Gute Seiten, Schlechte Seiten: Schokolade

In der letzten Folge “Gute Seiten, Schlechte Seiten” haben wir den Rotwein genauer unter die Lupe genommen und festgestellt, dass dieser sehr wohl gesundheitsfördernde Wirkungen hat. Heute schauen wir uns mal den verschrienen Dickmacher Schokolade an:

  • Schokolade enthält Flavonoide, also sekundäre Pflanzenfarbstoffe wie Catechin und Procyanidin (Traubenkernmehl). Diese Stoffe sind Antioxidantien, halten also die Zellen frisch. In Verbindung mit Milch wird die Wirkung der Flavonide jedoch gestört, so dass sich bei Vollmilchschokolade kaum noch antioxidante Wirkung von Catechin und Procyanidin feststellen lassen.
  • Die Flavonoide in dunkler Schoki sorgen für die Stärkung der Gefäße. Das heißt: Blut fließt besser durch die Gefäße und das Herzinfarktrisiko wird gemindert, der Blutdruck wird gleichzeitig gesenkt.
  • Auch Entzündungen können diese Pflanzenstoffe mindern, da sie häufig antibakteriell wirken.
  • Stimmungsmacher: der Genuss von Schokolade setzt das Hormon Serotonin frei. Dieses Hormon wird auch als Glückshormon bezeichnet, weil es für positives Befinden verantwortlich ist. Diese Wirkung ist jedoch nur sehr kurzweilig.
  • Schokolade ist ein Kalium und Magnesium-Lieferant. Auch wenn in der Werbung “mit der extra Portion Milch” übertrieben wird, liefert Schokolade mit hohem Milchanteil auch für den Körper wichtige Mineralstoffe. Kalium ist für die Steuerung der Muskeltätigkeit mitverantwortlich, Magnesium dagegen stabilisiert das Ruhepotential von erregbaren Muskel- und Nervenzellen.

Schlechte Seiten

  • Schokolade hat einen hohen Anteil Fett und Zucker. Vor allem die Vollmilchvariante ist sehr fettreich. Zusammen mit Kohlehydraten (Zucker) einer der Top-Energielieferanten…nur wenn man die Energie nicht verbraucht, lagert sich Schokolade schnell an den Hüften.
  • Suchtgefahr droht! Durch die Ausschüttung von Serotin beim Schoko-Genuss, wie auch beim Konsum Rauschmitteln und Drogen, ist eine Suchtgefahr nicht auszuschließen. Die Menge des ausgeschütteten Serotonin ist zwar weitaus geringer als doch die Aussage “Ich bin süchtig nach Schokolade” ist nicht unbedingt übertrieben.
  • Durch die oben positiv aufgeführten Wirkungen kann Schokolade bei sensiblen Personen auch zu Migräne führen.
  • Sodbrennen kann ebenfalls eine Folge vom Schokoladengenuss sein. Ursache ist das in Schokolade enthaltene Theobromin. Es beeinflusst den Druck auf den Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen.
  • Schokolade und auch Rhabarber und schwarzer Tee sind reich an Oxalat. Das fördert die Steinbildung im Harn, auch Harnsteine. Mit Kalzium kann man der Steinbildung übrigens gut entgegenwirken.

Bei der Schokolade heißt es 5 zu 5. Jedoch müssen nicht alle negativen oder positiven Eigenschaften beim Genuss auftreten. Nach Ostern sollte man aber lieber ein bisschen zurückhaltender sein. Wem das Serotonin fehlt, der kann sich das ebenfalls beim Sport holen. Bei körperlicher Belastung werden ebenfalls Glückshormone ausgeschüttet.

via wikipedia & healthassist.com, Bild: © manwalk/pixelio.de


2 Kommentare

  1. Wie so oft gilt: Allzuviel ist ungesund. Und was man mit Bewusstheit (bzw. Genuss tut) und nicht übertreibt, kann hilfreich sein…

  2. Genauso ist es! In Maßen, wie alles im Leben :-)

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