Grünkohl – traditionelles Winteressen

Grünkohl (auch Braun- oder Krauskohl genannt) gehört zu den ältesten Kohlarten und hat seinen Ursprung im östlichen Mittelmeerraum. Antike Gelehrte sagten ihm Heilkräfte nach, besonders nach ausufernden Trinkgelagen. Tatsache ist, dass Grünkohl aufgrund seines hohen Gehalts an Vitaminen (A, C, E, K, B2), eine wahre Wunderwaffe gegen Infekte ist.

Sogar nach langer Lagerung und Frost bleibt das Vitamin C enthalten. Alte Hausfrauenweisheiten besagen, dass Grünkohl erst nach dem ersten Frost seinen richtigen Geschmack erhält. Mittlerweile gibt es aber Sorten die auch ohne Frost hervorragend schmecken.

Von allen Kohlarten besitzt Grünkohl den höchsten Anteil an Eiweißen und Kohlenhydraten. Außerdem enthalten die Blätter viele Ballaststoffe, Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Folsäure und Zink.

Früher war Grünkohl ein Grundnahrungsmittel der einfachen Leute und gab Kraft in vitaminarmen Zeiten. Heute ist die „Gärtnerpalme“ eine Delikatesse, besonders in Verbindung mit Fleischbeilagen.

An sich ist frischer Grünkohl mit durchschnittlich 40 kcal pro 100g keine schwere bzw. fettige Beilage. Erst durch diverse Wurst-, Schmalz- und Bauchspeckeinlagen wird daraus eine Kalorienbombe. Dass der Pro-Kopf-Verzehr mit circa 1 Kg Grünkohl pro Haushalt konstant bleibt, liegt vermutlich daran, dass es Grünkohl immer nur Weihnachten gibt. Sehr schade, denn der Gesundheitswert ist groß.

 

Unser Tipp: Essen Sie Grünkohl auch noch im nächsten Jahr und füllen Sie Ihren Vitaminhaushalt auf. Wählen Sie eine kalorienarme Zubereitung. Probieren Sie zum Beispiel eine Grünkohlsuppe oder einen Grünkohlauflauf. Rezepte gibt es viele und geerntet wird bis Februar. Auf Märkten gibt es meist frisch geschnittene Blätter in kleinen Portionen. Und wer keine Lust zum Grünkohl putzen hat, nimmt die Tiefkühlvariante.

Bild: © silencefoto/fotolia


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