Schlafmützen aufgepasst!

Wie viel Stunden Schlaf jemand benötigt, ist unterschiedlich. Bei täglich 8 Stunden verbringen wir fast ein Drittel unseres Lebens im Bett. Wir träumen, treten, schnarchen oder reden während der Nachtruhe. Sind wir im Schlummerland schaltet der Körper auf “stand by”. Atmung und Puls verlangsamen sich, Blutdruck und Körpertemperatur sinken.

Doch was macht das Gehirn mit unseren Erinnerungen? Im Schlaf verarbeiten wir das Erlebte. Forscher der Harvard Universität untersuchten, ob der Schlaf auch beeinflusst, warum etwas in Erinnerung bleibt oder vergessen wird. Das Ergebnis der Studie war, dass der Schlaf sogar eine wichtige Rolle spielt. Während wir schlafen, trennt unser Gedächtnis emotionale Aspekte von Ereignissen und neutrale Details.

Dazu zeigten Forscher der Harvard Universität ihren Probanden Bilder, auf denen entweder neutrale Objekte vor neutralem Hintergrund, z.B. ein Auto vor einem Geschäft, oder negativ gefühlsbesetzte Objekte vor neutralem Hintergrund, z.B. ein demoliertes Auto in ähnlicher Umgebung zu sehen waren. Anschließend wurden die 88 Versuchsteilnehmer in 3 Gruppen eingeteilt und die Szenen abgefragt.

Gruppe eins, die dazwischen nicht geschlafen hat, wurde nach 12 Stunden gebeten, sich an die Szenen zu erinnern. Ebenso die Gruppe 2 nach 12 Stunden, wobei die Probanden hier ihre normale Schlafperiode dazwischen hatten. Die dritte Gruppe war die Kontrollgruppe und wurde 30 Minuten später befragt.

Die Teilnehmer sollten sich sowohl an die zentralen Objekte, als auch die Hintergründe der Bilder erinnern. Beide Szenen wurden getrennt voneinander überprüft, um die Erinnerungen vergleichen zu können.

 

Das Ergebnis der Versuchsteilnehmer

Gruppe eins, die wach blieb, hatte die zentralen Objekte und die Hintergründe weitestgehend vergessen. Die Probanden, die auch nach 12 Stunden allerdings mit Schlafpause befragt wurden, konnten sich genauso detailliert an die zentralen negativen Objekte, wie das kaputte Auto, erinnern, wie die Kontrollgruppe. Die neutralen Aspekte der Bilder waren dagegen genauso verblasst, wie bei der ersten Gruppe, die wach geblieben ist.

Die Forscher kommen somit zur Schlussfolge, dass während des Schlafs die Bedeutung von Informationen abgewogen wird und nur die als relevant erachte Information erhalten bleibt.

Bild: © kutay tanir/iStock


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