Glutamat (un)bedenklich?!

Glutamat ist ein Geschmacksverstärker. Ihm haftet der Ruf an, gesundheitsschädlich zu sein. Bedenken drehen sich um die Wahrscheinlichkeit, dass Glutamat die Blut-Hirn-Schranken passiert, schädliche Wirkungen auf Immunfunktionen und Lungengesundheit hat, Überempfindlichkeiten auslöst, Appetitanregend ist.

Die Ungefährlichkeit von Glutamat – einem Salz der Glutaminsäure – bestätigte ein unabhängiges Expertenpanel. (European Journal of Clinical Nutrition

) Sicherheitsgrenze seien demnach 6.000 mg pro kg Körpergewicht. Sicher nicht das Diskussions-Ende, wird doch über das Thema Glutamat seit Jahren kontrovers gestritten.

Ein 75 kg schwerer Mensch dürfte nach den Forschungsergebnissen pro Tag 450 g Glutamat essen. Wenn man so viel in Form von Produkten mit dem Geschmacksverstärker Glutamat essen würde, dann würde man vorher an einer Natriumchloridvergiftung (Kochsalzvergiftung) sterben. Denn Glutamat wird fast immer bei salzigen Produkten verwendet.

portion-sojasosseGenerell gesund und ausgewogen Ernährte werden auch mit einer Prise Glutamat kein Problem haben. Liebhaber von Sushi hätten sonst schon längst über massive Beschwerden geklagt, denn Sojasoße enthält viel natürliches Glutamat, (782 mg / 100 g). Eine ordentliche Portion von 15 g Sojasoße zum Sushi hätte dann 117 mg Glutamat.

Der beste Weg: wie immer, alles in Maßen. Negativ sind täglich Chips, Fertiggerichte & Co. immer noch vor allem wegen ihrer massiven Kalorienmengen.


3 Kommentare

  1. Also ich weiss ja nicht. Glutamat ist alles andere als unbedenklich. Ich finde Deinen Vorschlag daher recht gut: Alles in Maßen. Da wo natürlicherweise ein wenig Glutamat drin ist – OK. Da wo künstlich Mengen hinzugefügt werden – Nein danke.

  2. sylvia grotsch

    Na, wunderbar dachte ich, als ich heute sah, dass auf einer Büchse amapur (ich weiss jetzt grade nicht auf welcher) “Geschmacksverstärker” stand. Hätte ich das gewusst, hätte ich die Finger davon gelassen. Ein absoluter Grund für mich, KEINE Amapur-Produkte mehr zu kaufen. Warum sagt Ihr den Leuten nicht einfach, dass sie ihre Suppe ein bissel mit Kräutern aufpeppen sollen oder die, die es nicht lassen können, können doch selber Soja-Sauce rein tun. Warum werden einem die Geschmacksverstärker aufgedrängt?

    Ich achte schons seit Jahren darauf, keine Lebensmittel einzukaufen, in dem das Zeug drin ist.
    Naja, und dann muss natürlich auf einer solchen Seite wie hier ein solcher “Artikel” wie oben gepostet werden, um sich zu rechtfertigen, dass das Zeug eben doch nicht schädlich ist, wenn man es in kleinen Mengen zu sich nimmt.

    Wir nehmen andauernd “kleine Mengen” schädlicher Sachen zu uns. Jedes Einzelne mag ja unschädlich sein, aber es macht eben die Summe.

  3. 1. Die diskutierten gesundheitlichen Bedenken hinsichtlich Glutamat wurden bis heute (so zumindest mein Wissenstand) nicht eindeutig wissenschaftlich nachgewiesen.
    Die o.g. Untersuchung bestätigte die Unbedenklichkeit von Glutamat von täglich bis zu 6g pro Kilo Körpergewicht. Das sind ungeheuere Mengen an Glutamat, die man zur Grenzüberschreitung verzehren müsste.

    Sogar die neutrale Stiftung sagt dies: “Doch weist “Stiftung Warentest” auch darauf hin, dass Glutamat nicht grundsätzlich zu verdammen sei. So kommt es zum Beispiel in Tomaten, Pilzen, Fleisch, Fisch und Hartkäse vor. In kleinen Mengen sei Glutamat sogar für den Körper wichtig. Ein Problem sehen die Verbraucherschützer allerdings in der massiven Zufuhr von Glutamat durch Fastfood.” –> Wie von mir gesagt; Betonung auf MASSIV. Gegen kleine Mengen ist nichts ein zuwenden. Und wer 5 Tüten Chips pro Tag isst, hat früher oder später eh ganz andere Probleme.

    2. Ich muss mich überhaupt nicht für Glutamat rechtfertigen (siehe 3.). Ich habe das Thema aufgegriffen, weil leider die Faktenlage zu Glutamat oft nicht rational, sondern emotional diskutiert wird. Und ich meine z.B. diese Diskussion damit

    3. Die amapur Produkte enthalten KEIN Glutamat (genau aus dem Grund, weil es einen schlechten Ruf hat). Wir setzen in den Suppen kleinste Mengen Natriuminosinat ein, für den KEINE gesundheitlichen Bedenken bestehen.
    Warum wir das tun? Unsere Produkte enthalten recht wenig Salz (einige Kunden leiden an Nierenproblemen und auf deren Bedürfnisse nehmen wir Rücksicht). Etwas Geschmack will jedoch jeder, auch während einer Diät. Und den erreicht man bei fertigen Tütensuppen nicht allein mit Zugabe von Petersilie, Zwiebeln und anderen natürlichen Gewürzen. Besonders, da die meisten von uns an stark salz- und fetthaltige (Geschmacksträger!!) Speisen gewöhnt sind. Was wir daran sehen, dass die meisten unserer Kunden die Suppen immer noch nachwürzen.

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