Gegen Heißhunger-Attacken (Teil 2/4)

Und weiter geht’s mit wirksamen Strategien gegen Heißhunger-Attacken. Nach den Antworten auf Frage Nr. 1 – Bin ich gestresst? geht es heute um das Befriedigen von Gelüsten auf Lieblingsspeisen.

Frage Nr. 2 – Habe ich weniger gegessen als sonst?

Wird nur sehr wenig gegessen oder werden gleich ganze Nahrungsgruppen (Kohlenhydrate, Eiweiße) weggelassen schaltet der Körper in den Hunger-Modus. Bereits nach 3 restriktiven Tagen reduziert sich der Anteil des appetitreduzierenden Hormons Leptin im Körper um 22%.

Experten fanden heraus, dass restriktive Esser nicht zwangsläufig schlanker als normale Esser sind. Im Gegenteil: sie liegen sogar 1-2 BMI Punkte (entspricht 5-10 Kilo) höher.

Durch selbst auferlegte strenge Essregeln hat der restriktive Esser häufiger großes Verlangen nach einem bestimmten Lebensmittel. Hat er endlich die Chance es zu verzehren, überisst er sich daran oft. Das Magazin Appetite lies im Rahmen einer Studie Frauen 3 Tage lang keine Kohlenhydrate essen. Diese hatten an Tag 4 wesentlich stärkeren Heißhunger und aßen 44% mehr Kalorien von Kohlenhydraten als die Vergleichsgruppe.

“Making certain foods off-limits can lead to obsessing and bingeing,” Kathy McManus, Director of Nutrition, Brigham Women’s Hospital Boston

Raus aus der „Restriktives Essen Falle“

  • Alle Verbote aufheben: Besser ist es, den Verzehr der Lieblingsspeisen zu planen. In kontrollierten Portionen. Ein Stück Pizza oder eine halbe Pizza – anstelle der ganzen Pizza. (bei TK-Pizza am besten gleich die Hälfte durchschneiden, wenn sie noch gefroren ist – denn liegt sie einmal auf dem Teller essen wir die Pizza meist auch auf). Oder das Lieblingsdessert – wie Schokokuchen oder Tiramisu – mit Freunden teilen.
  • Nicht um Essgelüste „drum herum essen“: Stillt der restriktive Esser den Appetit auf ein bestimmtes Lebensmittel mit einer low-fat oder low-calory Alternative, stellt sich im Gehirn nicht die gleiche Befriedigung ein. Gelüstet es z.B. nach einem Vanille-Milch-Shake dann wird der Verzehr des low-fat Joghurts nicht befriedigen. Besonders nicht, wenn man sich den Milch-Shake schon längere Zeit vorenthalten hat. Durch solche Ausweichstrategien werden teilweise sogar mehr Kalorien gegessen als hätte man sich von dem Milch-Shake eine kleine Portion gegönnt.

via prevention.com
Bild Rich Legg @ istockphoto.com


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