Gesunde und ungesunde Fette

Fett ist entgegen der in den westlichen Gesellschaften weit verbreiteten Angst lebensnotwendig! Es schützt unsere inneren Organe vor Druck- und Stoßverletzungen sowie vor Kälte. Es ist in den Zellmembranen enthalten, ist an der Synthese von Eiweiß beteiligt, liefert neben Kohlenhydraten und Eiweiß Energie, kann zur Entgiftung (z.B. bei Pestizidbelastung, da Pestizide fettlöslich sind) beitragen, erhält die Elastizität der Haut… etc.

Allerdings gibt es sehr große Unterschiede zwischen den einzelnen Fetten. So unterscheidet man tierische und pflanzliche Fette sowie gesättigte Fettsäuren und Ungesättigte. Generell gilt die Faustregel: Je stärker verarbeitet, desto ungesünder. Z.B. werden Öle oft stark erhitzt, was bei vielen Fetten dazu führt, dass sie für den menschlichen Organismus giftig werden.

Transfette, also gehärtete Fette, sind die ungesündesten Fette, die man seinem Körper zuführen kann. Gemeinerweise sind sie in fast allen Fertigprodukten: In Schokolade und Schokoriegeln, in Chips, Keksen, Kuchen aus dem Supermarkt, Frittiertem, Margarine, in Tütensuppen und -saucen und so ziemlich allen Fertiggerichten.

 

Gesättigte und ungesättigte Fettsäuren

Omega 3 Fettsäuren in LachsGesättigte Fette sind die, die bei Zimmertemperatur fest sind (Kokos- und Palmöl, Butter, Schmalz, …). Sie sind kaum anfällig für Oxidation, was auf Deutsch so viel bedeutet, wie: Sie werden nicht so schnell ranzig. Daher sind sie erhitzbar. Kokosöl kann beispielsweise problemlos bis 180°C erhitzt werden und ist daher besonders zum Braten und Backen geeignet. Zudem sind sie – mit Ausnahme von Butter – lange haltbar.

Vom gesundheitlichen Wert her ist hier eindeutig das Kokosöl zu bevorzugen, da es hauptsächlich aus mittelkettigen Fettsäuren besteht. Diese werden vor allem zur Energiegewinnung genutzt und nicht in Form von Fettdepots gespeichert. Zudem enthält Kokosöl die antiviral und antibakteriell wirkende Laurinsäure (ca. 50%). Pilzinfektionen bietet das Kokosöl mit Caprinsäure die Stirn. Es ist also Genuss- und Heilmittel in einem!

Ungesättigte Fette werden wiederum in einfach (Olivenöl) und mehrfach ungesättigte (Leinöl) sowie hochungesättigte Fettsäuren (EPA und DHA) unterschieden. EPA und DHA kommen in Fischen und Garnelen vor. Sie alle sind bei Zimmertemperatur flüssig und müssen wegen ihrer hohen Oxidationsempfindlichkeit kühl und dunkel aufbewahrt werden. Leinöl wird leider in so gut wie keinem Geschäft gekühlt und wird damit schon vor dem Kauf für den Verzehr wertlos.

Werden ungesättigte Fette erhitzt, entstehen schädliche Substanzen, also nehmen Sie diese lieber nur für den Salat und kochen, backen und braten Sie mit gesättigten Fetten wie Kokosöl!

 

Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren

Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren gehören zu den ungesättigten Fettsäuren und sind essentiell, d.h. sie werden vom Körper nicht selbst hergestellt und müssen – am besten täglich – mit der Nahrung aufgenommen werden. Die gesättigten Fettsäuren hingegen stellt unser Körper selbst her, wenn wir Kohlenhydrate (Kartoffeln, Nudeln, Reis, Brot, …) zu uns nehmen. Wenn man es mit dem Essen nicht maßlos übertreibt, haben aber auch gesättigte Fettsäuren Vorteile für die Gesundheit, siehe Kokosöl.

Was Sie meiden sollten:

  • Transfette
  • Zu viel Omega-6-Fettsäuren (Margarine, Soja-, Mais-, Distel, Sesam-, Sonnenblumen- Traubenkern- und Kürbiskernöl)

 Bevorzugen Sie lieber:

  • Omega-3-Fettsäuren (Lein-, Hanf- und Walnussöl sowie in Fisch, aber Achtung! Viele Fischarten sind vom Aussterben bedroht, und auch die, die es nicht sind, sind häufig schwermetallbelastet!)
  • Krillöl (enthält vor allem EPA und DHA – wichtig für‘s Gehirn!)
  • Statt Margarine lieber Butter auf’s Brot
  • Zum Braten, Backen, Kochen: Erdnuss- oder Kokosöl, Butterschmalz

Oliven- und Rapsöl sind gar nicht so gesund, wie immer propagiert wird. Olivenöl enthält keine Omega-3-Fettsäuren, und man sollte es nicht erhitzen, da sonst die in ihm enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe, die sehr gesund sind, zerstört werden. Rapsöl enthält zwar wegen neuerer Züchtungen nur noch 5 statt vorher bis zu 69% der herzschädigenden Erucasäure, ansonsten aber vor allem Omega-9-Fettsäuren (nicht essentiell) und nur 10% Omega-3-Fettsäure.

Bilder:
Kokosöl: Fotolia © ckellyphoto
Lachs: Fotolia © Alexander Raths


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