Mach’s Dir selbst!

“Do it Yourself” liegt immer noch im Trend. Dabei ist es garnicht wichtig, ob man etwas wirklich selbst gebastelt hat oder sich ein anderer die Mühe machte. Ein Unikat sollte es eben sein, denn die sind absolut In: egal ob Taschen, T-Shirts oder Möbel.

Warum eigentlich nicht auch beim Essen? So verzehren wir EU-genormte Äpfel und lustig-knubbelige Tomaten schaffen es nie in den Supermarkt. Auch Gemüse und Obst unterliegen einem Schönheitsideal! Ganz anders wäre es doch, wenn jeder sein eigenes Gemüse und Obst anbauen würde.

Angesichts der steigenden Lebensmittelpreise dürfte sich ein eigener Garten, oder zumindest eine nahrhafte Balkonbepflanzung, gleich doppelt lohnen. Nicht zu vergessen: Keine Pestizide und keine Genmanipulation. Wie aber geht man ran an das Projekt “Eigenversorgung”. Hier ein paar Tipps für Einsteiger:

Klein anfangen!
Nicht gleich den Profi raushängen lassen. Das Gärtnern ist zeitaufwändig und man lernt durch Erfahrung den Umgang mit Pflanzen. Das kann schon mal Jahre dauern bis man weiß, was, wo, wann und wie am besten gedeiht. Man sollte also nicht gleich Gewächshäuser errichten und seltene Kürbissorten züchten. Lieber erstmal ein Beet von 2 x 2 Metern abstecken und eine Gemüse- oder Obstsorte wählen die einem gut schmeckt und nicht viel Arbeit macht. Der Balkon bietet sich zum Testen auch an.

BohnenWie komme ich an einen Garten?
Schrebergärten erfreuen sich, auch bei jungen Leuten, immer größerer Beliebtheit, zumindest ist es hier in Berlin so. Wer denkt er sei in seinem Garten dann unbeobachtet, der täuscht sich. Auch hat jeder Garten-Verein klare Regeln über Ruhezeiten, Personenzahl pro Garten und die Art der Bepflanzung. Auch die “GEZ” steht gern mal vorm Gartentor. Dafür kostet dieses Fleckchen Erde weniger als ein Parkplatz und bietet Platz für erste Gärtner-Versuche. Hier kann man sich informieren.

Was brauche ich zum Anbau von Gemüse?
Erdbeeren Ein Stück Wiese oder ein Kasten auf dem Balkon sind gefunden? Dann nichts wie in den nächsten Baumarkt. Dort gibt es das Zubehör: Saat, Schaufel und Harke sind die Grundausstattung. Dazu kommen noch Stock und Band, um zum Beispiel Tomatenpflanzen zu befestigen. Bei Dünger sollte man sich einen Bauern zum Freund machen und bei ihm regelmäßig, vorausgesetzt man ekelt sich nicht, Kuhmist abholen. Ansonsten kann man einen eigenen Kompost anlegen oder im Baumarkt nach natürlichen Alternativen fragen. Mehr zum richtigen Gartenbau liest man hier.

Wie ist der Boden beschaffen?
Gurke 2Bei der Balkonbepflanzung greift man lieber auf Erde aus dem Baumarkt zurück. Traut man sich an ein Stück Wiese, sollte man vorher prüfen wie der Boden beschaffen ist. Je nach Boden sollte man unterschiedliche Pflanzen auswählen, öfter oder weniger gießen und düngen. Gute Erde besteht zu 50 % aus (möglichst dunkler) Erdmasse, zu 25 % aus Wasser und zu 25 % aus Luft. Am besten findet man die Beschaffenheit heraus, indem man eine Handvoll Erde nimmt und sie in der Faust zusammendrückt. Umso krümeliger die Erde nach der Lockerung des Griffs ist, desto trockener und nährstoffarmer ist der Boden. Im Baumarkt sollte man sich dann zu den passenden Pflanzen und Düngemitteln beraten lassen.

Gießen
Das Gießen der Pflanzen ist eine der Hauptaufgaben des Gärtners. Man sollte sich über die Pflanzen, die man im Garten hat, gut informieren. Wer Tomaten züchtet muss fast täglich gießen, besonders wenn der fruchtbare Landregen ausbleibt. Eine Woche Strandurlaub ohne Gießkanne überleben die wenigsten Nutzpflanzen. Die beste Gießzeit ist früh am Morgen oder spät am Abend. Da ist die Verdunstung durch die prasselnde Sonne am geringsten und das Wasser kommt da an wo es hin soll: unter die Erde, an die Wurzeln.

Pflanzenwahl
Tomaten Am genügsamsten und einfachsten lassen sich Gurken, Tomaten und Kopfsalate anbauen. Auch Radieschen sind hart im Nehmen. Ein paar Kräuter, Rettich und Zucchini dazu und schon ist das Gemüsebeet komplett. Johannisbeeren, Stachelbeeren und Himbeeren wachsen an Sträuchern und sind ebenfalls nicht sehr pflegeintensiv. Auch Erdbeeren können auf Balkon und Beet schnell gesät und gut gepflegt werden. Wer sich an weiteres Obst wagt muss fast immer Bäume pflanzen. Und da wartet man logischerweise ein Weilchen auf die erste Ernte.

Wer bekommt da nicht Lust auf ein bisschen Gartenarbeit? Ein Garten liefert gesundes Gemüse (mit Schönheitsfehlern aber vollem Geschmack) und hält wegen der anfallenden Arbeiten auch noch fit und schlank. Und wie könnte man seine Liebsten mehr beeindrucken als mit einem Tomatensalat aus eigener Ernte?

via Diet Blog, Bild von Gießkanne: © Pfeffi / pixelio.de


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