Glutamin, Schlaf und Wasser: Was Sie wissen sollten

Glutamin – Ein Multitalent für die Gesundheit
Glutamin ist eine Aminosäure, welche erst 1933 das erste Mal chemisch aus einem Weizenprotein hergestellt werden konnte. Aminosäuren sind lebenswichtige Bausteine im Organismus von Säugetieren.

In unseren Lebensmitteln ist allerdings nur die verwandte Glutaminsäure enthalten. Die Umwandlung zu Glutamin erfolgt im Körper. Hauptlieferanten sind Cheddar Käse, Schinken, Geflügel-Brust, Milch, Eier und natürlich Gemüse, wie Rüben und Radieschen. Normalerweise reicht die Aufnahme mit der Nahrung aus, ein erhöhter Bedarf von außen ist in nachfolgenden Fällen nötig:

  • Im Leistungssport und bei harter körperlicher Arbeit, weil in der Leber Glukose gebildet wird, welche den Blutzuckerspiegel stabilisiert.
  • Bei starker physischer Belastung (z.B. Verletzungen, Operationen, Krankheiten) sowie bei Neigung zu Magengeschwüren und Gastritis, da eine schnelle Zellerneuerung stattfindet.
  • Bei nervlicher Belastung und Anspannung, weil Glutamin als eine Vorläufersubstanz beruhigend auf die Nervenbahnen wirkt.
  • Bei hohem Alkoholkonsum, weil Ammoniak abgebaut und ausgeschieden wird.

Wenig Schlaf macht angeblich dick
Wissenschaftler der Columbia University in New York wollen nun in einer Studie mit über 18.000 Teilnehmern herausgefunden haben, dass weniger Schlaf das Übergewichts-Risiko stark erhöht. Weniger als 4 Stunden Schlaf pro Nacht erhöhen das Risiko um 70%, 6 Stunden Schlaf um 23%. Optimal sind 7 bis 9 Stunden Schlaf pro Nacht. Eigentlich unlogisch, denn Menschen die weniger schlafen müssten eigentlich mehr Kalorien verbrennen.

 

Fakt ist: Schlafentzug verändert die Hormon-Ausschüttung von Leptin und Ghrelin. Leptin unterdrückt den Appetit und vermittelt im Gehirn ein Gefühl der Sättigung, während Ghrelin das Verlangen nach Essen steigert. Die Forscher vermuten, dass die Hormonbeeinflussung durch den Kreislauf der Nahrungsaufnahme verursacht wird. Unsere Vorfahren waren gezwungen in den hellen und nahrungsreichen Sommermonaten, Fettreserven für den Winter anzulegen. So schliefen sie wenig und aßen mehr, was auf heutige Nachtschwärmer übertragbar sei.

Unser Tipp: Ausreichend schlafen und auf die Energiebilanz achten – also nur so viel essen wie Sie auch verbrauchen.

 Wasser trinken bei Kopfschmerzen
Allein in Deutschland leiden ca. 3 Millionen Menschen täglich unter Kopfschmerzen oder regelmäßiger Migräne. Der britische Neurologe Dr. Joseph N. Blau fand heraus, dass Wassermangel häufig die Ursache dafür ist. Trinkwasser ist in Deutschland jederzeit und überall verfügbar und kann eine einfache und preiswerte erste Hilfe bei Kopfschmerzen und Migräne sein. Unter Medizinern bislang nicht bekannt, führt das Ergebnis seiner Studie zu einer sehr einfachen Empfehlung: Trinken Sie 1/2 bis 1 Liter Wasser, wenn der Kopfschmerz kommt!

Bild: @ kutay tanir/iStock


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