Gute Seiten, Schlechte Seiten: Rotes Fleisch

Fleisch ist gesund. Doch es gibt auch Risiken die mit dem übermäßigen Genuss von Fleisch einhergehen. Man unterscheidet dabei zwischen rotem und weißem Fleisch, wobei eine Einteilung nicht eindeutig ist. Meist entscheidet der Anteil an Myoglobin über die Färbung und Zuordnung des Fleischs. Myoglobin ist für den Sauerstofftransport innerhalb des Muskels zuständig. Bei Hitze wird Myoglobin zu Met-Myoglobin und gibt dem Fleisch einen eher graubraunen Farbton. Je weniger Myoglobin im Fleisch enthalten ist, desto rötlicher und kräftiger ist seine Farbe. Unter rotes Fleisch fallen:rotes fleisch 2

  • Rind- und Kalbfleisch
  • Schweinefleisch
  • Schaf- und Lammfleisch
  • Ziegenfleisch
  • Pferdefleisch
  • Kaninchenfleisch
  • Wild (Hirsch, Reh, Hase, Wildschwein)

Weißes Fleisch wird oft als gesünder eingeschätzt. Dabei hat auch rotes Fleisch seine guten Seiten, zum Beispiel:

  • Rotes Fleisch ist ein super Proteinlieferant und Protein ist bekanntlich einer der Grundbausteine von Zellen. Es gibt jeder Zelle eine Struktur und transportiert Signalstoffe, zum Beispiel Schmerzreize.
  • Rotes Fleisch ist ein Top-Lieferant für Mineralstoffe, besonders Eisen und Zink. Eisen ist zentraler Bestandteil des oben genannten Hämoglobins und Myglobins und somit für Sauerstofftransport und -speicherung im Körper notwendig. Zink ist Bestandteil vieler Enzyme im Körper und damit maßgeblich am Stoffwechsel beteiligt.
  • Rotes Fleisch ist reich an B-Vitaminen. Vor allem Vitamin B12, was in pflanzlichen Lebensmitteln nicht enthalten ist, ist wesentlich für die Zellteilung im Knochen und der Abwehr von Arteriosklerose.

Wer zu viel rotes Fleisch ist, läuft auch Gefahr, die folgenden schlechten Seiten kennen zulernen:

  • Rotes Fleisch erhöht das Risiko von Erkrankungen im Herz-Kreislauf-System. Grund dafür ist der oft hohe Anteil gesättigter Fettsäuren.
  • Darmkrebs kann ebenfalls durch zu häufigen Genuss von rotem Fleisch begünstigt werden. Während tägliches Fisch-Essen das Darmkrebsrisiko halbiert, wird durch Fleischgenuss die Bildung schädlicher Stickstoffe angetrieben und das kann, laut dieser Forschung, zu Darmkrebs führen.
  • Auch Arthritis, entzündliche Gelenkerkrankung, kann durch zu viel rotes Fleisch hervorgerufen werden. Dies ergab eine Studie der Universität Manchester.
  • Rotes Fleisch begünstigt Übergewicht und damit Typ 2-Diabeteserkrankungen: Zunächst ist der Insulinspiegel chronisch hoch, was wiederum zu Herz-Kreislauferkrankungen führen kann. Darauf folgt meist eine Insulinresistenz, also das genaue Gegenteil. Hervorgerufen wird Typ 2-Diabetes u.a. durch zu fettige Nahrung. Rotes Fleisch enthält viele gesättigte Fettsäuren.

Es herrscht wieder einmal Gleichstand was bedeutet: Ein bis zweimal die Woche Fleisch essen ist gesund, jeden Tag sollte es nicht auf den Tisch.

via healthassist.net , Bild: © Grafissimo / istockphoto.com


2 Kommentare

  1. Nur ein bis zwei mal Fleisch pro Woche?! Oje, das grenzt für mich ja schon an vegane Lebensweise :-)
    Und jetzt die Trickfrage: Zählt Wagyu Rindfleisch nun zu weißem oder rotem Fleisch. Bei der Maserung gar nicht so eindeutig…

  2. Als ich 1994 mit aggressiv verlaufender rheumatoider Arthritis diagnostiziert wurde, hatte ich mich noch nie mit der Frage beschäftigt, in wie weit Arthritis durch die eigene Ernährungsweise mit verursacht oder gelindert werden könnte. Auch mein Rheumatologe tat nichts anderes, als mir die üblichen Medikamente zu verordnen. Dennoch gelang es mir, mich (nun seit schon über zehn Jahen) von meiner Rheumatoidarthritis durch selbst entworfene Übungen zu heilen. Aber wahrscheinlich wäre das noch einen “Tick” schneller gegangen, hätte ich mich zusätzlich auch noch mit der Optimierung meiner Ernährung befasst.

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