Evolution der Currywurst
Wer hat’s erfunden? Eine Berlinerin. Herta Heuwer, im Jahr 1949. Zu Nachkriegszeiten genau das Richtige: heiß, fettig, ordentlich gewürzt, saftige Kalorien.
Lange Zeit vegetierte die Currywurst dann dahin. Abgelöst von Döner, Hamburger & Falafel, fristete sie ihr schäbiges Dasein, inmitten von Papptellern und Dosenbier. An einigen Imbissbuden glänzte sie noch etwas als Touristenattraktion.
2007 startet sie nun ihr Comeback. Das neue “it”-Würstchen sozusagen. Das verrät uns die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Freundin. Dort erfahren wir auch, dass die it-Currywurst bei München’s Schickeria angekommen ist. Total hipp, im “Cosmogrill” in der Maximilianstraße. Dazu gibt’s standesgemäß Champagner. Noch Fragen?!
Scheinbar hat den Neu-Currywurst-Ludern noch niemand verraten, dass der Kaloriengehalt immer noch wie zu Herta’s Zeiten ist. Wir geben Nachhilfe und sezieren eine echte Berliner Imbissbuden-Currywurst:

- Currywurst: 90 g = 270 kcal
- Ketchup: ca. 20 g = 21 kcal
- Currygewürz, Pulver: ca. 10 g = 32 kcal
- Gesamt
159.2 g = 416.7 kcalUps, da hat sich doch glatt ein Rechenfehler eingeschlichen
: 120 g = 323 kcal
Plus schnelle Kohlenhydrate durch ein weißes Brötchen (38,5 g = 91 kcal), gepaart mit einem Gläschen Veuve Clicquot (150 ml = 138 kcal) schlägt das dann auch der High Society mit stattlichen 646 552 kcal auf die Hüften. Satt bleibt man davon nicht lange. (bei uns kam der Hunger nach 3 Std.)

Dem Revival der Curry-Wurst zu Ehren werden wir noch viele echte Berliner Curry-Würste testen. Tipps für die beste Wurst in Town? Schreibt uns!
Und weil’s so schön ist, lassen wir den Udo dazu singen:

