Saft – Vitamin oder Kalorienbombe?

Sie trinken gern Obstsäfte? Kein Problem. Genießen Sie ihn in Maßen und achten Sie aufs Etikett.

Als Saft darf nach der Fruchtsaft-Verordnung nur bezeichnet werden, was wirklich 100%ig aus Fruchtsaft und Fruchtfleisch stammt – egal, ob “Direktsaft” oder “Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat”. Nektar dagegen enthält einen Fruchtanteil von 25-50 Prozent und beim Fruchtsaft sind es nur noch 5-25 Prozent. Der Rest sind Wasser und Zusatzstoffe.

Wichtiges Kaufkriterium ist der Zuckeranteil. Allein 100 Gramm Frucht enthalten viel Zucker z.B. Apfel 9,8g, Apfelsine 8,2g, Grapefruit 6,8g, Kirsche 11,7g oder Traube 13,6g. Je nach Obstsorte und Säuregrad kann noch zusätzlich bis zu 15g Zucker je Liter zugeführt werden. So wird die Vitaminbombe schnell zur Kalorienbombe.

 

Ein kleiner Saftüberblick:

  • OrangeApfelsaft (1l ca. 470 kcal) unterstützt die Darmtätigkeit, schmeckt und ist gesund. Zwar kein vollwertiger Ersatz für einen frischen Apfel, da sekundäre Pflanzenstoffe und wichtige Ballaststoffe fehlen (Schale), aber das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird gesenkt.
  • Ebenfalls reich an Vitaminen (besonders Vitamin E, das als Schutz vor freien Radikalen dient) und Mineralstoffen (Eisen und Zink) ist der Ananassaft (1l ca. 570 kcal). Ananas fördert die Verdauung, mildert Entzündungen, senkt den Blutdruck und hilft bei Magenproblemen, Halsschmerzen oder Gelenkbeschwerden.
  • Der Klassiker: Orangensaft (1l ca. 510 kcal). Gut bei Erkältungen, da der hohe Vitamin-C-Gehalt das Immunsystem stärkt und Energie liefert. Kalium fördert das Zellwachstum und senkt den Blutzuckerspiegel. Kalzium ist wichtig für Zähne und Knochen.
  • Der Traubensaft (1l ca. 710 kcal) ist nach Apfel und Orange sehr beliebt. Trauben stärken Knochen, Zähne, und verbessern die Muskelfunktion. Positiv sind auch die reichlich enthaltenen Polyphenole. Er hat jedoch einen hohen Frucht- und Traubenzuckergehalt.
  • Bananensaft (1l ca. 600 kcal) verschafft ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl und liefert viele Kohlenhydrate. Der hohe Magnesiumgehalt ist ein guter Schutz vor Muskelkrämpfen. Vitamin B6 (fördert den Muskelaufbau) und Folsäure (hilft bei der Bildung roter Blutkörperchen) runden das Ganze ab.
  • Viel Betakarotin, Ballaststoffe und Vitamin E wirken positiv auf Augen, Haut, Haare, Nägel. Deshalb ist Karottensaft (1l ca. 300 kcal) nicht nur bei Verdauungsbeschwerden ein Geheimtipp.

Trinken Sie Obstsäfte nicht als Durstlöscher. Mehr als 1-2 Gläser täglich sollten Sie nicht konsumieren. Besser für die Figur sind Fruchtschorlen im Verhältnis 1 Teil Saft und 3 Teile Mineralwasser. Noch besser ist es jedoch die Früchte pur zu essen, weil das Fruchtfleisch viele sättigende Ballaststoffe enthält.

Bild 1: © wolv/iStock
Bild 2: © volff/fotolia


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