Kiffend zum Wahnsinn

Forscher fanden heraus, dass Cannabis das Gehirn stört und so Krankheiten wie Schizophrenie auslösen kann.

Erwachsenen Männern, die noch nie zuvor Cannabis genommen hatten, wurden THC (tetrahydrocannabinol), CBD (cannabidiol) oder Plazebo-Kapslen verabreicht. Gehirnscans und andere Tests ergaben, dass unter THC die Gehirnaktivität reduziert wurde.

Und zwar in dem Hirnteil, welches “unangebrachte Gedanken und Verhalten, wie Fluchen und Paranoia“ in Schach hält. In einer anderen Studie wurde bei 50% der gesunden Freiwilligen sogar Symptome einer Psychose beobachtet. Ab welchen Dosierungen diese Hirnaussetzer auftreten, stand nix da.


1 Kommentar

  1. ad 1:

    Der Zusammenhang von Hanfmissbrauch und Schizophrenie ist naheliegend jedoch nicht zwingend. Es sind mehrere Faktoren die aufeinander treffen und zum Ausbruch von Schizophrenie führen können. Eine Schizophrenie kann (vorzeitig) ausgelöst werden, die Anlage dazu muss aber schon vorher gegeben sein.

    ad 2:

    Die Gehirnaktivität unter direktem Cannabiseinfluss wird zwar einerseits eingeschränkt, andrerseits aber auf andere Gehirnzentren verlagert/ausgedehnt. Cannabis regt sogar zur Bildung von Gehirnzellen an.

    ad 3:

    Cannabis wird sogar erfolgreich zur Behandlung des Tourett Syndroms verwendet.

    Bzgl. Schizophrenie und Psychosen sei noch anzumerken, dass THC und CBD die im natürlichen Cannabis nur gemeinsam vorkommen, gewisse Wechselwirkungen haben. Während THC z.b. für das Auslösen einer Schizophrenie verantwortlich sein kann, kann eine solche mit CBD wieder behandelt werden.

    Diese beiden Cannabinoide sind aber nur zwei von insgesamt etwa 40 Cannabinoiden die im natürlichen hanf vorkommen.

    Psychosen, wie z.b. die Paranoia, entstehen v.a. durch die Kriminalisierung.

    Cannabis wird immer mehr auch in der psychiatrischen Behandlung eingesetzt, v.a. bei der Behandlung von reaktiven Depressionen. Cannabis ist bis heute das einzig bekannte Antidepressiva, das auch zum lachen anregt.

    Weiters ist dazu noch anzumerken, dass jedes Säugetier – also auch der Mensch – ein körpereigenes (endogenes) Cannabinoidsystem hat. Ohne dieses hätten wir u.a. keinen Saugreflex.

    Allerdings muss natürlich auch die Menge berücksichtigt werden, wobei jeder Mensch individuell reagiert. Neben der Menge ist auch die Art und Weise der Aufnahme wesentlich für die Wirkung verantwortlich.

    Wie bei allem halt: Die Dosis machts aus!

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