Hauptsache es schmeckt

Schon mal Sägespäne, Schweineborsten, Läuse & Co. gegessen? Nein? Doch, ganz sicher. Oder bisher etwa immer gedacht, dass unsere Supermarkt-Lebensmittel “natürlich” so gut schmecken?

Willkommen in der Realität der Lebensmittelindustrie:  Erdbeergeschmack: einfach ein paar Sägespäne mit Wasser, geheimen Zutaten und Alkohol mixen, anschließend aufkochen. Wo es drin ist? Fast überall, wo Erdbeere draufsteht.

  •  Schönes Brötchen: aus asiatischen Menschenhaaren oder Schweineborsten wird der Eiweißbaustein Cystein gewonnen. Der verhindert, dass der Teig an den Maschinen festklebt und sorgt während des Backens für die optimale Brötchenform.
  • Campari & co.: aus getrockneten weiblichen Cochenille-Schildläusen wird mit Wasser der rote Farbstoff Karminsäure herausgelöst. Wo er drin ist? Da wo es knallrot aussieht: Campari, Wurst, Lippenstift,Marmelade, etc.
  • Kokosgeschmack: Die Ausscheidungen des Hefepilzes Trichoderma schmecken nach Kokosnuss und sind billiger als richtige Kokosnüsse. Wo enthalten? In vielen “Exotik Produkten”.

Die Geschmacksstoffe sind nicht gesundheitsschädlich, aber unappetitlich schon.

broetchenLecker klingt auch nicht gerade, was Fuldaer Forscher machen: Aus Abfällen der Rapsölproduktion wird mit Hilfe des Edelschimmelpilz Rhizopus microsporus ein fettarmer Lebensmittelgrundstoff entwickelt. Der Pilz fermentiert die Rapsrückstände zu einem hochwertigen Protein.

Aus dem schnittfesten, kuchenartigen Endprodukt können – ohne zusätzliche Fette oder Öle – Kuchen, Kekse, Frühlingsrollen, Brotschnitten, Brötchen, Marinaden oder Bratlinge gebacken und gebraten werden.


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