Kalorienbombe

Eine Kilokalorie (kcal) entspricht der Menge an Energie, die notwendig ist, um ein Kilogramm Wasser um ein Grad Celsius zu erwärmen. Um den Kaloriengehalt von Lebensmitteln zu bestimmen, müssen sie also irgendwie verbrannt werden.

So misst der Profibombe
Er misst im “Bombenkalorimeter”. Eine Lebensmittelprobe wird verbrannt, die dabei frei werdende Wärmemenge gemessen. Das Gerät besteht aus Reaktionsgefäß (sieht aus wie eine Bombe) und Kalorimetergefäß. Zur vollständigen Verbrennung wird die Bombe über einen Druckschlauch mit Sauerstoff befüllt, danach in das wassergefüllte Kalorimetergefäß eingetaucht.

1. Pressen fester Lebensmittelproben – zusammen mit einem Zünddraht – in Pillenform
2. Probe in Verbrennungsschale legen
3. Draht mit der Zündstromleitung im Deckel der Kalorimeterbombe verbinden
4. Probe von außen zünden
5. Reaktion startet, Probe verbrennt und gibt Wärme zuerst an das Bombengefäß, dann an das Wasserbad ab
6. Messung des Temperaturanstiegs im Wasserbad
7. Berechnung der Verbrennungsenergie = Anfangs- minus Endtemperatur

Damit steht fest, wie viel Energie (Brennwert) ein Nährstoff bzw. Lebensmittel dem Körper zur Verfügung stellt. Weil Otto-Normal-Verbraucher selten diesen „Ofen“ zur Verfügung hat, greift er auf Tabellen zurück.

So “misst” der Kalorienbewusste
Messen, wiegen, Tabellen recherchieren und zusammenzählen. Gute Kalorientabellen gibt es hier:

Die Datenbanken sind sehr ausführlich, fast alle im Handel erhältlichen Produkte sind aufgeführt. Schwieriger wird es, will man den Brennwert von z.B. Restaurantessen bestimmen. Hierfür muss man das Rezept, die Zutaten, kennen.

Bild Bombenkalorimeter: tu-cottbus


3 Kommentare

  1. Und damit ist auch vollkommen klar, dass Kalorienzählen zum Abnehmen etwas sehr ungeeignetes ist.
    Zumindest explodiert die Nahrung nur bei den allerwenigsten im Magen. 8-)

  2. Sind das sehr teure Geräte?

  3. Denk schon:
    Das kleine Versuchskalorimeter kostet ca. 2.000 EUR. Auf jeden Fall für den alltäglichen Gebrauch auch etwas zu aufwendig.

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