So vermeiden Sie Pestizid-Rückstände in Obst und Gemüse!

Oft befinden sich in frischem Gemüse und Obst nicht nur eine Menge Vitamine sondern leider auch gesundheitsbedenkliche Pestizid-Rückstände. Diese Rückstände können unser Immunsystem schwächen und das Nervensystem sowie den Hormonhaushalt schädigen. Aus diesem Grund wird es immer wichtiger bewusst einzukaufen.

Manfred Santen von Greenpeace erklärt, dass die Belastung von Pestizid-Rückständen bei deutschem Gemüse stark von der Witterung abhängig ist: “Wenn wir ein trockenes, sonniges Frühjahr haben, dann ist das Gemüse deutlich weniger mit Pestiziden belastet als bei einem feuchten Klima.”

Leider gibt es nur wenige Obstsorten bei denen eine geringe Pestizidbelastung nachgewiesen wurden. Oftmals findet sich in den Proben eine ganze Anzahl an verschiedenen Chemikalien, die sich im schlimmsten Fall in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken können. Negativ-Spitzenreiter in der Auswertung von Greenpeace war eine Probe türkischer Tafeltrauben mit 24 unterschiedlichen Pestiziden.

Doch es gibt auch positive Beispiele, wie Heidelbeeren aus Deutschland, Pflaumen aus Deutschland oder Spanien, Kiwis aus Chile, Griechenland und Neuseeland sowie Mangos aus Pakistan. Sie waren bei Tests weitgehend frei von Pestiziden. Äpfel und Birnen dagegen müssen witterungsbedingt relativ häufig gespritzt werden, um Schimmelbefall vorzubeugen.

Ist also der Einkauf im Biomarkt die einzige Lösung?! Nicht unbedingt, denn insbesondere bei Großfamilien wird daraus auf Dauer eine kostenintensive Angelegenheit. Einen eigenen Garten zum Anbauen von Lebensmitteln hat nicht jeder oder es fehlt die Zeit und Muße, um die Obststräucher, Obstbäume und Gemüsebeete zu pflegen.

 

Pestizidfreies Obst und Gemüse – so geht´s günstig

Wir möchten Ihnen zwei günstigere Varianten vorstellen unbelastetes Obst und Gemüse zu ernten:

Selbst ernten im öffentlichen Raum: Frisches Obst und Gemüse schmeckt am besten selbst geerntet und frisch. Ganz nebenbei verbrennen Sie beim Ernten und Pflücken wertvolle Zusatz-Kalorien. Um frisches Obst oder Gemüse zu ernten muss man nicht auf dem Land leben oder einen eigenen Garten haben, sondern oft finden sich zum Beispiel Obstbäume auf öffentlichem Raum mitten in der Stadt.

Äpfel im Korb selbst geerntetIm Internet gibt es verschiedene Webseiten, die eine Übersicht der Plätze anbieten, wo Sie kostenlos Beeren, Kräuter, Äpfel, Walnüsse und jede Menge weitere leckere und gesunde Sachen ernten dürfen. Auf einer Karte ist verortet, wo genau es welches Obst, Gemüse oder welche Kräuter und Nüsse zu ernten gibt. Diese Bäume und Sträucher stehen auf öffentlichem Grund. Somit ist das Pflücken völlig legal, schont den Geldbeutel und steigert den Spaß an regionalen Produkten. Eine sehr gute Idee, die zur bewussten Ernährung beiträgt.

Beachten Sie: Vorsicht bei Obst, Gemüse und Kräutern, die direkt am Straßenrand wachsen, diese können durch die Abgase belastet sein.

Community Gardens – Grüne Oasen im urbanen Umfeld: Wer jetzt doch Lust auf Gartenpflege oder Obst- und Gemüseernte bekommen hat und keinen Garten besitzt, kann sich Gemeinschaftsgärten – auch bekannter unter dem englischen Namen Community Gardens – anschließen. Der Trend kommt aus New York und hat uns Mitte der neunziger Jahre erreicht. Insbesondere in Großstädten wächst der Zuspruch.

Das Ziel: Gesunde, bewusste Ernährung mit selbst angebauten Lebensmitteln, gemeinschaftliches Arbeiten und verschönern beziehungsweise begrünen der Stadt und Steigerung der Lebensqualität. Für diejenigen, die nichts mit dem Begriff anfangen können, eine kurze Erklärung: Die Community Gardens sind grüne Oasen, meistens mitten in der Stadt gelegen, mit Blumenbeeten und Gemüseanbau zur Selbstversorgung. Dort kann jeder, der möchte sein Beet bepflanzen und anschließend ernten. Auch gemeinschaftliche Beete, die in der Gruppe gepflegt werden, sind vorhanden.

Bild Salat: Fotolia / © Schlierner
Bild Äpfel: Fotolia / © mythja


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