Her mit dem dunklen Brot

Die Deutschen verzehren weltweit das meiste Brot. Im Jahr 2006 wurde ein neuer Rekord aufgestellt: durchschnittlich 86,9 kg Brot und Brötchen pro Bundesbürger.

Am beliebtesten sind dunkle Brotsorten, da darin der höchste Ballaststoffanteil vermutet wird. Aber der äußere Anschein kann trügen – die Mehlfarbe sagt gar nichts über den Ballaststoffanteil aus: helles Brot kann nämlich durchaus Vollkornbrot sein.

Vollkorn heißt, dass alle Bestandteile des Korns – Keimling, Schale und Mehlkörper – also inklusive der ballaststoff-, vitamin- und mineralstoffreichen Korn-Randschichten – zum Brot verarbeitet werden. Egal ob fein gemahlen oder geschrotet, egal ob Weizen- oder Roggenmehl.

Lasst Euch beim Bäcker nicht von

  • dunkler Brotfarbe (wird oft lediglich mit Malzextrakt, Zuckerrübensirup oder Karamellsirup herbeigefärbt) oder
  • Namen wie Fitness-, Weltmeisterbrötchen oder Körnerecken mit oben aufgestreuten Körnern

in die Irre führen.

Denn Name oder Äußeres garantieren kein Vollkornbrot oder -brötchen. Echte Vollkornbrötchen konnten wir bisher nur in Bioläden oder Reformhäusern entdecken. Erkennbar an ihrer festeren Konsistenz – nicht so fluffig & flauschig wie die Bäcker und Supermarkt-Körnerbrötchen – und ihrem schrotigeren Innenleben.

Und warum ist Vollkorn gesünder?

Der Keimling enthält jede Menge B-Vitamine, Eisen, Magnesium, Selen, Zink und Ballaststoffe. Der Mehlkörper primär komplexe Kohlenhydrate und Eiweiß. Die Schale jede Menge Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe (Ligane). Diese Kombination ist gut für Darmtätigkeit, Verdauung und Sättigung.

Aber ist auch Vollkorn drin, wenn Vollkorn drauf steht?

Ja, denn der Begriff Vollkornbrot ist gesetzlich definiert. So muss das Brot zu mindestens 90 % Roggen- oder Weizenvollkornmehlerzeugnissen hergestellt sein.
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