Gegen Heißhunger-Attacken (Teil 1/4)

Plötzlich ist es da. Dieses ganz intensive Bedürfnis nach einem Stück Schokolade oder Kuchen. Purer Heißhunger. Einer Studie der Uni Tufts zufolge „leiden“ 91% der Frauen unter starken Heißhunger-Attacken.

Schuld ist das Hormon Dopamin. Dopamin wird nach dem Verzehr von Wohlfühllebensmitteln ausgeschüttet. Das macht euphorisch und klar, das Gehirn wird süchtig, möchte dieses Hochgefühl immer wieder neu erleben. Willenskraft hilft da nur bedingt.

Zeit für wirksame Strategien gegen Heißhunger-Attacken jenseits der reinen Willenskraft. Vier Fragen, die bei der Ursache der Heißhunger-Attacke ansetzen. Einfach beim nächsten Anfall von „Ich muss jetzt sofort ein Häägen Daaz haben“ ausprobieren.

Frage Nr. 1 – Bin ich gestresst?
Fühlt sich der Körper unter Druck oder Stress, schüttet er das Hormon Kortisol aus. Das Gehirn sucht daraufhin Belohnung. Am liebsten Wohlfühllebensmittel mit viel Zucker und Fett. Denn diese ziehen die Bremse im Stress-System, indem sie die Kortisolausschüttung abdämpfen.

gestresstIsst man Kartoffelchips oder Pralinen als Reaktion auf negative Gefühle – zum Beispiel nach Streit mit dem Partner – etablieren sich starke Assoziationen im Gehirn. Wie ein Pawlowscher Reflex: das Essen von Süßem oder Fettigem brennt sich im Hirn als ideale Lösung für unangenehme Probleme oder Gefühle ein.

Raus aus der Kortisol-Falle

  • Glücksgefühle simulieren: besonders bei Frauen funktioniert dies mit Musik hervorragend, da Musik emotionale Reaktionen hervorruft. Musik bietet Ablenkung und emotionale Entspannung.
  • Abwarten: Heißhunger-Attacken wird oft zu schnell nachgegeben. Es kommt das Gefühl auf – je länger ich warte, desto schlimmer wird es. Dem ist aber nicht so. Heißhunger ist wie eine Welle, kommt, baut sich auf und verschwindet wieder. Abwarten und Tee trinken hilft, mit Heißhunger-Attacken besser umzugehen und antrainiertes Verhalten abzulegen.
  • Ablenken: Wonach es dem Körper wirklich verlangt ist nicht „essen“, sondern einfach nur „besser fühlen“. Wenn eine Attacke kommt, wie wär’s mit: Freunde anrufen sie um Rat fragen oder einfach nur „ausheulen“, Sport machen, aufs Rad setzen und ins Grüne fahren? Bewegung ist ein unglaublich guter Stress-Killer. Vor allem herausfinden was es ist, das emotional belastet: Angst, Langeweile, Ärger, … und einfach mal aufschreiben: Ich fühle mich __________ wegen __________.

Demnächst die restlichen 3 Fragen und Antworten darauf.

via prevention.com
Bilder mackenzie bzw. bradkiller @istockphoto.com


1 Kommentar

  1. Lassen Sie erst gar keinen Heißhunger aufkommen. Wenn Sie sich satt essen mit ausgewogener Ernährung bleibt der Heißhunger aus. Ein weiterer Tipp! Wenn Sie einkaufen oder durch die Stadt schlendern, essen Sie sich vorab richtig satt. So bekommen Sie kein Appetit auf Dinge, die nichts auf ihrem Speiseplan zusuchen haben.

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