Exotische Früchte (1): Granatapfel
Der wöchentliche Supermarkteinkauf fällt oft nicht sehr originell aus. Im Korb landen Äpfel, Bananen und Standard-Gemüse. Man traut den gut aussehenden exotischen Früchten einfach nicht über den Weg. Es scheint zu kompliziert und wirft im Einkaufsstress zu viele Fragen auf: Wie schmeckt das? Wie bereite ich das zu? Ist das eigentlich schon reif? Der mutige Griff bleibt meist aus.
Wir schaffen jetzt Abhilfe. Jede Woche stellen wir eine exotische Frucht vor, die selten im Einkaufskorb landen. Heute:
- Granatapfel

Gut, den Granatapfel kennen die meisten zumindest vom Namen. Er wächst am Granatapfelbaum, der wiederum ursprünglich in Pakistan wuchs und heute im gesamten Mittelmeerraum, Brasilien und Iran verbreitet ist. Der Granatapfel ist ein Fruchtbarkeitssymbol und steht für Vollkommenheit. In Griechenland ist es bei Hochzeiten heute noch Brauch, das Brautpaar mit getrockneten Granatäpfeln zu bewerfen (aua!). Platzt die Frucht auf und die Samen fallen raus, deutet dies auf reichen Kindersegen.

Die Samen, Anardana genannt, schmecken süß-säuerlich. Ein bisschen wie Johannisbeeren. Aus ihnen wird der Saft Grenadine, aus diversen Cocktailvariationen bekannt, gepresst.
Mit den Kernen lassen sich aber noch ganz andere Sachen zaubern: sie veredeln Salate (Grüner Salat oder Fruchtsalat) und Desserts mit einer fruchtigen Note. Anfänger können zum Beisiel einfach ein paar der vitaminreichen Kerne unter Naturjoghurt mischen. Mehr Granatapfel-Rezepte finden sich bei kochmeister und chefkoch.
So bereitet man die Frucht zum Essen vor:

Den Apfel längst halbieren. Dann am Besten nochmals vierteln. Mit den Fingern die Kerne auspulen. Das geht durch die dünnen Schalen fast wie von selbst. Ich fand das Kerne suchen sehr spannend - sie tauchen hinter jeder “Ecke” auf. Vorsichtig beim Schneiden und Pulen, denn wenn die Kerne platzen, spritzt die rote Flüssigkeit ganz schön weit.
Reif ist ein Granatapfel wenn er eine orange bis rote Farbe hat (siehe erstes Bild). Die Frucht ist reich an Betakarotin, B1, B2, C- Vitamin, Kalium, Phosphor, Magnesium, Kalzium, Eisen und Eiweiss. Auch große Mengen antioxidative sekundärer Pflanzenstoffe, wie Polyphenolen (Flavonoiden, Tannine) sind enthalten.
Hierzu auch: Granatapfel-Blog