind enthalten und für Nerven, Haut und Haare nützlich.

Da Kohlensäure entsteht, dürfen die Flaschen nicht luftdicht verschlossen und nur aufrecht transportiert werden. Ob der Süßegrad ausreicht, können Sie selber bestimmen. Schmeckt er, ab in den Kühlschrank, soll er noch gären, einfach bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Federweißer wird üblicherweise serviert mit:

  • Zwiebelkuchen
  • Laugenbrezeln
  • Esskastanien
  • oder herzhaft belegten Broten

Auch wenn weniger Alkohol als im fertigen Wein enthalten ist, sollte das Glas nicht allzu oft geleert werden. Die durchschnittlichen 78 kcal pro 100ml liefern neben Alkohol jede Menge Zucker, der schnell ins Blut geht.

Bild: © Edith Ochs/pixelio


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