Fruktose: Noch ein Dickmacher
Wissenschaftler der Universität von Florida in Gainesville haben einen neuen Übeltäter für das steigende Übergewicht in der Bevölkerung entdeckt: die Fruktose. Der Fruchtzucker ist in natürlicher Form in Früchten und Honig enthalten. In Haushaltszucker kommt er nur gebunden mit Traubenzucker (Glukose) vor.
Fruktose süßt 20 Prozent stärker als Tafelzucker (Saccharose), der aus Zuckerrüben oder Rohrzucker gewonnen wird. Deshalb wird es in der industriellen Lebensmittelproduktion, zum Beispiel für Limonaden, eingesetzt.
Die Forscher aus Gainsville fanden heraus, dass Fruktose die Harnsäurekonzentration erhöht. Das wiederum führt zu Insulinresistenz. Insulinresistenz bedeutet, dass energiereiche Nährstoffe wie Zucker nicht mehr vollständig vom Körper verwertet, also in Energie umgewandelt, werden können. Die Folgen können Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck und Diabetes sein.
Nun ist Fruktose nicht der Alleinschuldige. Auf der Anklagebank sitzen ja auch schon Kohlenhydrate, die Ursache für den anhaltenden Low-Carb Trend.
Industriell gefertigte Produkte enthalten meist zu viel des Guten und das in ungesunden Kombinationen: So wird Fruktose häufig mit Maisstärke-Sirup angereichert - eine Energiebombe. Natürlicher Zucker in Maßen - wie er auch als Fruchtzucker in Obst enthalten ist - und Vollkornprodukte haben dagegen noch niemanden krank gemacht.
via focus-online und wikipedia