Macht sauer wirklich lustig?

Der Säure-Basen-Haushalt hat die Aufgabe, das Verhältnis von Säuren und Basen im Körper konstant zu halten. Als Kenngröße dient der ph-Wert, welcher sich mittels Blutuntersuchung oder Urintest feststellen lässt. Ist das Verhältnis ausgeglichen, ist der Wert neutral (ph-Wert = 7). Niedrigere Werte (< 7) zeigen einen Säure-Überschuss, höhere (7 > 14) einen Überschuss an Basen.

Der Körper ist bestrebt, den ph-Wert konstant zu halten – ähnlich der Körpertemperatur. Damit kein Schaden entsteht, haben wir einen eingebauten Schutzmechanismus. Ist dieser jedoch überlastet, werden überschüssige Säuren im Bindegewebe gelagert, bis genug Basen zur Verfügung stehen, um sie zu neutralisieren.

Eine klassische Übersäuerung entsteht. Ohne Gegenmaßnahmen kann sich eine chronische Übersäuerung entwickeln, welche über Jahre unerkannt bleiben kann. Erste Anzeichen dafür sind:

  • Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, fehlende Motivation
  • Gewichtszunahme
  • Verdauungsprobleme, Rücken- und Gelenkschmerzen
  • Häufige Kopfschmerzen bzw. Migräne

Auch Sport, Umwelteinflüsse und seelische Belastungen beeinflussen das Säure-Basen-Gleichgewicht. Permanent fallen Säuren als Abfallprodukt der Energiegewinnung in den Zellen an. Die Regulation übernehmen Niere (Ausschüttung von Säure) und Lunge (Abatmung von Kohlendioxid).

Fazit: Weder die einen, noch die anderen Lebensmittel sind “schlecht”. Säuren und Basen sind lebensnotwendig, wichtig ist das Gleichgewicht.

Bild: ©3547972/iStock


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