Gegen Heißhunger-Attacken (Teil 4/4)

Der letzte Teil unserer Heißhunger-Attacken Reihe – nach Nr. 1 – Bin ich gestresst?, Nr. 2 – Habe ich weniger gegessen als sonst? und Nr. 3 – Bekomme ich genug Schlaf? – ist:

Frag Nr. 4 – Kreiere ich mir Gewohnheiten?

Man realisiert es nicht bewusst, aber scheinbar unwichtige Routinen wie zum Beispiel das Popcorn-Essen vorm Fernseher, erzeugen im Gehirn starke Assoziationen.

Unser Gehirn liebt nun mal nichts mehr als Routinen und Gewohnheiten. Allein der Gedanke daran, kleine Gewohnheiten aufzugeben, löst Angstgefühle in einem Hirnbereich namens Amygdala (auch Mandelkern) aus. Kaum hat das Popcorn – um bei dem Beispiel zu bleiben – den Mund passiert, sind die Angstgefühle augenblicklich verschwunden. Dessen sollten wir uns bewusst sein, denn nur dann können schlechte oder falsche Ess-Angewohnheiten auch erfolgreich abgestellt werden.

Strategien gegen „schlechte Angewohnheiten“

  • Weg mit den Reizen: Gerüche, Geräusche, Anblick – diese sensorischen Reize sollten eliminiert werden, denn sie sind machtvolle Auslöser. Das heißt für die Popcorn-TV-Angewohnheit: nicht in der Küche fernsehen, Fernseher weit weg von der Küche aufstellen, kein Popcorn im Haus haben oder gar nicht erst fernsehen.
  • „Stop-Technik benutzen: Jedes Mal, wenn eine Esslust verspürt wird – „STOP!“ – denken. Stattdessen ein gesundes Bild vor dem inneren Auge ausmalen: zum Beispiel sich selbst rank & schlank vorstellen. Nach einer Weile gibt das Gehirn auf: das Bild des „begehrten“ Lebensmittels (z.B. Popcorn) verschwindet und das Verlangen lässt nach.

“One of my clients did this four or five times a day, and within 2 weeks, she stopped turning to sweets every night after dinner.” Bob Maurer, Autor von “One Small Step Can Change Your Life.”

  • Aufmerksamkeit umlenken: Australische Forscher entdeckten, dass man sein Gehirn prima ablenken kann. Bei dem Verlangen nach bestimmten Lebensmitteln – wie Süßigkeiten – sollte man also seine Aufmerksamkeit bewusst auf etwas anderes lenken. Etwas, dass nichts mit Essen zu tun hat. Wie zum Beispiel das Denken an einen Telefonanruf, an das Schreiben einer E-Mail oder den nächsten Urlaub.

via prevention.com, Bild Elke Müller/lebensmittelfotos.com


3 Kommentare

  1. Danke für die Nennung von Lebensmittelfotos.com als Bildquelle. Wir freuen uns stets über jeden Link. Grundsätzlich jedoch dürfen alle Fotos von Lebensmittelfotos.com ohne jegliche Einschränkungen und/oder Verpflichtungen frei von jedermann zu jedem Zweck verwendet werden.

    (Wollte ich nur noch mal drauf hingewiesen haben ;-))

  2. Ist schon klar – ich finde aber man kann einen so tollen Service ruhig etwas bekannter machen ;)
    Aber danke für den Hinweis und danke für die Idee zu Eurerer Seite!

  3. Hey,
    Heißhunger ist ja eh nur wieder ein Punkt eines chemischen Prozesses. Der Heißhunger muss in positive Augenblicke umgeleitet werden. Einfach auch mal ein Stück Schokolade essen, aber auch weitere positive Augenblick mit dem Heißhunger genießen; z.B. kann das ein Telefonat mit der besten Freundin sein.
    Liebe Abnehm-Grüße Svea

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