Sommerzeit ist Grillzeit

Wer verzichtet schon gern drauf, mit guten Freunden in einer lauen Sommernacht beim Grillen zusammen zu sitzen? Mit unseren kleinen Tipps können Sie Ihr Grillvergnügen kalorienbewusst und gesund gestalten.

Wie grillt man am Gesündesten?
Vermeiden Sie fettes Fleisch, gebraten über heißem Feuer. Das Fett tropft sonst in das Heizelement und bildet krebserregende Chemikalien, die sich durch den aufsteigenden Rauch am Fleisch absetzen. Kaufen Sie fettarmes Fleisch und schneiden Sie alle fettigen Stellen weg. Wickeln Sie das Fleisch in Folie. Das schützt vor Grillrauch.

Platzieren Sie das Fleisch nicht direkt über der stärksten Hitzequelle – also nicht direkt über glühender Kohle. Stellen Sie eine Alu-Folie oder eine Metallpfanne zwischen Fleisch und Feuer, um das tropfende Fett abzufangen. Entfernen Sie verkohlte Stellen vom gegrillten Fleisch.

Gesundheits-Tipp: Kräuter-Öle mit Thymian, Salbei und Oregano bekämpfen die krebserregenden Stoffe, die beim Grillen freigesetzt werden. Frische Zweige einige Tage vorher in Olivenöl einlegen, mit Knoblauch oder Chilis aromatisieren.

Was eignet sich zum Grillen?
Zum Grillen eignen sich Würstchen, Schnitzel, Koteletts, Nacken- und Filetsteaks vom Schwein und Rindersteaks. Da rotes Fleisch reich an gesättigten Fetten ist, empfehlen wir einen mäßigen Verzehr. Versuchen Sie alternativ Geflügel – egal, ob Brust oder Keule. Kalorienbewusste verzichten auf die Geflügelhaut, da dort das Fett sitzt.
Wer mal was anderes probieren möchte – und zudem seinen Körper mit herzgesunden Omega-3-Fettsäuren verwöhnen will – grillt Fisch. Geeignet sind Forelle, Aal, Lachs, Schleie, Makrele, Seezunge, Gambas, Steinbutt und Hering. Würzen Sie die Fische vor dem Grillen mit Zitrone, Gewürzen und Kräutern.
Gesunden Genuss bietet gegrilltes Gemüse – wie Tomaten, Zucchini, Mais, Fenchel, Zwiebeln, Paprika, Champignons, Auberginen oder Möhren. Das bringt Abwechslung auf den Teller und ist eine tolle Ergänzung zu Fleisch und Fisch. Idealerweise serviert mit verschiedenen Dips.

Was isst man dazu?
Es muss nicht immer Weißbrot sein. Bereichern Sie Ihr Essen mit leckeren Vollkornbrötchen. Viele Bäcker bieten auch kleinere Partybrötchen an. Die gesündeste Variante ist – da sehr ballaststoffreich – das Vollkornbrot.
Köstlich zu Gegrilltem schmecken auch gebackene Folienkartoffeln. Dafür eignen sich große mehlig kochende Kartoffeln, die mit der Schale in gefettete Alufolie eingewickelt und in der Glut gegart werden. Um festzustellen, wann sie weich sind, mit einer Rouladennadel reinpieken. Reichen Sie dazu einen Dipp aus Magerquark (cremig gerührt mit Mineralwasser), gewürzt mit Pfeffer, Salz, frischen Kräutern.

Wie mariniere ich Fleisch?
Die Möglichkeiten, Grillfleisch zu marinieren, sind vielfältig. Egal ob deftig, mediterran oder exotisch – das Wichtigste ist eine Basis z. B. Öl, Rotwein, Bier oder Sherry, die das Fleisch zarter macht. Nach Belieben kann mit Kräutern, Fruchtsaft, Sojasauce, Senf, Zwiebeln oder auch Knoblauch nachgewürzt werden. Das Fleisch sollte komplett von der Marinade umhüllt sein und mehrere Stunden zugedeckt im Kühlschrank ziehen. Mit Salz erst würzen, wenn das Fleisch angebraten ist und die Fleischporen geschlossen sind. Sonst entzieht das Salz dem Fleisch den Saft und trocknet es aus.

Welche Dips eignen sich?
Machen Sie Ihre Grillsaucen selbst. Das ist gesünder – da ohne Konservierungs- und künstliche Aromastoffe – und billiger.

  • Tsatsiki -Variation: Fettarmen Quark mit Mineralwasser cremig rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen, frischen Ingwer klein schneiden, grüne Gurke raspeln. Beides unter den Dipp rühren. Besonders lecker zu Fleisch oder Gemüse.
  • Currysauce: 1/8 Liter Joghurt, 2 EL saure Sahne, 1 EL Mayonnaise, 1 zerdrückte Banane, 1 TL Curry, Zitronensaft
  • Joghurtsauce: 1/4 Liter Joghurt, 2 EL Öl, 2 EL gehackte frische Kräuter, 1 gestr. TL gemahlener Piment, Salz, Zucker
  • Aioli (Knoblauchmayonnaise): 8 Knoblauchzehen, 2 Eigelb, 1/4 Liter Olivenöl, 1 EL Zitronensaft, Salz, weißer Pfeffer. Geschälte Knoblauchzehen mit etwas Salz in einem Mörser zerstoßen, Eigelbe zugeben und verrühren, Olivenöl zugeben und dabei die Masse ständig mit einem Schneebesen schlagen. Mit Zitronensaft und Pfeffer abschmecken.

Wie mache ich ein Dessert vom Grill?
Nicht zu vergessen – der Nachtisch! Auch der lässt sich hervorragend auf dem Grill zubereiten.

  • Gefüllte Pfirsiche: 4 Pfirsiche, 2 EL Preiselbeeren aus dem Glas oder Johannisbeerkonfitüre, 2 EL Créme fraíche legeré, Honig, 50 g Mandelblättchen, 8 Zahnstocher Pfirsiche häuten, halbieren und die Kerne herausnehmen. Preiselbeeren und Créme fraíche verrühren. Je eine Pfirsichhälfte mit der Masse füllen, andere Hälfte aufsetzen und mit zwei Zahnstochern fixieren. Die Schnittkanten mit Honig einpinseln und in Mandelblättchen rollen. Die Pfirsiche auf einer geölten Grillschale von beiden Seiten jeweils 3-5 Minuten grillen und ab und zu leicht hin und her bewegen.
  • Oder reichen Sie alternativ frische, saisonale Früchte als Dessert.

Eine hoffentlich sonnige Grillsaison wünscht Ihnen Ihr amapur Team!

Bild: ©Sabine-Ritschel/pixelio


Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>