Heilfasten ist keine Diät

Mit dem Ende des Karnevals oder auch der Winterzeit beginnt die Fastenzeit. In diesem Zeitraum wird freiwillig auf Speisen, Getränke und Genussmittel völlig oder teilweise verzichtet. Die Zeit der Ruhe und Besinnung hat seinen Ursprung im Mittelalter und dient im christlichen Glauben als Vorbereitung auf das Osterfest. Die Tage des Fastens sollen genutzt werden, um den Geist zu stärken und Buße zu tun. Auch wenn nicht jeder aus religiösen Gründen fastet, gibt es viele Menschen, die für eine Zeit auf Genussmittel und Alkohol verzichten. Was bringt dies für die Gesundheit und wie geht richtig fasten?

Es gibt viele Arten zu Fasten. Der Verzicht reicht dabei von weniger naschen, kein Fleisch und Alkohol bis zu strengeren Regeln im Heilfasten. Die positiven gesundheitlichen Eigenschaften sind dabei vielseitig. In erster Linie soll der Körper entlastet werden, so dass er neue Energie tanken kann. Wer allerdings denkt, dass fasten ideal zum Abnehmen ist, der irrt.

Eine Auszeit für den Körper – eine Fasten Anleitung an 3 Beispielen

  • Buchinger Fasten ist benannt nach dem Arzt Otto Buchinger und eine betreute Therapie. In der Kurklinik erhalten Sie ärztliche Untersuchungen, Einläufe, Meditation, Therapiegespräche und gezielter Bewegung. Die Dauer variiert je nach Angebot von 1-2 Wochen und besteht aus vier Phasen: Planung, Vorbereitung, Fasten und Aufbauphase. Je nach Phase verzichten Sie auf feste Nahrung und erhalten Ihre Energie aus Tee, Gemüsebrühe sowie Obst- und Gemüsesäften.
  • Basenfasten ist der Frühlingsputz für den Körper, denn Ihr Ziel ist es während der Zeit alle Lebensmittel zu meiden, die den Körper “sauer” machen. Aufgrund unseres meist hektischen Alltags fehlt oft die Zeit für gesunde Nahrung, die wir selbst zubereiten. Mit dem Convenience Food aus Supermarkt und Imbiss fördern wir die Säurebildung im Körper, die bei Überfluss nicht mehr neutralisiert oder ausgeschieden werden können. Für die Fastenwoche streichen Sie Fleisch-, Wurst- und Milchprodukte, Fisch und Süßigkeiten, Teigwaren, Kaffee, Alkohol und essen 3-5 kleine Mahlzeiten am Tag. Obst und Rohkost gibt es bis ca. 14 Uhr, die letzte Mahlzeit ist idealerweise vor 18 Uhr. Trinken Sie 2-3- Liter stilles Wasser oder Kräutertees.
  • Molkefasten die Trinkkur mit der extra Portion Eiweiß. Die Fastenkur, in der Sie täglich 1-1,5 Liter Molke trinken, sollte nicht länger als 2 Wochen (mit Vor- und Nachbereitung) dauern. Zusätzlich gibt es jeden Tag ein Glas Sauerkraut- oder Pflaumensaft und 3-4 Liter stilles Mineralwasser oder Kräutertee. Molke entsteht bei der Herstellung von Käse und Quark und ist reich an Protein, Kalzium, Eisen, Kalium und Natrium, Magnesium, Phosphor, Vitamine (A, B, C und E) Folsäure und Biotin. Der Hintergrund der Fastenkur ist es dem Körper hochwertiges Eiweiß zuzuführen, damit der Muskelabbau gehemmt wird.

Egal für welche Fastenart Sie sich entscheiden, Sie sollten diese niemals ohne gründliche Vorbereitung bzw. Betreuung durchführen. Der Nahrungsverzicht dient in erster Linie der Gesundheit und nicht der Gewichtsreduktion. Wer dies beherzigt, dem wird der Körper mit neuer Energie danken und wer abnehmen möchte, der kann dies ja mit der amapur Diät tun.