Fremdes Gemüse: Maronen

Maronen sind Nüsse und kein Gemüse, das wissen wir auch. Trotzdem finden sie hier Platz, denn sie schmecken und stecken voller gesunder Aminosäuren, die unser Organismus braucht um körpereigene Proteine, also auch Muskeln, aufzubauen.

Der Schusseligkeit der kleinen Waldbewohner verdanken wir die leckeren Esskastanien. Die Verbreitung des Edelkastanienbaums kommt nämlich durch Eichhörnchen, Siebenschläfer und Krähen zu Stande. Die verstecken die Früchte, die Maroni, als Vorrat im Erdreich und vergessen sie dann.

Ende des 19. Jahrhunderts waren deshalb nicht Kartoffeln, sondern Maronen Hauptnahrungsmittel in den Bergregionen Südeuropas. Die Bäume der Edelkastanie werden dabei über 100 Jahre alt. Maronen haben im Herbst und Winter Saison und werden auch gern auf dem Weihnachtsmarkt angeboten.

Die Früchte der Edelkastanie enthalten im Gegensatz zu ihren Verwandten Haselnuss, Walnuss & Co. kaum Fett und Eiweiß. Sie haben dafür einen hohen Stärke-Anteil und sind reich an Kalium und Magnesium. In der Marone ist ein hoher Anteil essentieller Aminosäuren aber sie enthalten kaum nennenswerte Mengen Vitamine: nur Vitamin B1 und Vitamin B2.

Maronen sind frei von Prolamin und Glutenin. Daher ist die Frucht für Menschen mit Gluten-Allergie geeignet. Sie enthalten 8-9 Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm. Der Wassergehalt liegt bei ca. 50 Prozent.

100 Gramm Maronen haben ca. 200 Kalorien. Aber die 100 Gramm sättigen auch sehr lang. Hier ein schnelles Maronen-Rezept:

Maronen ohne SchaleMaroni-Risotto

Zutaten für 2-3 Portionen:

200 g Risottoreis, 1/2 Liter Gemüsebrühe, 100 ml Weißwein, 100 g Maronen (luftdicht verpackt), 1 Knoblauchzehe, 1/2 Zwiebel, 40g Parmesan, Salz und Pfeffer, Petersilie, Olivenöl

Zubereitung:

Die Maronen und die halbe Zwiebel in feine Würfel schneiden. Den Knoblauch klein hacken. Gemüsebrühe in einem Topf zum Sieden bringen. Zwiebel und Knoblauch in einem anderen Topf in etwas Olivenöl anbraten, den Risottoreis dazugeben und mit andünsten. Nach ca. 3-5 Minuten den Risottoreis mit Wein ablöschen. Den Wein einkochen lassen. Danach wird die Gemüsebrühe Schluck für Schluck dazugeben (dabei Rühren nicht vergessen!). Dann die Maronen-Stücke hinzufügen und mit köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Wenn das Risotto schön gar ist (etwas pappig kann es sein) nimmt man es vom Herd und gibt die Petersilie und den frisch geriebenen Parmesan darüber. Fertig.

Eine Portion hat ca. 500 Kalorien.

Bild Marone mit Schale: wikipedia


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