Gesunder Scharfmacher

Pfeffer wird erst wahrgenommen, wenn etwas mehr im Essen ist. Verantwortlich für die Schärfe ist der Inhaltstoff Piperin. Wer gern scharf isst, tut einiges für seine Gesundheit. Typische Reaktion des Körpers bei scharfen Mahlzeiten: Schweißausbruch. Die Hitze ist aber durchaus gut für den Körper, z. B. bei Husten und Halsschmerzen.

Auch bei Zahn- oder Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und Sodbrennen kann Pfeffer helfen. Der Grund: Bakterien können sich unter Pfeffereinfluss schlechter vermehren.

Positiv ist Scharfes auch für die Fettverbrennung: Der Verdauungsmechanismus läuft auf Hochtouren. Aber scharfes Essen ist nicht nur für die Figur von Vorteil. Der Körper empfindet die Schärfe zunächst als Schmerz und schüttet Endorphine – Glückshormone – aus. Damit Pfeffer glücklich, schlank, gesund und scharf macht, sollten die Körner frisch gemahlen werden. Gemahlener Pfeffer hat bereits einen Großteil seines Aromas verloren. Einen gute Pfeffermühle ist ein schönes Geschenk mit Gesundheitsfaktor.

Der Klassiker unter den Scharfmachern wächst am Strauch, der bis zu 10m groß werden kann. Oft werden die Pflanzen aber in 3-4m hohen Pfeffergärten kultiviert. Geerntet wird 2x im Jahr, je später, desto besser das Aroma. Die Pfefferbeeren verfärben sich im Laufe des Reifeprozesses von grün über gelb nach rot.

 

Pfeffersorten

  • Grüner Pfeffer ist unreif und wird meist in Essig, Salzlake eingelegt oder gefriergetrocknet angeboten.
  • Schwarzer Pfeffer wird ebenfalls unreif, allerdings kurz vor der Reife geerntet, fermentiert und getrocknet. Dabei verfärbt er sich schwarz und bekommt die typische runzelige Oberfläche.
  • Beim weißen Pfeffer wird durch Einweichen die rote Schale abgelöst und getrocknet. Er ist scharf, aber weniger aromatisch.
  • Roter Pfeffer ist eine Rarität und zeichnet sich durch eine Kombination von frischem und doch vollreifem, scharfen Aroma aus.

Heute gehört Pfeffer in jede Küche. Das war nicht immer so. Lange Transportwege machten das Gewürz teuer. Der Spruch „Geh doch wohin der Pfeffer wächst“ stammt aus der Zeit, wo die Anbauländer Indien, Brasilien, Indonesien und Malaysia wirklich fern waren.

Bilder: © Kellermeister/pixelio


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